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PRESERVATiON COPyADOEO ?Tiesi S39Z84- Seiner lieben Mutter und dem Andenken seines teuren Vaters gewidmet Tom Terfasser. 1871S8 ^ OF THE ^■> Or Der in der Erzählung von den sieben weisen Meistern gebotene Stoff erheischt wie durch sein Alter, so auch wegen seiner Verbreitung in der Litteratur fast sämtlicher Kulturvölker hohes Interesse. Ausgegangen von den Ge- birgen Indiens ist er den Persern , Arabern, Türken, He- bräern und Syrern ebenso, wie den Griechen und Bömem und durch sie wieder den Italienern, Spaniern und Fran- zosen bekannt und geläufig geworden. Auch die germani- schen Völker erhielten auf diesem Wege Kenntnis von ihm, und so finden sich englische, skandinavische, holländische und deutsche Bearbeitungen desselben teils in Prosa, teils in poetischer Form. Nach der deutschen Uebersetzung einer lateinischen Prosabearbeitung hat den Stoff ein Dichter aus dem Elsass, Hans von Bühel, im Jahre 1412 in kurzen Beimpaaren be- handelt, abgedruckt unter dem Titel »Diocletianus' Lebenc nach einer Baseler hs. von A. Keller in der Bibliothek der gesamten deutschen Nationallitteratur. Band 22. Quedlin- burg und Leipzig 1841.^) Eine zweite anonyme Bearbeitung, gleichfalls in kurzen Beimpaaren, hat nach, der Erlanger, zum teil verglichen mit der Berliner hs. A. Keller, Altdeutsche Gedichte. Tübingen 1846. S. 15 — 241 vollständig veröffentlicht. Schon vor diesem Drucke hat Keller^ Li roman des sept sages S. CVn Teile des Anfanges, nämlich entsprechend Altd. Ged. 17, 1—20 und den Schluss nach der Berliner *) cf. Fritz Seelig, Hans von Bühel, ein elsässischer Dichter. StraBsburger Studien III. S. 243—335. 1 und Erlanger ha. mitgeteilt, ans der letzteren anch die Er- zählung des dritten Meisters von der redenden Elster, Ältd. Ged. S. 81, 23—91, 17. Bruchstücke finden sich bereits bei E. J. Koch, Compendium der deutschen Litteratur- Geschichte II. S. 231, nämlich Anfang und Schluss nach der Erlanger hs.; sodann in v. d. Hagen und Büsching, Grundriss zur Geschichte der deutschen Poesie S. 303 ff. : aus der Berliner hs. Altd. Ged. S. 15,18-16,3. 17,1—18,15 und 239,30—240,34; aus der Erlanger hs. 15,7 —27; 17,1—15; 20,7—27 und 240,21-241,10. Die nachfolgende Untersuchung wird bei dem bisherigen Mangel nicht nur einer kritischen Ausgabe dieses Gedichtes, sondern auch jeglicher Vorarbeiten zu einer solchen hoffent- lich berechtigt erscheinen. I. Überlieferung. Das Gedicht ist in 3 hss. überliefert: B Eine hs. früher in Eschenburg's Bibliothek, beschrie- ben in y. d. Hagen und Büsching, Grundr. S. 304 und von Keller, Dioclet. Einl. S. 37 und li roman des sept sages S. GVII. Eine Notiz am Ende giebt Auskunft über den Schreiber und die Abfassungszeit der hs.: Dis buch YoUenbracht was In der zit also man schreip vnd las Tusent vnd vyer hundert jar Nach cristus gebort das ist war Dar nach jn dem eyn vnd sjebentzigisten jar Yff sant pauly bekarung dag ist wäre Von Hans Dirmsteyn wist vor war Der hait es geschreben vnd gemacht Gemalt gebunden vnd gantz foUenbracht a • m • e • n Die hs. scheint verloren. Schon Keller, Altd. Ged. be- nützte eine Abschrift derselben, auf der Königl. Bibliothek in Berlin befindlich, angefertigt im Jahre 1819 von dem stud« Beinling in Breslau (cf. Keller, Diocl. Einl. S. 38), und auch Nachforschungen, die Herr Prof. Vogt im Jahre 1875 nach der hs. anstellte, blieben ohne Erfolg, (cf. Sal- man u. Morolf hg. v. Fr. Vogt Einl. S. I.) Die erwähnte Berliner Abschrift, signiert Ms. germ. fol. 460, welche mir in bereitwilligster Weise von der Verwaltung der Königl. Bibliothek in Berlin zur Benutzung hierselbst überlassen wurde, bietet einen vollkommenen Ersatz hierfür. Denn schon der Umstand, dass der Schreiber allem Anscheine nach seine Abschrift auch in allen Äusserlichkeiten genau conform dem Original angefertigt hat, bezeugt grosse Sorg- falt bei Anfertigung derselben. Diesen Vorzug lässt Kellers Vergleich leider recht sehr vermissen. Ich habe daher durch eine Beihe offenkundiger Flüchtigkeiten und Versehen Kellers veranlasst eine genaue Nachprüfung seiner Vergleichung angestellt. Das ergiebige Resultat derselben lege ich hier nieder. Ungenauigkeiten der Anmerkungen und Parenthesen mache ich durch ein Ausrufungszeichen kenntlich.^) 15,7—17 sind zu Unrecht eingeklammert! 16,30 V. fehlt! 17,21 so fehlt. 26 lest. 29 ander. 18,6 L] Vnd. 15 sal! 17 d. er teyn me sy. 19,3 D.] Er. 8 han wir a. 14 Dann. 16 A. vns saget d. schrifffc. 20 Eyn d. ich er nennen. 26 nit fehlt! 27 Ge- schee. 31 geschieht. 20,2 hudet. 3 Der. gehuden. 18 Der w.! 22 biderbs. 27 D. a. v. r. er waren h. 30 D. m. er d.! 21,13 Das. 15 gönnen. 16 er] es. 83 A. he jr. 22,1 ich geweren. 15 hatte. 23,24 lernen. 24,28 alle sampt. 25,31 jungeling sie daden. 26,5 kortzen stunden. 28,1 ir fehlt! 5 willekommen. 13 synne synne. 29,5 gyng. *7 wart. 27 thün! 28. S. sp. fehlt. 29 dein] den. 30,21s.] hohen wysen! 24 willens. 26 Desen. 29 D. s. solden synen sone brengen. 31,3 frauwe die hatte. 14 vaters. 24 heubter. 27 besonder. 29 sorge vnd angst. 32,17 s. gar f. 18 mir sint« 28 Eyn steme. 33,1 frage. 7 gescheen. 13 sternes. 14 sterren ane s. 34,2 getru- lichen. 5 frylich. 9 getrulich. 20 das] no! 35,15 Da jnne. 17 wid- *) Von einer Wiedergabe der bloss orthographischen Abweichungen glaubte ich absehen zu dürfen, da ich von den dialektischen und orthographischen Eigentümlichkeiten der hs. B weiter unten aus- führlich handle. 1* der. 36,3 g. y. fehlt! 7 arme. 9 schonen. 19 neygte. 23 so] des. 29 h.] balde! 37,2 erbode. 3 fo.] da! 5 neyget. 10 nejgt. 16 neygt. 17 yn] den vater. 25 kammem. 26 rief. 30 luchte. 31 edelm. 33 jnphing. 38,10 befeie. 16 hende. 17 b. da y. 29 kammem. 39.1 kammem. 7 enweg. 10 Dise. 21 aber fehlt! 23 ere. 42,2 alle das. 20 z. mir m. g. 30 gewenken. 43,1 uwer. 15 erhörte. 20 ymmer hey. 22 hatte. 44,15 nff alle orte. 23 b&um brachte! 24 Fruchte. 28 grossen. 45,7 wart. 16 solde. 22 jungen. 30 hin- dert. 46,15 fehlt! 25 syn. 27 ich dich herre. 47,4-6 fehlen! 8 bange. 15 dem. 19 dyne. 48,5 dem! 8 Syne. 9 m.] konde! 25 en! 49,14 er] vnd! 16 graste. 19 syn. 50,8 Du vnd dyne. 23 swiget glich eym. 26 gebrechen. 51,1 Also. 4 Wolt er. 8 hatte. 