Nicht einzeln im Buchhandel käuflich . Abdruck aus Centralblatt für allgemeine Pathologie und pathologische Anatomie Amtliches Organ der Deutschen Pathologischen Gesellschaft Begründet von weil. E. Ziegler, herausgegeben von Prof. Dr. M. B. Schmidt und Privatdozent Dr. W. Berbiinger in Würzburg in Marburg (Lahn) 27. Band. 1916. Jena Verlag von Gustav Fischer Jährlich erscheinen 24 Nummern im Gesamtumfange von 72 Druckbogen. Preis für den Band: 30 Mark. Sendungen und Zuschriften bitten wir zu richten: 1. Originalarbeiten betreffend: an Prof. Dr. M. B. Schmidt, Würzburg, Pleicherglacisstr. 9; 2. Referate und Bücherbesprechungen betreffend: an Privatdozent Dr. W. Berbiinger, Marburg (Lahn), Weißenburgstr. 28. Verlag von GUSTAV FISCHER in JENA. " « • "• • - » -- - ' Verhandlungen der Deutschen Pathologischen Gesellschaft. Sechste Tagung, gehalten in Cassel vom 21.—25. Sept. 1903. Mit 7 Tafeln und 7 Abbildungen im Text. 1904. Preis: 10 Mark. Siebente Tagung, gehalten in Berlin vom 26.-28. Mai 1904. \ r/ • TT t Achte Tagung, gehalten in Breslau vom 18.—21. Sept. 1904. / w 1 ' c ' Mit 9 Tafeln, 42 Abbildungen- im Text und 1 Textkurve. 1904/05. Preis für beide Abteilungen (siebente und achte Tagung): 20 Mark. Neunte Tagung, gehalten in Meran vom 24.—27. Sept. 1905. Mit 15 Tafeln und 18 Abbildungen im Text. 1906. Preis: 19 Mark. Zehnte Tagung, gehalten in Stuttgart vom 17.—21. Sept. 1906. Mit Gesamt¬ register zu Tagung 1—10. Mit 9 Tafeln und 13 Abbildungen im Text. 1907. Preis: 14 Mark. Elfte Tagung, gehalten in Dresden vom 16.—19. Sept. 1907. Mit 9 Tafeln und 33 Abbildungen im Text. 1908. Preis: 16 Mark. Zwölfte Tagung, gehalten in Kiel vom 23.-25. April 1908. Mit 20 Tafeln und 27 Abbildungen im Text. 1908. Preis: 16 Mark. Dreizehnte Tagung, gehalten in Leipzigs vom 15.-17. April 1909. Mit 32 Tafeln und 55 Abbildungen im Text. 1909. Preis: 18 Mark. Vierzehnte Tagung, gehalten in Erlangen vom 4.—6. April 1910. Mit 21 Tafeln und 40 Abbildungen im Text. 1910. Preis: 14 Mark. Fünfzehnte Tagung, gehalten in Straßburg vom 15.—18. April 1912. Mit General¬ register zu Tagung 11—15 (1907—1912). Mit 28 Tafeln und 54 Abbildungen im Text. 1912. Preis: 20 Mark. Sechzehnte Tagung, gehalten in Marburg vom 31. März — 2. April 1913. Mit 9 Tafeln und 163 Abbildungen im Text. 1913. Preis: 15 Mark. Siebzehnte Tagung, gehalten in München vom 23.-25. März 1914. Mit 16 Tafeln und 157 Figuren im Text. 1914. Preis: 24 Mark. Vorzugspreis für 6.—17. Tagung: Marli 136.25 (statt Mark 186.—). Hia TvcfPfiniAfP Studien über ihre pathologische Anatomie. Von LMv vj stCIllllCf C* 0.Berner, Prosektorder Histologie an der Kgl. Frederiks- Universität zu Christiania. Mit 159 zum Teil farbigen Abbildungen auf 26 Tafeln. (XV, 285 S., gr. 8°.) 1913. Preis: 25 Mark. Oesterreichische Aerzte-Zeitung, XI. Jahrg., No. 2 vom 20. Januar 1914: Die genaue histologische Untersuchung von 28 Fällen von Cystenniere bildet die Grundlage dieses s chöne n und wertvollen Werkes über die Anatomie und Entwicklungsgeschichte dieser Erkrankuog. Das überaus fleissige Studium der mikroskopischen Anatomie der Cystenniere vereinigt sich hier mit einer erschöpfenden Darstellung der Literatur über diese hochinteressante und noch immer strittige Frage, und mit zwingender Logik führen die geistreichen Auseinander¬ setzungen des Verf.s zu einer systematische n Lösung der Pathogenese der Cystenniej-e. Er bekennt sich nach Widerlegung der Retentionstheorie und der Missbildungslehre zur Geschwulsttheorie, um die