12 Dar- nach! 52,14 z. V.] also! 15 Dry. 22 Daz. 58,9 Mit. 16 Besunder! 32 mochte werden« 54,1 enbeite Zu dem thorner he sich bereite. 5 Den thorner auch w. s. 14 böse. 29 bange. 55,8 wyege. 14 wye- gen. 29 Die ammen. 56,7 vor] von. 19 gleubet. 22 lebendig. 27 hatte. 57,3 gegleubet. 6 gegleube. 58,3 we. 10 wirt gescheen. 21 nach! 59,19 grossen. 25 w. z. ym jm jnne. 60,6 dorste. 15 must. 61,10 dem. 12 seinem] dem. 16 girlichen. 22 dem e. u. dem rucke. 62,18 gewesen. 63, 8 dar von. 8 alda! 18 neygte. 20 n. m.] aber! 22 gar seh. 26 hohen fehlt! 32 d. andern g. 64,6 Dez. 7 m. fehlt! 13 Solicher dinge. 28 darzu] auch! 29 machte. 65,13 Als her nach. 19 syns. 22 nicht. 23 hart. 28 Ein glocken. 66, 1 ge- west. 3 Der. 22 do] balde. 22 und 23 sind vertauscht. 23 des fehlt. 26 genam. 67,29 dynem. slaffe. 30 straffe. 68,10 die glucken. 11 s. herre d. 13 kommen. 20 a. d.] nu! 30 bome. 69,1 jnne d. bome. 7 dez. 10 kam. 12 diser dore ich sten. 22 an. 24 sagestü nü. 27 bins. 70,8 ir] dir auch! 4 Da. ziehe. 71,6 leit. 19 vollen. 72, 1 guot fehlt. 8 Dyner. 9 dankte. 11 vrlaup. 12 syn. do] Widder! 29 fehlt! 73,9 do] balde! 10 fraget. 16 Erem. w.] dann. 18 müde. 25 dez. 74,7 Schechen. 9 st] selben! 11 man- chen. 20 virliesen. 30 gegeben. 75, 1 einen. 2 kompt! 3 keysers. 4 namen fehlt! 10 virswonde. 25 grosz. 31 befalen. 76,4 Zu dem. 5 im fehlt! 11. Dez. 12 huder den f. eynen f. 17 bedachte. 77,8 kynde. 11 dez. 12 [auch] fehlt! 26 danne sohlet. 28nyet. 29 heylich. 78,16 sal! 27 auch] gantz. 79,2 fehlt! 10 Ein grosse. 14 nahe. 16 waren. 26 mir sie gebenden ! 27 grossen w. gesahen an. 80, 15 eben Ich will dir beduten die rydde myn. 17 wirt. 19 ritter. 81,5 Anm. lies 5 statt 8; 5-— 7 sind demnach um einen Vers herabzurücken! 8 fehlt! 10 Zu dem. 82,4 neygt. 6 wol] nü! 15 der fehlt! 20 sollet. 22 grossen. 26 wirt. 28 denn fehlt! 83,4 auch] wol! 16 m. doch w. 26 wirt. 27 Da vor. 28 will es fehlt! 33 in] em gar! 84.2 ist dir. 5 daz] mich. 11 mein ist zu Unrecht eingeklanmiert! 15 meyn] no! 19 hatte. 22 gesagen. 31 selben] bulen! 85,14 Sie. 5 21 man] heire. 86,8 alles] gar wol! 6 des] da! 11 gegen fehlt! 12 bald fehlt. 13 kan. 19 Dez. 25 g.] dar. 26 nu] da. 87,2 Vnd. 4 Daz. 8 bewarn. 16 ein fönt. 18 leitern. 26 rächen. 88,3 rugk. 18 Dye. 21 Sye hait als by eym. 22 saget. 28 mir ist. gescheen. 89,8 atzein. wan. 11 nachbem fraget. 18 dut. 25 virstyn. 28 dich auch. 32 In. 90,4 . nao fehlt ! 1 1 grossem. 14 stunde. 24 Dez. 29 d. z. fehlt. 91,1 gescheen. 3 Da by kyssel w. v. s. 5 Altzuhant, 7 Das] Vnd! 8 Alda. 15 me! 16 beite. 22 drogeneryn. 29 willen. 33 syn. 92,8 ach fehlt! 9 lange. 23 solde. 28 was. 93,7 gehom. 16 clagen. 24 byzeichen. 94,2 Stunde. 3 u. 4 war] was. 7 gesahen. 11 geschach. 12 ensach. 14 machten sie. 18 wers em hette. 20 gewalt. 21 vnd fehlt! 95,5 [trang] fehlt! 15 denn] darvmb! 25 zu dir fehlt! 96,4 [Do] fehlt! 10 sehen. 22 gehelffen. 31 Zcu. 32 rydden. 97,2 icht solich m. 4 eyner. 11. bescheiten. 15 vnd] gar! 17 gelt. 21 gescheen. 26 garten. 28 daz usz d. bome. 32 bomes. 98,4 wirdest. 6 lenger] da! 13 geschach. 20 gesahen. 25 müssest. 27 Vnd ich. 31 bedorffen. 99,4 Eyn. 5 Er weisz. 9 gegeben. 11 list. 19 H. fehlt! 20 sal. 100,1 Der! 4 gescheen. 7 born, 13 Zu dem. 14 du fehlt! 15 bornes. 22 selbe] wyse! 28 benommen. 30 in dem lande. 101,2 zaubery. 12 Syn. 17 und 18 vertauscht. 27 kanst. 102,5 geschahen. 6 s. s. hiesse. 10 manchem. 11 schrüwen vnd ^weynten. 23 Zu st. fehlt, nuo] em. 24 a. algemeyn. 26 Dez. 28 neygt. 29 gedencke. 103,10 h. i. fehlt! 13 betwongen. 15 t. an mir g. 16 ist zu Unrecht eingeklammert! 20 Dez. 21 eym. 24 syn g, gebrechen. 25 Es. 28 disem. 104,4 eym. 6 Poncianus. 8 D. m. fehlt! wollet ers dann. 10 da! 22 eyme. 25 genung. 105,3 junge frauwe. 24 gar f. 26 and.] jungen! 27 freude. 106,4 lan Vnd aalt •du als ich han gedan. 18 zu dem. 107,3 Dyn. -4 der] dir. 9 eyn. 14 seh. fehlt! 19 suer! 20 Daz da! 28 in] er. 108,8 do] b&lde! -9 b.] sie! 15 den. 17 du] nü. 24 zum. 109,2 Eyn stule. 9 era. 16 genante. 25 gefraüwen. 110,9 engheyne. 14 hie] nü! 15 zom wolte. 17 zomen. 20 gelan. 33 magstu dan. 111,3 gebeiden. 30 gewest. 112,19 wirt. 27 wan. 113,2 rauffbe. 3 auch], aber. 10 W. fehlt! 18 hisse. 19 leydeger. 30 noch fehlt. 114,20 sulle. 21 My- nem. 115,7 stot fehlt. 20 schemde. 25 gehindem'zu. 116,22 Jeder. . 31 bestalt. 117,7 das. 118,4 v. d. schydden! 7 jn syne rfiwe. 9 frauwen. 19 ging fehlt. 21 kammem. 24 g. w.] nü! 31 dut. 32 d.] nach. 119,3 abe. 9 das. 18 zu lassen. 21 rauffte. 120,6 Strassen. 9 stule weich. 12enbeide. 23 enwil. 26 lisse! 121,1 balde.] hyn. 5 sie fehlt. 8 der] he. 10 wirde. 17 swellen. 122,2 vber. 3 abe fehlt! 18 gegeben. 123,3 in] er. 4 weynte. 6 lebendig. 7 enbeite. 8 bereite. 12 gar fehlt! meide. 17 Diese. 23 vaters 31 [al] fehlt! 124,3 helt. 6 [alao] fehlt! 13 dan. 16 halber. 125,1 sage. 4 wirt. 10 daz. 24 grosses. 25 sein fehlt. 126,2 Meister 6 fehlt! 4 clugem man. 5 Wonderlicher. 11 m.] da! 12 d. a.] dester basl 14 z. getrulich w. 15 enbeide. 19 darzu] auch! 24 dor fehlt. 127,5 b. der w.! 15 selbe] lant! 128,5 str.] haüwen! 17 soUet. 32 weren. 129,17 wissent. 19 können. 21 sl.] draüme. 28 saget. 30 saget. 130,18 Zu dem. 20 es fehlt! 22 Mam £ruo. 24 grossen. 131.7 bodden. 9 sicherlich. 12 lan. 17 erste. 132,4 hatte. 5 Dez. 6 also fehlt! 183,15 sicher wol w. 23 dritten. 29 noch] auch. 134,4 Nie me. 15 alle] also! 17 Dreyme. 22 han nü g. 26 gescheen. 135,1 sagen. 11 gewynnen! 14 ergon] gescheen. 15 vimeme. 19 sie dannen. 28 belachten Vnd ejn *faer darunder machten. 25 bey] von. 136,31 [S. sp] fehlt! 33 yirstanden han. 137,12 drogen. 13 magen. 18 [Vnd] fehlt! 30 jamer. 32 mochtens. 138,1 dart! 12 neygete. 14 so du wirdest sten. 25 zuchtiglichen. 27 gescheen. 30 roten] schaden. 139,1 Dem. 2 get dir nit. nu fehlt. 18 gevnert. 20 wyser. 26 synem. 27 Qalieno. 140,7 denn] daz! gesagen. 19 geglichen. 141,13 mechte. 20 doch] da! 142,7 Ob ich. 11 beide] alle! 12 kony- gyn. 23 Fraw fehlt. 143,9 geziden. 13 sorgen. 24 macht. 14 vastj her vnd! 17 riehen! 145,1 er nach s. g! 15 syne. 29 uch no b. gesaget. 146,3 Zu dem. 7 bestan. 8 noden dreife. 17 Im. 18 Dan. 19 Gl. g. Y.! 31 vngehüerlichs. 147,1 vras. 3 We m! 5 vaters lant. 6 jamers. 9 kamern. 12 denn] no! 17 v. d.]'dar vmb! 24 do] dar. 148.8 suchte. 11 synen! 14 Petei*s. 15 hatte. 18 mit ernste] dal^ 28 Sy. 29 irer] er. 30 Hiesch. 31 erhörte. 149,5 mir. 9 nu fehlt. 10 finden. 11 wolde. 12 Dez. 13 auch. 15 duchte. 16 itzunt. 21 wip ader mannen! 22 wirdest. 23 beden fehlt! 27 denn] nol 30 solde. 150,7 do fehlt. 16 meren. 20 haut. 22 hatte. 23 kam- mem. 24 krade. 25 klopperte. 26 m. fehlt! 151,7 d. fr. fehlt l 22 vor leyden. 32 det Also en der konig geheissen het. 152,7 b. m. fehlt! 9 ergriffe. 13 nie] me! 17 a. fehlt. 21 Pauly! 25 wiser. 153,7 g.] dar. 8 Anm. a. fehlt! 9 Syne s. meyster dun. 12 frydden. 17 D. ery.! 22 die st. w. mome. 27 m.] wol! 29 wirt. 30 d. st.] Rome! 154,8 V. c. s. die v.! 9 fehlt. 11 dar jn. 12 nüwe. 17 Glis- sen da. 19 mochte. 20 alle. 22 syne. 155,9 dem. 17 D. er da! 29 b. fehlt! 156,1 glaubet. 2 beraubet. 3 eren. 14 vngetr. fehlt! 19 hortu. 157,4 allen] da! 17 sehest. 18 sporne. 19 w.] balde! 10 Zum. 26 Zum! 158,1 em. erden. 9 sprechendes. 11 das fehlt! 15 nie] hie. 17 nicht. 18 D. d. er itzunt. 19 vor war. 22 auch fehlt! 25 ir nach Das fehlt! 159, 9 Want ee! 12 dan. uwer. 22 hatte. 24 hatte. B Die Erlanger hs. aus dem Jahre 1476. cf. Keller, Altd. Ged. S. 241: Das ptich geschriben ist an samtag vor Pal Sonntag nach vnsers hem gepnrt Jesu Cristi tan- sent vier hundert Ixxvj jar. Beschrieben ist die hs. von Keller, Li roman des sept sages S. CVIII und von v. d. Hagen und Büsching, Grundr. S. 307. Sie scheint jetzt verschwun- den zu sein (cf. Keller, AM. Ged. S. 248 zu 15,6). Man wird sich also den erwähnten Abdruck Kellers genügen lassen müssen. H Die Hamburger hs. mit der Signatur Cod. chart. Fol. Scr. 91c (C. U. p. 33), die Keller zum Vergleich noch nicht herangezogen hat, beschrieben von Lappenberg in Aufses' u. Mone's Anzeiger für Kunde deutschen Mittel- alters 1834. S. 99. — daselbst ist auch Anfang und Schluss mitgeteilt — und von Chr. Petersen, Geschichte der Ham- burger Stadtbibliothek S. 248; ausserdem erwähnt von Lambel in seiner Ausgabe von Volmars Steinbuch. Heilbronn 1877. S. in. Da mir das dankenswerte Entgegenkommen der Verwaltung der Hamburger Stadtbibliothek die Be- nutzung auch dieser hs. auf hiesiger Universitätsbibliothek ermöglichte, bin ich in der Lage, sie etwas genauer zu be- schreiben. H ist ein Sammelband des verschiedensten Inhalts in Papier, Folio, von 214 Blättern, von Blatt 109a -^ 211a unser Gedicht enthaltend. Dasselbe ist mit abgesetzten Versen, auf jeder Seite nur eine Spalte, durchgängig von einer Hand geschrieben, nur 109 und 120 sind von einer zweiten, 141b Zeile 24 — 36 von einer dritten Hand. Bei neuen Abschnitten, die weit zahlreicher sind, als in B und £, sind je die ersten 4 Zeilen eingerückt, um für die Ini- tialen Raum zu gewinnen, welche in roter Tusche meist ausgeführt sind, oft aber auch fehlen und dann nur — aber auch nicht immer — durch einen kleinen Buchstaben in einer Ecke des freigelassenen Baumes iUr den Bubrikator angedeutet sind. Die Anfangsbuchstaben der Verse sind rot durchstrichen. Bl. 117b und 118a sind aus Versehen überschlagen und leer geblieben. Auf Bl. 207 b hat sich ein rudimentärer Best der unmittelbaren Vorlage erhalten; 8 nach y. 6 s Keller 332,36 stehen die Worte: Seqai- tnr figura mit filrer (Ues itlwerP), was meines Erach- tens auf eine an dieser Stelle in der Vorlage enthaltene Illustration, die Verbrennung des Buhlen der Königin dar- stellend, sehliessen lässt. Am Sehluss steht das Datum: anno etc. LIIII im mayen. Amen. Da die Schriftzüge un- trüglich auf das XV. Jahrhundert verweisen, so haben wir auch hier die genaue Datierung: 1454. Die Bemerkung Kellers, Dioclet. Einl. S* 38, dass sich auf der Wiesbadener Bibliothek ein Manuskript der sieben Meister befinde, beruht auf einem Irrtum. Eine lateinische hs., welche A. y. d. Linde, Die Handschriften der KOnigl. Landesbibliothek in Wiesbaden. S. 123 unter No. 55, be- ginnend: Ex gestis Romanorum etc., aufführt, mag dazu Veranlassung geboten haben. II. Handschriftenverhältnis. Für die dem Original am nächsten kommende und darum kritisch wertvollste hs. halte ich B. Diese Behauptung stutzt sich zunächst auf eine Reihe nur in B bewahrter Reime, welche, weil landschaftlich im Gebrauche beschränkt, von EH mannigfach abgeändert werden. I«;h zähle hierher zunächst diejenigen Stellen, in welchen sttn, gtn mit in, bin, hin u. s. w. reimend gebunden sind: 17,19. 25,11. 69,11. 89,25. 140,32. 144,9. 160,4. 179,23. 186,3. 199,31. 217,13.') B schreibt zwar einige Male sten, immer gen, und man könnte daher wohl auch an die andere Möglich- keit en, ben, hen: st€n, ggn denken. Aber da die Schrei- bung ben, hen, im Reim gar nicht, en nur wenige Male z. B. 186,3. 217,13, stin, styn dagegen weit in der Mehr- zahl vorkommt, wird man die Reime mit t wirklich als das Ursprüngliche ansehen müssen. Indireckt bestätigt dies £, welche 144,10. 179,24 zunächst den Reim durch Einführung von hin statt gtn zu bessern sucht und dann ^) Alle Gitate ohne weiteren Zusatz beziehen sich auf Keller, Altdentsche Gedichte. 9 gen entgegen den Anforderungen der Metrik an den Au* fang des folgenden Verses setzt, ein ander Mal 141,1 durch HinKufägung eines Wortes einen Beim mit dem folgenden Beimpaare herstellt, wodurch also dreifacher Reim entsteht, 140,32 aber reimlos wird. — Die Reime hören: fdren 51,20. 28. 65,2. 84,5. 104,8 u. ö. finden sich in £H stets um- gewandelt in hören: keren, was nur als hceren: keren ge- meint sein kann. Gegen den Umlaut in hören aber spre- chen entschieden ausser einem auch in EH belegten hören : fören 65,8 die zahlreichen Reimbindungen hören: rören,: ören u. a,, von denen bei Behandlung des Dialekts noch die Bede sein wird. — Auch ei aus ege : ei scheint nicht immer von EH verstanden worden zu sein; so engein: rein 48.25 B, wofür E engege einen, H engegein : rein liest, und 55.26 gemeine : engegene EH. Sonst Tcrhält sich allein E ablehnend gegen diesen Beim cf. 63,15. 