Entwicklungsgeschichte der Cystenniere zu erklären. Es muss als besonderes Kunstwerk angesprochen werden, dass der Verf. den immerhin spröden und rein theoretischen Stoff zu einer anregenden Lektüre gemacht hat. Trefflich ausgeführte Ab¬ bildungen illustrieren den Text in leicht fasslicher und höchst instruktiver Weise. Die Ausstattung des Werkes ist musterhaft. Dozent Dr. V. Blum. Berliner klinische Wochenschrift vom 16. Februar 1914: . . . Zahlreiche Mikrophotogramme und farbige Zeichnungen erleichtern das Verständnis des Textes, der die Grundlage aller weiteren Untersuchungen über die Cystennieren wird bilden müssen. Hart- Berlin. n«A NphAnniprAnrinrlA Eine morphologisch-physiologische Studie. Von LUC lNeoennierenrinue. ^ ax j^amlau f, Dr. med., l. Assistent am pathol. Institut der Universität Freiburg i. B. • Preis: 4 Mark. Inhalt: Einleitung. I. Zur Morphologie (1er Nebennierenrinde. A. Di e physiologische Ontogenese. 1. Die intrauterine Entwicklung. 2. Die Nebenniere des Kindes. 3. Vergleich der menschlichen und Säugefeiernebenniere. Oesamtübersicht der Entwicklung der menschlichen Nebennierenrinde. B. Die Nebenniere des erwachsenen Menschen. 1. Die Zona glomerulosa der Nebennierenrinde des Erwachsenen. 2. Der Pigmentgehalt der Reticularis. 3. Die Fortsetzung auf Seite 3 des Umschlags. Abdruck aus dem Centralblatt für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie. Begründet von weil. Prof. D. E. Ziegler in Freiburg i. B. Redigiert von Prof. Dr. M. B. Schmidt in Würzburg und Privatdozent Dr. W. Berblinger in Marburg (Lahn). Verlag von Gustav Fischer in Jena. XXVII. Band, Nr. 10, 1916. Nachdruck verboten. Theodor Langhans. Geboren den 28. September 1839. Gestorben den 22. Oktober 1915. Sonntags, den 24. Oktober 1915, wurde die sterbliche Hülle von Professor Theodor Langhans mit einer stillen Feier, die in ihrer Schlichtheit ganz dem Wesen des Verstorbenen entsprach, den Flammen übergeben. Prof. Langhans trat vor zwei Jahren vom Lehramt zurück. Seit dieser Zeit konnte er kaum mehr seine Wohnung ver¬ lassen, da zunehmende Herzbeschwerden, bedingt durch ein schon Jahre dauerndes schweres Lungenemphysem ihn meistens an den Lehn¬ stuhl fesselten, von dem er aber selbst bis in die letzten Tage die ihm lieb gewordenen Berner Alpen betrachten konnte. In den letzten Monaten nahmen seine geistigen Kräfte ziemlich ab, so daß es für seine Freunde, die ihn auf der Höhe seiner Wirksamkeit gesehen hatten, fast zur Erlösung wurde, als der Tod einem weiteren Zerfall Einhalt gebot. Der äußere Lebenslauf von Langhans war ein recht einfacher. Im Jahre 1839 in Usingen im ehemaligen Herzogtum Nassau geboren, beendigte er 1862 seine medizinischen Studien. Einen besonderen Einfluß übte auf ihn Henle aus, der für seine ganze Forschungs¬ richtung maßgebend wurde. Ein großer Teil der Arbeiten seines Institutes geht von anatomischen Fragen aus. Bestimmend für ihn wurde namentlich die Assistentenzeit unter von Recklinghausen in Würzburg. Recklinghausen blieb für ihn das leuchtende Bei¬ spiel, an dem er mit Liebe und Verehrung hing. Nachdem sich Langhans in Marburg im Jahre 1867 habilitiert hatte, kam er 1872 als Ordinarius der Pathologie nach Gießen und im gleichen Jahre als Nachfolger von Klebs nach Bern. Bern blieb er treu, trotz einem Rufe nach Marburg und trotzdem er eigentlich bis zu seinem Lebensschluß bernischen und schweizerischen Verhältnissen ziemlich fremd gegenüber stand, indem er das Deutschland nach dem Kriege von 1870 als sein politisches Ideal empfand. In