86,11, während H ihn, abgesehen von Fällen vollkommener üebereinstim- mung mit B, durch die Schreibung engen 86,11 bestätigt Einmal 1 15,3 zeigt H engegen : cleyn. — Hierher zähle ich auch den Beim 36,26: Sine meister han in liht also gelart Daz er gegen dir also gebart B. £ sucht die ihrem Schreiber auffällige Beimbindung zu tilgen durch die jedenfalls noch auffälligere Änderung ge- lert : nit entet, H durch gelert : haut solch geberdt mit unge- wöhnlicher Apokope in geberde. — In gleicher Weise sind zwei Beimverbindungen von ä aus ege : ä allein in B er- halten geblieben: rän:geslän 88,30, wofür E regen : meyn .... gepflogen, H regen : uff mir gelegen ; und län : zu rydden an 159,15; daftlr EH legen : reden, was für diese conso- nantische Beimungenauigkeit neben einem nur von E 213,24 bewahrten schrtgen : rtden der einzige Beleg in unserm Ge- dicht wäre. Zu rän cf. unten S. 40. Elbenso konservativ wie in den Beimen bewährt sich B auch in dem Festhalten an Worten, welche dem Wortschatz des Dichters allein eigen, von EH, weil sie dieselben nicht verstanden, durch andere ersetzt wurden, doch so, dass 10 da8 originale Wort häufig Doch hindurch schimmert. So findet sich 21,26 ftlr herren : werren B in £ h. : swere, in H h. : sweren, weil werre swm. = Kammer, Betrübnis den Schreibern von E nnd H nicht geläufig gewesen sein mag. sweren aber ^r echt zu halten geht deshalb nicht an, weil herre in unserem Gedichte nur mit ferre, sterre 29,30. 30,11. 31,10. 32,1. 21. 129,9, nie aber bei gleich- zeitiger Yocalischer und consonantischer Ungenauigkeit gereimt wird. Ich sage »yocalischer Ungenauigkeitc, denn die angeführten Reime, wie auch geweren : herren 27,2, beweisen die Kürze von e in herre. — In 59,23 liegt das Verhältnis ganz klar: Der eher stalte groszen entbaden Vnd det den luden groszen schaden B. entbaden halte ich für verderbt aus unbaten, mit md. Be- wahrung der Media unbaden, ein Wort, welches nur bei Herbort von Fritzlar belegt ist (cf. Mhd. Wb. I. 93 a) und darum von EH wiederum gemeinsam in Untaten geändert wird. Auch 57, 26, wo das Wort im Versinnern noch einmal vorkommt, ist es in E widersinnig in Unglauben, in H zu ungehurlich gewandelt. — Auch -gezouwe 61,7 Mit sinem scharfen byzgezouwe: houwe scheint nicht verstanden worden zu sein. E liest verderbt gebiszen zu: hov, H setzt daitir: Mit sinem scharfen zenen do. Danach wird es in anderer Zusammensetzung auch 41,11 als schrtbgezouwe anzusetzen sein, wo B leider eine Lücke aufweist; H hat es aus dem Beim entfernt: Die keyserin gedaucht genow Einen schrib gezuw bracht sy dow. — und ebenso 131,16 und 133,22 als grabegezouwe. E zeigt das korrumpierte gaben gezuch, H weiter abweichend hyhel und hoven. — 98,9 hat das Wort besehen ß(=merken, inne werden) E zu der unverständlichen Änderung benug Anlass gegeben. H zeigt an der Stelle eine Lücke von 2 Versen. — 104,5 bot stauwen (= beschwichtigen, be- ruhigen) E Anstoss zu der nichts sagenden, aber formell stauwen bezeugenden Änderung schawen, während H liest: 11 Darumb so laussent uwer trowen. — 162,6 wird die in B bewahrte echte Lesart durch H bezeugt. B liest umb so kleyne bacht (bacht für md. pacht ohne Verschiebung zu ph); H »macht«, was keinen Sinn ergiebt, aber bacht in der Vorlage voraussetzt, E mit durchgreifender, aber nichts desto weniger ^unglücklicher Änderung .... bad Du enbleibest bey mir niemer tag. — 206,9 No muste jnne einer kammem sich Alexander vnd Ludwig hegen No waren in aller wemde nye zwene Glicher an allen dingen B war wohl wegen sich beg6n = das Leben führen unver- ständlich, darum in E 6 Bey ein ander sein die bede Vnd worent zwene mit sonst in diesem Gedicht nicht belegter Beimungenauig- keit H geht radicaler zu Werke, ohne aber in der Ände- rung glücklicher zu sein als E: 9 Der edel fürst erentrich Nun wärend in einer kamer Ludwig vnd auch Alexander Denn sie wärend gleich mit allen dingen. — Ohne damit die einschlägigen Belege erschöpft zu haben, glaube ich doch bereits zu dem Schlüsse berechtigt zu sein, dass B zuverlässiger ist, als die ältere hs.H und die nur um wenig jüngere E. Man wird ihr demnach auch in Fällen, wo im Versinneren ein landschaftlich be- schränkter Ausdruck begegnet, zu folgen haben, z. B. 121,13 gedewig = getwedig gegenüber tugenthaft EH; oder 163,29 ebbich B, od H, fehlt £. Was bisher von B im allgemeinen behauptet wurde, das gilt von einem grösseren Abschnitt des Gedichtes im besonderen. Allein ftlr sich würde dies Moment natürlich nicht genügen, den Vorrang von B vor EH zu beweisen. Nach den bisherigen Ausftlhrungen aber gliedert es sich in die Reihe der Beweisgründe bedeutungsvoll ein. 12 Die dritte Novelle der Königin, »gazac, hat der Dichter nämlich, von der sonst angewandten Form der gepaarten Reime aabb abweichend, in gekreuzten Reimen abab aus- gefahrt und ebenso die Abschnitte der Rahmenerzählung, welche der Novelle unmittelbar voranfgehen und folgen, also im ganzen den Abschnitt von der Entfernung des zweiten Meisters bis zur Ankunft des dritten 72,20-~81,16. Das Überraschende dieses plötzlichen Wechsels in der Form hat den Schreiber von H veranlasst, die Kreuzreime durchweg in gepaarte umzuwandeln, während E wohl einen Anlauf dazu nimmt, den Versuch aber bald als erfolglos wieder aufgiebt. So stehen sich denn gegenüber: B E H 72,20 Da die frauwe dez wart ge- Do die fraw des wart gewar Do die fraw des wart gewar war Daz der sone noch lebte Do wart sie aber trawrig gar Trurig was sy aber dar Tnirig wart sie aber dar Daz der suon noch lebte Daz der son noch lebt Er hertze jn leyde schwebte Ir hertze in leyde schwebte Ir hertze in leide swebt Sye lacht an sich grosz vn- Si leyt an sich grosz vn- Si legt an sich grosz vnge- gemach gemach mach Mit cleygelichem weinen Laut schrey sie alles ach Lut schrey sie aber ach vnd ach Lude schrey sie alles ach Mit klegelichem weinen Mit klegelichem weinen Trostes han ich keynen Trostes hab ich keinen Trostes hab ich nun klaine Ach daz ich ie wart gebom Ach daz ich wart geboren Ach daz ich wart gebom Vnd je myns vater dochter Alle trew han ich verloren *) Min truw hab ich nun ver- wart lom 73,1 Truwe han ich no virlam Vnd ye meynes vater thoch- Daz ich ye mins vaters ter wart tochter wart An mynen lieben herren An meinen herren das ist An mynem hertzen das lit zart. mir hart. mir hart. Unschwer lässt sich darin die Umstellung der Verse 21 - und 22, 25 und 26, 29 und 73,1 erkennen. Bis 80,12 stimmen nun BE in der Versfolge überein, während H, wie gesagt, die Herstellung von gepaarten Reimen durchführt, indem es zumeist in einer Gruppe von 4 Versen je den 2. und 3. umstellt. Die häufige Folge dieses Verfahrens war Störung der Satzkonstruktion, z. B. ^) Diesen y. hätte Keller als in 6 fehlend bezeichnen müssen. 18 77,2 Der vater zu dem sun sprach wie gross ist min vngemach Do er in dem kessel lag we daz ich gelebt den tag. — 22 Der san dem vater ab schlag Der vater daz gern vertrug Daz hobt vnd bait do nit lang. — 79,19 Do sprach der sun gar kundeclich Ir herren ich hon gehowen mich Vnd fant einen clugen sin vnd fand Des wainend min schwestem ds ich bin wund. — Manchmal sind durchgreifende Umgestaltungen des Textes nötig geworden: 73,3 Wem sol ich min liden clagen Der mirs im hertzen helflFe tragen Grossen über last mussz ich haben Von dinem sun dem bösen knaben. — Ausfall zweier Verse war die Folge 75,23—26 Sy nomen goldz vnd geltes vil Vnd geng bald dannen schir. — Dass auch dem Schlüsse dieses Abschnittes die Form des überschlagenden Keimes zukommt, leuchtet wiederum aus der Unterbrechung der Satzkonstruktion ein, wie sie EH 80,15 aafweisen: Sy sprach verstastu mich eben Vnd laustu dinen sun leben Ich wil dir betuten die rede min Vil grosser wirt die schände din H.^) Anderseits kann aber nicht geleugnet werden^ dass B in mancher Hinsicht von Mängeln durchaus nicht frei ist. Von offenbaren Versehen des Schreibers finden sich nur wenige. Die einzige grössere Lücke ist 219,21 — 26, wo der Schreiber von strit 20 auf strit 26 abgeirrt ist.. Denn *) Der V. Ich wil . . . ist in B von Keller übersehen, er steht nach dem v. Sy sprach ... 14 die grossen Lücken von B 26,17—27, 31 und 39, 25—41,29, also das erste Mal 44, das zweite Mal 72 Verse, stellen sich dar als fehlende Blätter der Vorlage unserer Berliner hs., von denen eine Seite des ersten grösstenteils von einer Abbildung wird eingenommen gewesen sein. Hie und da sind einzelne Verse ausgefallen: 65,31. 169,4. 170,18. 36. 178,26. Hier sollte der Mangel durch den Zusatz in 25 »an dich« beseitigt werden, es ist jedoch durch dies Ver- fahren ein dreifacher Reim entstanden. — 78,9 und 154,8 sind zwei Verse in einen zusammen gezogen, wodurch einmal der Reim zu 11 »stuntc, das andere Mal, da »glastec zu 7 »gesaste« gereimt wurde, der zu 6 »trat« verloren ging. Mehrere Male sucht der Schreiber etwas aus eignen Mitteln hinzuzuthun. Solche Stellen verraten sich jedoch von selbst als Zusätze entweder wie 138,1 — 4 durch den überschlagenden Reim und durch Unterbrechung der Kon- struktion, oder wenn es einzelne Verse sind, durch drei- fachen Reim: 142,10. 172 zwischen 30 und 31: Sie sprach du hyn daz san ich dir, 215 zwischen 35 und 36: Als mir Gnydo hait gesait, oder endlich durch den Mangel eines entsprechenden Reimverses wie 137,5, — Andere «teilen sich als Wiederholungen heraus: 181,30 flF. (Ich klammere, was ich für Zusatz halte, ein.) Zum keyser habt ir virstanden [mich . Da sprach der keyser frauwe ja ich Vnd habt er es gemirket] das Da sprach er nie ding bas. — 178,31 Dem mynen so gar gliche [Daz sahent er doch eygentlich] cf. v. 29. Da sprach der konig sicherlich Ich han gesundet wider dich Mir verzihe daz dogentlich Daz biten ich von hertzen dich, die beiden letzten Verse erweitert aus dem einen: Verzieh «s mir des bitt ich dich H. — 234,28. 29 sind unmittelbar darauf noch einmal wörtlich wiederholt. — 15 166 nach 20 bildet der unreine Eeim das Kriterium der Interpolation: Sie Seite im auch groszen dank Do ging er von ir da zu haut; — ebenso 195,1. B wollte hier den Keim mere: her bessern, der Versuch aber zog eine weitergehende Änderung nach sich : Die selben guden mere die was er swere Wan sie rucket sich her vnd hin Wan sie ging nit gern dahin Vnd must doch kommen vfif der stait Nach des keysers gebot. Wenn man auch den Reim stat: gebot passieren lassen könnte, da sich Beimbindungen zwischen a : o mehrfach belegen lassen, so spricht doch der überladene Vers: Die selben .... und der rührende Reim hin : hin daför^ dass hier B verderbt ist. Die Verderbnisse in B beschränken sich auf die angeführten Fälle. Ein anderer Mangel der hs. aber zieht sich durch das ganze Gedicht hindurch, d. i. die Unsitte, durch Flickwörter und Synonyme oder auf andere Weise den Vers so zu tiberladen, dass selbst bei dem Zugeständnis aller Freiheiten des Versbaues: mehrsilbiger Auftakt, Verschleifung auf der Hebung, zwei- silbige Senkung, doch manchmal fünf und mehr Hebungen herauskommen. Zur Erläuterung nur wenig Beispiele, wiederum mit Einklammerung der Zusätze: 16,13 Im hymmel [vnd vf erden] gerumet. 22 Maria [reyne] susze keyserin. 24 No zeuge maget [reyne] dyn hylfife mir. 19,23 Damach [die alten] herr David vnd Sampson. 22,17 Do geschach dem keyser [grosz laid vnd] vngemach. 26,15 Daz er [wol gelert vnd] kunsterich was. 33,7 Daz em smachheit [vnd schände] solte geschehen. 56,10 Wie han ich myn kint [so jemerlich] verlorn. 64.25 Dem widerfur grosz [smachheit vnd] vngemach. 78.26 Sin gesind suUnd er fahen [vnd lat keyns wencken]. 170,12 Bis [so lange als] er die konigyn [gewönne ader] fände. 16 177,29 [Vnd blybet] by vn» ist [anders] vwer geftlgk. 189,34 [Ynd raden] daz dir dyn lip vnd auch din gut 193,1 Dich [verflachen vnd] sehenden solden alle wibe. 195,7 Da hiesse [des keysers sone] der weideliche jangeling. a. V. a. Man sieht, dass das, was Zasatz ist, sich anschwer erkennen lässt. Das Übel ist so gross also nicht, dass es dem in einer Reihe gewichtiger Umstände begründeten höheren kritischen Werte der hs. B wesentlichen Eintrag thun könnte. Aber immerhin werden deshalb die beiden andern hss. neben B einen gewissen selbständigen Wert beansprnchen müssen. In wie weit dabei die eine oder die andere von ihnen an erster Stelle in Betracht kommt, soll die folgende Ausflihrung .lehren. Aaf Grand einer Reihe offenbarer Fehler, deren gemein- sames Vorkommen in beiden hss. nur darch die Annahme einer gemeinsamen von der Vorlage der hs. B verschiedenen Vorlage ihre Erklärung finden, halte ich EH fllr verwandt. Zunächst sind einige gemeinsame Auslassungen von Worten und Versen zu verzeichnen: 44,23 Der bracht alle jar jerlich Frucht die was gesuntlich EH. »Der« in 23 kann so nur auf »garten« in 