seinen Arbeiten spiegelt sich das eigentliche Wesen von Langhans wieder. Es ist überall gründliche Forschung, die sich nur auf Tatsachenmaterial stützt, und die spekulative Theorien mög¬ lichst meidet. Langhans hat fast auf allen Gebieten der speziellen pathologischen Anatomie und auch auf vielen Gebieten der allgemeinen Pathologie selbst gearbeitet oder arbeiten lassen. In seine Assistenten¬ zeit in Würzburg fallen die Arbeiten über normale und pathologische Anatomie der Arterien und mehrere Publikationen aus der Geschwulst¬ lehre. Aus der Marburger Zeit sei besonders genannt die Arbeit, die 218 Langhans auch außerhalb den Fachkreisen bekannt machte, in der er die Riesenzellen mit wandständigen Kernen in den Tuberkeln be¬ schreibt. In diese Zeit fallen auch eine experimentelle Arbeit über Tuberkuloseübertragung und eine experimentelle Untersuchung über Resorption von Extravasaten und Pigmentbildung in denselben. Aus der Marburger Zeit stammen auch die Untersuchungen über das maligne Lymphosarkom (Pseudoleukämie) und über den primären Krebs der Trachea und der Bronchien. In den ersten Jahren seiner Tätigkeit in Bern bearbeitete Lang¬ hans namentlich die normale und pathologische Anatomie der Mamma. Daneben erscheinen wertvolle Beiträge zur Geschwulstlehre. In mehreren Arbeiten, teils auch experimenteller Natur, bringen er und seine Schüler wertvolle Aufklärungen zur Lehre der Nephritis, wobei Langhans namentlich die Glomerulusveränderungen in ihrer Genese und ihrem Wert erkennt. Schon frühzeitig wendet sich das Interesse von Langhans der Histologie und der Pathologie der Plazenta zu. Bis in seine späteren Jahre kehrt er stets wieder zur Plazenta zurück und liefert stets wieder selbst oder in Arbeiten seiner Schüler wertvolle Beiträge. Im Jahre 1882 bringt er als würdigen Ausdruck seiner Verehrung für Henle in dessen Festschrift den weiteren Ausbau seiner Untersuchungen über die normale Histologie der Plazenta. In die 80er Jahre fallen auch die Bearbeitung der Hodenerkrankungen zusammen mit Kocher in der deutschen Chirurgie und dann eine Arbeit über Glykogen. Fast während seiner ganzen Berner Zeit ist es namentlich ein Problem, das ihn stets beschäftigt und zu dem ihm sein Wirkungsort übergenug Material liefert, das Problem der Anatomie und der Pathologie der Schilddrüse und der Anatomie des Kretinismus. In einer Reihe von Arbeiten werden die Fundamente der Schilddrüsen¬ pathologie geschaffen und als Hauptresultat erscheint gestützt auf jahrelange, mühsame und genaue Untersuchungen im Jahre 1907 seine Bearbeitung der malignen epithelialen Strumen. Man würde Langhans nicht völlig gerecht werden, wenn man nicht noch besonders seiner erfolgreichen Tätigkeit als Lehrer und Institutsvorsteher gedächte. In unermüdlicher, pflichttreuer Arbeit kontrollierte er jede mikroskopische Untersuchung von Präparaten, die dem Institut in großer Zahl aus allen Teilen der Schweiz zugesandt wurden. Für jede gewöhnliche Struma colloides nodosa findet er selbst in seinem späteren Alter noch ein Interesse, als ob er zum ersten und nicht zum tausendsten Mal das mikroskopische Bild sähe. Langhans hütete sich ängstlich nach außen irgendwie mehr hervorzutreten als es absolut notwendig war. Nichts war ihm ver¬ haßter, als alles, was nur im geringsten als Reklame für sich und sein Institut aussehen konnte. *Trotz dieser Bescheidenheit erfreute sich Langhans nicht nur in den Fachkreisen, die seine Leistungen beurteilen konnten, sondern auch bei Aerzten und Studenten einer .allgemeinen Anerkennung. Selbst der jüngste Student merkte es bald, daß er bei Langhans einer Persönlichkeit gegenüberstand, die durch Treue zum Fach, Treue zu ihrer Ueberzeugung und durch Herzens- -güte ausgezeichnet war. Langhans war keine streitbare Natur. Wenn er auch Unrecht, das er in wissenschaftlichen Dingen oder auch 219 im sonstigen Leben erfuhr, recht schwer trug, so schwieg er lieber, als sich zu wehren. Wir Jüngern hätten ihm oft mehr Rücksichts¬ losigkeit im Interesse des Faches gewünscht, wenn es galt in den nicht immer leichten Fakultätsverhältnissen sich durchzusetzen. Die Herzensgüte war es aber wieder, die ein eigentümliches Verhältnis zwischen ihm und seinen Assistenten schuf. In kurzer Zeit verschwand der Chef und an seine Stelle trat der väterliche Freund, dem man alles Gute und Schlimme, was das Schicksal brachte, anvertrauen konnte, war man doch seiner Treue und Güte in jedem Momente sicher. Langhans hat der pathologischen Anatomie eine Reihe von neuen Daten geliefert, die ihm für stets einen Namen in der Geschichte der pathologischen Anatomie sichern. Für Langhans gelten die gleichen Worte, mit denen sein Lehrer von Recklinghausen durch M. B. Schmidt geehrt wurde: „Seine Werke ehren und erhalten seinen Namen für die Zukunft und seine in sich abgeschlossene Persönlichkeit leuchtet in der Erinnerung derer, welche ihn kannten und ihm nahe standen/ 6 Ernst Hedinger. Gebr. Gotthelft, Kgl. Hofbuehdrucker, Cassel. Verlag von GUSTAV FISCHER in JENA. Fortsetzung von Seite 2 des Umschlags. zentralen Gewebsbezirke der Nebenniere des Erwachsenen. C. Dysonto- genetische. und hypertrophische Zustände der Nebenniere. 1. Apiastische und atrophische Prozesse, a) Die Nebenniere bei Anencephalie. b) Andere atrophische Zustände, die auf echter Hypoplasie beruhen, c) Die Schrumpfnöbenniere und die dieselbe einleitenden krankhaften Prozesse. 2. Hyper¬ plastische und hypertrophische Zustände der Nebenniere, a) Die kongenitale Nebennierenhypertrophie, b) Die erworbene Nebennierenhypertrophie, c) Die Nebennierengeschwülste. 3. Gesamtübersicht der pathologisch-histologischen Be¬ funde. II. Histochemische und physiologische Fragen. A. Der Lipoidgehalt der Nebenniere. 1. Einleitende Bemerkungen. 2. Zusammenstellung des Materiales. 3. Die Lipoidverteilung in der Nebennierenrinde. B. Die" Be¬ ziehungen des Lipoidgehaltes der Rinde zum Gesamtzustand des Körpers. 1. Das menschliche Material. 2. Experimentelle Untersuchungen. C. Zur Theorie der Funktion der Nebennierenrinde. Herr Geh.-Rat Prof. Dr. L. A'sch o ff-Freiburg, hat dem Buch nachstehende Begleitworte beigegeben: Am 30. April 1915 starb in Wien an den Folgen einer Typhusinfektion, die er sich als militärischer Prosektor des Garnisonlazaretts zugezogen hatte, Dr. med. Max Landau, I. Assistent am Pathologischen Institut der Universität Freiburg. Was für ein Verlust dieser Tod des jugendlichen Gelehrten für die patho¬ logisch-anatomische Forschung und für den engeren Kreis seiner Kollegen be¬ deutet, habe ich in der Wiener Klinischen Wochenschrift zu schildern versucht. Wenige Wochen vor seinem Tode erhielt ich von Landau das Manuskript zu der nachfolgenden Monographie, über deren Inhalt wir noch brieflichen Meinungs¬ austausch pflegen konnten. Es waren von Landau noch einige kleinere Er¬ gänzungen beabsichtigt, die er jedoch nicht mehr durchgeführt hat. Ich selbst möchte an dieser seiner Lebensarbeit kein Wort ändern; denn selbst dort, wo die Ergebnisse nicht in voller abschließender Klarheit zusammengefaßt werden konnten, bietet die Darstellung zahlreiche neue, für das Studium der Neben¬ nierenrinde wichtige Fragestellungen. Mit dieser Arbeit hat sich Max Landaji selbst das Denkmal dauernder Erinnerung gesetzt. Beiträge zur pathologischen Anatomie der Hirnsyphilis und zur Klinik der Geistesstörungen bei syphilitischen Hirnerkrankungen. Von Dr. K. Krause, Oberstabsarzt in Berlin. Mit 42 Abbildungen im Text und 12 Tafeln. (VI, 618 S. gr. 8°.) 