21 bezogen werden. Es soll aber doch von der Frucht eines ganz besonderen Baumes berichtet werden, auf den v. 45,6 by dem alten deutlich zurückweist. Man vermisst also in EH die Erwähnung des Baumes, die in 6 richtig enthalten ist: Da jn stunt eyn bäum brachte alle jar jerlich. Freilich kann dieser monströse Vers unmöglich dem Original angehören, sondern es las etwa: 22 Der gab im dicke hohen muot: Ein boum brächt aller järe geltch, wobei also das jerlich fUr gelich schon in der allen 3 hss. gemeinsamen Grundlage gestanden haben müsste, während 17 Da jn stunt leicht von dem Schreiber B 2saget»6tzt worden sein kann. 744 fehlt in EH am Ende »daz«. Dass Mer kein Zufall obwaltet, sondern der Fehler in der gemeinsamen Vorlage — ich will sie Y nennen — schon Torhanden gewesen sein muss, geht daraus hervor, dass der Schreiber von H die Seimlosigkeit des Verses merkt und sie durch Einftlhrung eines neuen Verses zn beseitigen sucht: Vemim das aber nach miner gir; und da durch das Schwinden von »dazc aux^h 3 reimlos geworden ist, wendet er das Mittel noch einmal an: Als vns die gesehrifft saget daz. Ganze Verse fehlen 102,7. 8, 157,23—30 und nach 196,20 eine Gruppe von 16 Versen (nur in E fehlt der Keimvers zu 20, welcher in H lautet: Vnd ich alles strebt wider). Freilich könnte man versucht sein, alle diese Stellen für Zusätze von B zu halten, da eine Unterbrechung der Erzählung durch ihr Fehlen nicht herbeigeflihrt wird, und ohne die Überlieferung in B sie niemand vermissen würde. Aber wenn man die besondere Vorliebe des Dichters fttr die Wiederholung eines eben ausgesprochenen Gedankens erwägt, wenn man femer die grosse Übereinstimmung in den Schilderungen gleicher und ähnlicher Situationen be- achtet,*) dann wird man wenigstens die grosse Wahrschein- lichkeit von Lücken in EH zugeben müssen. Und diese Wahrscheinlichkeit wird zur Gewissheit erhoben in 157,23-30, wo das »gezam« am Ende von 20 und 30 den äussern Grund dieser Lücke klar erkennen lässt. Gegen die Annahme einer bloss von Schreiber B beliebten Erweiterung auf Grund der Erinnerung an eine ähnliche Schilderung 49,5 fif. würde ausser dem weiten Auseinanderliegen beider Stellen auch die trotz der grossen Übereinstimmung dennoch be- merkbare Abweichung in Einzelheiten geltend zu machen sein. Die Echtheit der Plusverse in B nach 196,20 wird durch folgende Erwägung zweifellos. 1) Vergl. unter Stil S. 52 und 53. 18 Die Verse lauten: Darnach sie eyn virlassenheit eygete Er brüste sie mir zeygete Da ich sweig da gedachte sie genauwe Ynd sucht bappier vnd ein schribgezaüwe Dar jnne schreip ich mynen müt Also. Der keyser myn lieber vatter gtlt Hait eynen baümgarten Der sal vflf yen alleyn warten Wo ich em no den zu breche Got selber es an mir reche Da sie no diesen briff gelas Wye myn synne vnd wille was Gar balde sie den briff zu reisz Vnd mit eren zenen darjnne beisz Vnd zu reisz er gewant schone Vnd zu warff ere gülden crone, also in vielen Stücken wörtliche Anlehnung an 40,36 — 41, 31. Nun steht aber in der historia Septem sapientum Rome, welche zweifelsohne die Quelle unseres Dichters gewesen ist (vergl. S. 50), ebenfalls an dieser Stelle eine ge- kürzte Wiederholung des Vorganges von 40,36 ff.: Sed ipsa in quantum me extorquere potuit tunc pugillarem mihi pro- rexit, ut sibi saltem scriberem. cui cum scripsissem me huius facinus et peccati nolui (sie!) perpetrare nee pome- rium patris mei defedare, se ipsam dilaceravit et clamavit et mihi crimen imposuit. Mithin muss die Ueberlieferung in B flir echt gelten. Nicht als so ganz über jeden Zweifel erhaben möchte ich einige Fälle hinstellen, in denen alle 3 Becensionen auseinandergehen, wo also entweder B das Richtige bietet, und eine Lücke in Y von E und H selbständig ergänzt wird, oder wo die Lücke schon in der Y zu Grunde liegenden TJrhandschrift X vorhanden war, die Lesart B also ebenfalls Ergänzung ist. Da nun B, welches als zuver- lässiger schon nachgewiesen ist, an diesen Stellen keinen Anlass zu Bedenken giebt, so werden wir darin wohl neue 19 Belege für Lücken in Y, welche in E H noch bemerkbar sind, erblicken dürfen: 38,28 liest B gang mit mir In min kammern da wil ich zeigen dir Vnd was ich gutz dar jnne han Wyl ich dich alles sehen lan. Streicht man 29 »Ine, welches durch das vorausgehende »gang mit mir« veranlasst sein kann, und »da«, so hat man einen ganz tadellosen Text, In Y fehlte m. E. der Vers: Vnd was . . . . , welchen E 30 »Daz« als notwendig voraussetzt, da es sonst auf das fem. kammer bezogen werden mtisste. E H setzen die Lücke nach 30 und er- gänzen jede selbständig: Die kemenaten do wart vff geton H, Min lieber Dyacletian E. 107,19 überliefert H: Vnd solt darusz machen ein füre ohne entsprechenden Reimvers, und so las wohl auch Y. Schreiber von E merkte ausnahmsweise einmal den Mangel und suchte ihm, freilich an unrechter Stelle, abzuhelfen, indem er einen der folgenden Verse auf 19 reimen liess: Setze in dazu daz ist gehiur, wobei ausserdem noch der Vers: Daz da besunder grosz sy verloren ging. Dass B 19 das Richtige überliefert, beweist unter Berücksichtigung der Stileigenheit des Verfassers 108,26 Sie achtes nit wart es er wol sur. 213,29 ff. Doch sage ich dir Ludwig furwar Minen stant on allen zwifel gar (Min stat BE) Es sint me denn vier jar Das sage ich dir offenbar (fehlt BE) Das gnydo ... H Nach 30 fehlte in Y der Vers: Die besitzet eyn ander vffenbar, den B bewahrt hat. Während nun E gedankenlos wie immer den mangelhaften Text unverändert überliefert, ändert H, um wenigstens einigen Sinn hineinzubringen, »Min stat« zu »Minen stant« mit grammatischer Beziehung auf sage 20 ich, die an dem reknlosen »jaar« kenntliche Lücke aber sucht sie durch den Flickvers: Das sage ...» an falscher SteUe auszuftlllen. Geringe Beweiskraft besitzt 190,14: so wU auch ich Nynuner keyn lieber gehan Dan dich daz sprechen ich aae wan B. Der letzte v. fehlte m. E. in Y. H beseitigt die Lücke durch »Die wil ir das leben hanc, E durch die plumpe Wiederholung von v. 11. Da nun aber der von H über- lieferte V.: Die wiK . . 238,4 und zwar in allen hss. wieder- kehrt, so ist es nicht unmöglich, dass die Lesart H hier die echte ist, und dass BE wegen der aufßllligen Form ir hän eine Änderung haben eintreten lassen. Den letzten Zweifel an der Herleitung von E und H aus einer gemeinsamen Quelle müssen eine grössere Anzahl von Stellen benehmen, die übereinstimmend auffallende Textesänderungen aufweisen. Es sind dies folgende: 23,6 Darum saltu geben zu vor: zwar EH, zu lare: zwar B. Abgesehen von der Beimungenauigkeit vor: zwar, welche dem Dichter sonst nicht unbekannt ist, giebt die Lesart E H keinen irgendwie befriedigenden Sinn; man vermisst un- bedingt die nähere Bestimmung zu geben. 39,21 Vnd fürt inn do herwert (by er bette B) Wan sie do gern gesehen hett EH. Hier ist in erster Linie der unreine Beim, überschüssiges r vor t^ anstössig. H zeigt ihn nur hier gemeinsam mit E, während er, wo er sonst in E vorkommt, leicht als eine willkürliche Änderung zu erkennen ist. Dann aber bestätigt auch die Quelle die Ursprünglichkeit der Lesart B: et puerum ad lectum juxta se collocavit. Schon bei Besprechung des kritischen Wortes von B habe ich auf die Reime engein: fein,: gemein u. s. w., und die häufigen hören: fören aufinerksam gemacht^ (s. S. 9) welche in EH durch die Änderung engegen, engegein und ^hören: k^ren gemeinsame Abweichungen 21 Ton Att nrgprüngtichen Lesait dafbieften. Hierher wäre «denn aach ifter an derselben Stdtle erwähnte Reim legen: reden 159,15 EH zu zählen. '59,15 ist wichtig wegen des unsinnigen: Vnd aachgryn es was H in Bezug auf das eberswtn. E liest gar: Vnd grünender den ein laub es was. Der Fehler ist nur durch ein aus grim yerderbtes grüene in T zu erklären, cf. 6: Ynd grysz grymmeger dan daz was. 153,8 Vnd gelabten in auch als dyn sun (glaubetent. suon E) äjnen sieben meistern ttln H (meisterenhatgetuonE) ist unverständlich, und auch wenn man mit E hat getuon liest^ so bleibt noch der Widerspruch mit der Quelle : sicut eciam magistri filio tuo promiserunt; und dazu cf. B: Vnd gelabtes in also auch djnem sun Sjne sieben meister dun. 167,28 wol: also E H halte ich gegenüber B nu: also fUr eine Verderbnis, da fiir eine solche konsonantische Beim- ungenauheit, überschüssiges 1 ka Auslaut, dies der einzige Beleg wäre. 173,18 Bis das der konig zwar EH gegen B: Mit der konygyn zwar. Bis EH vielleicht durch ein schon von T missverstandenes md. bit = mit veranlasst 175,13 sich E, sicher H gegenüber dem allein richtigen schier B. 183,25 Ob er nit mom one zylH (Das er morgen o. z. E, ee nones zyel B). Man erwartet hier unbedingt eine nähere Bestimmung der Zeit des folgenden Tages, wie sie B aufweist (Quelle allerdings: circa hora terciarum), auch ist one zil = ohne Ende, unaufhörlich hier nicht recht sinngemäss. — 207,2 und 208,36 haben EH überein- stimmend fö,lschlich kunste statt koste B: gelüste, wüste. Der lEBreine Beim lässt die Verderbnis deutlich geni^ er- kennen. — 219,25 So versom ich die %it H; vor »die ÜU ist »den strytc durchstrichen. Das fehlerhafte »dra strytc muss, da es auch E aufweist, schon in T enthalten ge- wesen sein. 22 Gegenüber einer solchen Fttlle von Beweismaterial kann ein in BH übereinstimmend fehlendes Reimpaar 127,3. 4, was anf eine Verwandtschaft dieser beiden hss. hindeuten könnte, nicht in Betracht kommen, da hier ein Zufall sehr wohl obwalten kann, und es ausserdem möglich, ja sogar wahrscheinlich ist, dass die Plusverse in E eine Interpolation dieser hs. bedeuten, da v. 5. »Vnder den was« nur E liest. (B : Der selben bilde, H : Der b. . .) Eine Lücke in der Er- zählung ist also ohne die Verse 3. 4 gar nicht vorhanden. Ebenso wenig lassen sich die zahlreichen Plusverse in B H gegenüber E wie 21,8. 9. 24,17—20. 47,27. 28. 83,8. 9. 110,31.32. 120,2.3. 125,15.16. 183, wo sich statt v. 6. E 5 Verse finden: Der meister da begunde D. sibend m. b. . Haben mit em eyn myt lyden Hon Vnd wart snelle zum keyser Er wart gar schnell zu dem ryden k. r. Da er an neben begunde Vnd do er im nahen b. Vflf syne knye fyl er zcü stunde B. H. als einen Beweis flir die Zusammengehörigkeit von BH ins Feld flihren. Denn fllr den Stil unseres Dichters sind Variationen des Ausdrucks geradezu typisch, besagte Stellen müssen also viel eher als Lücken der notorisch nachlässi- gen hs. E gelten. Demnach würden sich also die Be- ziehungen der drei hss. zu einander durch folgende Dar- stellung veranschaulichen lassen: X in welcher X die allen dreien gemeinsame ürvorlage, Y die Stammhs. von E und H bezeichnet. H steht im allgemeinen der hs. B ziemlich nahe, ein Beweis, dass B oder seine Vorlage und Y noch keine all- zugrossen Unterschiede aufzuweisen hatten. Sie werden 23 sich im wesentlichen auf die Lücken, Zusätze, Beim- ändernngen und Verderbtheiten beschränkt haben, auf denen sich der Beweis der Verwandtschaft zwischen EH aufbaut. Wo also einmal B im Stich lässt — und auf solche Stellen habe ich bereits hingewiesen — ausserdem immer, wenn in B metrische Schwierigkeiten vorliegen, kommt H an er- ster Stelle in Betracht. H ist im ganzen mit ziemlicher Sorgfalt geschrieben. Grössere Lücken finden sich gar nicht. Die Anzahl fehlender Verse und Verspaare ist aber immerhin beträchtlich genug. Ich merke als fehlend an: 30,9. 10. 45,13. 58,18. 65,10. 70,15. 16. 72,10. 11. 75,24. 25. 86,1. 2. 95,13—15. 98,8. 9. 100,9. 104,16. 17. 119,21. 22. 121,6. 7. 122,20—22. 24. 123,18. 19. 124.32. 33. 160,30. 168,5. 6. 178,29—31. 188,30. 31. 192.33. 34. 205,30—32. 215,13. 16. 219,23. 229,8. 11. 232,4—6. 26. 27. 233,8. 9. 238,28. 30. 239,14. 15. 240, 4. 5. 21. Dem gegenüber stehen eine Eeihe von Interpolationen. Einmal 16 nach 22 sind die Verse 17,9. 10 hineingeraten. Die Zusätze bestehen zumeist nur aus einem Verspaar, einen vorausgehenden oder folgenden Gedanken variierend oder erweiternd beispielsweise 206 nach 1: Das er on allen has Tett was allen lieb vnd dienst was. 81,1 ist zu drei Versen erweitert: Ir hertz vnd ir gedenken Was alles daruff gestalt Das der edel knab nit wurd alt. Der Einwurf, es könnte diese Stelle eine gemeinsame Lücke in BE bedeuten, ist nicht haltbar, da durch die beiden Plusverse in H die hier durchgeführte Reimkreuzung durchbrochen wird. Einzelne zugesetzte Verse sind als solche wie in B an dem dreifachen Reim klar zu erkennen, so 27 nach 21: Vnd das sie was so waidenlich 24 81,10 Der kaabe n 4em drittes maul nBgefiirt wart Sis TJiiter irae m yil 2a hart Des doch von im menglieh Jonen wart 136 msüA 12 Was sk demi also anviengen. Einzdbe solcher Zusätze haben dann wdter gehende Änderangen, ja aveh Zerrttttnngen zur Folge gehabt: IBO^. 