1915. Preis: 24 Mark. Inhalt: 1. Vorbemerkungen über Aetiologie und Pathogenese der Syphilis. — II. Allgemeines über die Pathologie und pathologische Anatomie der Syphilis. — III. Pathologische Anatomie der Hirnsyphilis. Pathologische Anatomie der heriditärpn Syphilis des Gehirns. — IV. Geschichte und Literatur der syphilitischen und der hereditär-syphilitischen Geistesstörungen. — V. Eigene Untersuchungen über die Histopathologie der Gehirnsyphilis und Verwertung der Befunde für die klinische Diagnose: 1. Einleitung. 2. Beschreibung und Ergebnisse der einzelnen Fälle. 3 Zusammenfassung der Ergebnisse der vorstehenden histo- pathologischen Untersuchungen, a) Die gummösen Neubildungen, b) Die nicht- gummöse syphilitische Meningitis des Gehirns, c) Die syphilitische Erkrankung der Hirnarterien, d) Ergebnisse der vorstehenden Untersuchungen für die Differentialdiagnose zwischen Hirnsyphilis und Paralyse. 4. Gruppierung der klinischen Krankheitsbilder mit Beziehung' auf die anatomischen Befunde. — Literaturverzeichnis. — Tafelerklärung. Die anatomische und klinische. Abgrenzung der Hirnsyphilis gegen die Dimentia paralytica ist eines der Hauptprobleme der wissenschaftlichen Psychiatrie im Bereiche der organischen Psychosen. Man kann geradezu sagen, daß sich vorzugsweise in dieser Frage die psychiatrische Forschungsmethodik in den letzten Jahrzehnten weiter entwickelt hat. Die wissenschaftliche Intelligenz¬ prüfung, die Unterscheidung von Defektssymptomen und funktionellen Symp¬ tomen, die normale und pathologische Anatomie der Großhirnrinde verdanken ihre Fortschritte zu einem wesentlichen Teil den Anregung’en, welche jenes Problem gegeben hat. Auch heute ist dasselbe noch keineswegs gelöst. Um so mehr darf das vorliegende Werk, das aus der langjährigen Tätigkeit des Herrn Verfassers an den Universitätskliniken in Berlin und Jena hervorgegangen ist uiid das die Lösung jener schweren Aufgabe in der bedeutendsten Weise ge¬ fördert hat, nicht nur von den Psychiatern, sondern von allen Vertretern der medizinischen Wissenschaft mit besonderem Interesse begrüßt werden; Verlag von GUSTAV FISCHER in JENA. * * i . ... PflihnlnorScrliP Atififntnip liin Lehrbuch für Studierende uud Aerzte*. Kainoiogiscne Anatomie. Bearbeitet von L. Asch 0 f f, Freiburg* i. Br.; M. Askanazy, Genf; II. Beitzke, Lausanne; C. Ben da, Berlin; M. Borst, München; A. Dietrich, Cöln; P. Ernst, Heidelberg: E. von Gierke, Karlsruhe; L. Jores, Marburg; B. Kretz, Wien;. O. Lubarsch, Kiel; 0. Naegeli, Tübingen; B. Bossle, Jena; M. B, Schmidt, Würzburg; H. Schridde, Dortmund; E. Schwalbe; Bostock i. M.; M.Simmonds, Hamburg; C. Sternberg, Brünn. Heraus¬ gegeben von L. Aschoff, Professor'der pathologischen Anatomie. Freiburg i. Br. Dritte Auflage. Zwei Bände. Preis: Bl Mark 50-Pf., geb. 35 Mark. Band I: Allgemeine Aetiologie. Allgemeine pathologische Anatomie. Mit 435 großenteils mehrfarbigen Abbildungen. — Umfang: 828 S. 1913. Preis: 15 Mark, geb."l6 Mark 75 Pf._ Band II: Spezielle pathologische Anatomie. Mit 1 lithogr. Tafel und 600 großen¬ teils mehrfarbigen Abbildungen. — Umfang: 1050 S. 1913. Preis: 16^Mark 50 Pf., geb. 18 Mark 25 Pf.. Die Zahl der Abbildungen hat in der dritten Auflage wieder eine Ver¬ mehrung erfahren und von neuem ist die Bedaktion mit Erfolg bemüht gewesen, die verschiedenen wissenschaftlichen Strömungen, wie sie sich gerade in den theoretischen Fächern der Medizin wiederspiegeln, trotz der Vielheit der Mit¬ arbeiter zu einem möglichst einheitlichen Ausdrucke gelangen zu lassen. Be¬ sonders hervorgehoben sei auch noch die Einfügung der einschlägigen Literatur, welche allerdings keine erschöpfende Quelle für Literaturstudien darstellen, aber doch dem Studierenden einen genügenden Anhalt zu weiterem selbständigen literarischen Arbeiten bieten soll. Zeitschrift f. allgem. Physiologie. Bd. XIII, H. 4 (über die 2. Auflage): Bei der überaus guten Aufnahme, die .vor kurzem die erste Auflage dieses Lehrbuchs allgemein gefunden hat, kann es nicht wundernehmen, dass etwa 2 Jahre nach dieser jetzt eine zweite, etwas ver¬ änderte und ,— wenn überhaupt möglich — verbesserte Auflage vorliegt . . . Ueber 4 00 ganz aus¬ gezeichnete Abbildungen schmücken auch die zweite Auflage des Buches, das wohl zu den allerbesten, deutschen Lehrbüchern der pathologischen Anatomie gehören dürfte. Raubitschek (Czernowitz). Ein Beitrag zur Lehre von der vitalen Färbung mit besonderer Berücksichti¬ gung der Zelldifferenzierungen im entzündeten Gewebe. Von Dr. K. Kiyono, Kioto (Japan). Mit einem Vorwort von L. Asch off. Mit 5 lithographischen Tafeln. (Aus dem Pathologischen Institut der Universität Freiburg i. Br.) (VII, 258 S. gr. 8°.) 1914. Preis: 16 Mark. Die vitale Karminspeicherung. Leitfaden zur Untersuchung der Zerebrospinalflüssigkeit. Bearbeitet von F. Plaut, Privatdozent (München), O. Behm, Oberarzt (Bremen- Eller) und H. Schottmüller, Oberarzt (Hamburg-Eppendorf). Mit 5 Abbild, im Text und 21 teils farbigen Tafeln. (VII, 150 S. gr. 8°.) 1913. Preis: 8 Mark 50 Pf,, geb. 10 Mark. Inhalt: I. Einführung. 1. Geschichtliches. 2. Anatomie. 3. Physiologie. 4. Lumbalpunktion. — II. Allgemeiner Teil. 1. Physik. — 2. Chemie. — 3. Serologie. — 4. Zytologie. — 5. Bakteriologie. — III. Spezieller Teil. A. Innere Erkrankungen. — B. Funktionelle Geistes- und Nervenkrank¬ heiten. Alkoholvergiftung. — C. Periphere (organische) Nervenkrankheiten. — D. Erkrankungen der Hirn- und Bückenmarkshäute. — E. Organische Hirn¬ erkrankungen. — F. Organische Hirn- und Bückenmarkserkrankungen. Sklerosis. multiplex. — G. Organische Bückenmarkserkrankungen. — H. Lues. — Krank¬ heitsform und Zellart. — Sachregister. M ii n c h e n e r m e d. Wochenschrift, No. 39 vom 30. September 1913: Ganz besonders gründlich ist der spezielle Teil behandelt. Hier baut sich jedes interne oder¬ neurologische Krankheitsbild, das überhaupt zu Veränderungen des Liquors führen kann, auf der gemein¬ schaftlichen Arbeit und der reichen Erfahrung der drei Verfasser auf, und die zahlreichen positiven und zahlenmässigen Angaben gewinnen dadurch an Wert und Gewicht. — Das Buch wird federn klinisch, arbeitenden Arzt eine wertvolle Hilfe sein. L. S a athoff-Oberstdorf. Eine Anleitung zur Vornahme von Die Zeokersche Sektionstechnik. Sektionen für studierende und Aerzte. VonDr. phil. et med. Gustav Hauser, Prof, der allgem. Pathologie und patholog. Anatomie, Direktor des patholog. Instituts an der kgl. Universität — ■“ Preis: 3 Mark, geb. 4 Mark. Erlangen. Mit 3 Abbild, im Text. 1913. Druck von Gebr. Gotthelft, Kgl. Hofbuchdrucker, Cassel.