10 ist die d»ch die Qaelle (imperatore ad lectnm »tendente) gestützte Lesart B: Dem keyser was zu siner frawen jaeh Die dry ritter gingen em nach zn 4 Versen erweitert: Der keyser zu siner frawe sprach Die dry ritter die mir gand nach Die BoUent unser diener sin Daz sie imer selig müssen sin. 135,13 ff. Daz der torn sol vest ston Vnd keinen schaden davon hon Aber vorab sol daz geschehen Des nachtes daz das niht sehen Daz Volk daz es vns wurd genummen Der keyser sprach mit frumen Ich wil bis mom zu uch kumen. wodurch einmal die auffallende syntaktische Verbindung: daz das niht sehen daz volk, das andere Mal dreifacher Beim entstanden ist. 23], 26 Vnd sag dir war vmb daz geschieht Daz merke eben vnd gericht Vnd wa tot lege er So mocht er nyme wider Vnd wer der lieb Alexander Als vnser frund gelegen nider Vnd vnsere kint von totz Sachen. Der zweite der citierten Verse, offenbar ein Plickvers, ist hier eingereiht, weil Schreiber von H an dem Beim ge- schehe : gelege Anstoss nahm. Das Folgende ist nicht ver- «tändlieh, ausserdem findet der Beim Alexander : nider 25 nirgends in Gedicht seiiiefigleicheii. — Sumeatslelliagen wie hier oder 17,19: Di^ d^ geschriffl; vsd verstood Tnd cdn finden och nicht hänfig. — Manche Ända-ongen werden sich auf Les^ehler zurttckAlhren lassen^ so 232,8: Da standen arm vnd rieh daby statt die »aannenc — 239,24 den griff end an f)ir »riffeganc — 240,29. 30 Daz sie wernd gewesen in aller not Sie wernd fiir inn gangen in den tot anstelle von: Daz sie betten zn aller not Vor in gegangen in den tot Wncbeningea innerhalb des Verses, hat auch H auf- zuweisen. Hierfllr nur wenig Belege: 15,23 Orandlosz ist din [hailig] barmfaereieait. 24 Din [wirdiger] add der hat hohen floch. 2053 Bis [das] er den [rieben] keyser tyto vant. 210,3 An iudwig[s stat] vnd kaufift ein [ander] ding. 222,4. 5 Vnd sprach lieber Ludwig [min] Hut hanstu beschirmet dich [vnd die tochter min]. 229,14 Hett ich [noch] funff [kint] zu den die ich hon. Sie treiben aber bei weitem nicht so üppig, als in B, und so wird H nicht selten anzugeben haben, wie weit man die wild^i Ranken in B zu beschneiden hat Wegen der häufigen Mängel in H kann man jedoch ihrer jüngeren Schwesterhs. E nicht völlig entraten, wenn anch ihr Wert weit geringer anzuschlagen ist, als der von H. An eine direkte Ableitung von E ans H ist natttrlich nicht tn d^ken. Dagegen sprech^i allein schon mit aller Bestimmtheit die zahlreichen selbständigen Lftcken von H (s. S. 23). — E hat mit seiner Voriage noch mancherlei selbständige Änderungen vorgenommen, teils wegen des Reimes, welcher dem Schreiber unrein vorkam: 15,24. 25. 17,5.6. 23,7.8. 30,3a 64,9.14.16. 69,11.12. 92,26. 97,10. 115A 4. 129,11. 12. 131,20. 21. 138,17 u. a., teils wegen eines ungewöhnlichen Ausdruckes, wie 54,6. 7. 111,13. 114,21, teils, imd das sehr oft, ohne einen ersicht- lichen Grand. 26 Scbon diese Umstände könnten genügen, um den Wert Yon E recht gering erscheinen zu lassen. Dazu kommt nun noch, dass E mit einer geradezu unglaublichen Flüch- tigkeit geschrieben ist. Ich zähle nicht weniger als 52 fehlende Einzelverse, die teils ganz übersehen, teils dadurch geschwunden sind, dass der Schreiber aus der Mitte des einen zu demselben Worte im folgenden absprang. 16 Vers- paare sind offenkundig derselben Nachlässigkeit zum Opfer gefallen. Einige Male fehlen grössere Gruppen von Versen: 34,12—15. 35,28—36,1. 59,31-60,4. 136,3-23. Zusätze hingegen finden sich nur wenige: 99,28. 30. 207,5. 7. 225,34.35. Von sonstigen Verderbnissen, die auf Rechnung des Schreibers zu setzen sind, seien einige der ärgsten hier genannt: 20,1 Richer flir Sicher, 45,8 von statt fant, 48,4 gahes für gehas, 13 Vnd für Von, 88,10 für anstatt fruo, 94,9 iren statt irteschen, 142,27 höh ollet vermutlich flir geholet, 160,5 edechte für edelste, 192,5 sint statt sntde, 198,24 sunder flir wunder, für Poncianus immer Principia- nus, für Titus Siccus; 213,32 ginte statt Guido war Keller so unverständlich, dass er danach eine Lücke andeutete. Eine Anzahl sinnentstellender Umstellungen von Versen sind weitere Zeugnisse für die Sorglosigkeit des Schreibers, welche wohl am besten charakterisiert wird durch das Ein- schiebsel 201,13; halb noch mit dem Vorausgehenden : Dem wolte ich gar on argen wan, halb schon mit dem Folgen* den beschäftigt, fördert er das Zwittergeschöpf »Mein wolte ich gar« zu Tage. Sonstige Zerrüttungen finden sich 60,25 ff. 141,1 ff. 166,24. 25. 200,5 ff. 220,8. 9. 232, 27 u. a. Wenn ich nun das Resultat der bisher geführten Unter- suchung zusammenfasse, so darf wohl Folgendes für fest* stehend erachtet werden: Einer kritischen Ausgabe des Gedichtes: von den .sieben Meistern zu Grunde zu legen ist B. Von den beiden andern aus einer gemeinsamen Vor- jage geflossenen hss. ist da, wo B Lücken oder offenbare Verderbnisse oder metrische Schwierigkeiten aufweist, in erster Linie H, wo auch diese im Stich lässt — und dies 27 wird bänfig in Bezug auf die Ansprüche der Metrik der Fall sein — E zu Bäte zu ziehen. Es erübrigt nur noch etwas über die gemeinsame Grund- lage aller 3 Texte X hinzuzuftlgen. Bei Besprechung der Stelle 44,23 (S. 16) habe ich bereits darauf hingewiesen, dass hier vermutlich schon in X eine Entstellung enthalten war. Weitere zwei Stellen legen die Annahme einer Ver- derbnis in X ebenfalls nahe: 165,31 lautet in BH: Do er slaffen wolde; für »slaflFen« liest E »slossen« und dies weist auf ein schon in X nicht mehr erkennbares »ez läzen« = mingere. Man vergleiche dazu die Quelle: ad faciendum opus nature und Dioclet. v. 5600 Vnd wolt ettwaz sines gemaches tuon. — Anstatt 185,10 scheint in X eine Lücke gewesen zu sein, welche von jeder hs. selbständig ergänzt wird: in B vor 9 Dez namen sie alle gaum: nam, in E und H nach 9: Do arm und rieh das vemam E. Grosze liebe in dazu zwang H. Ganz deutlich liegt die Verderbnis als schon X ange- hörig zu Tage 76,16. 17 und 209,11. Die erstgenannten beiden Verse sind in allen 3 hss. reimlos überliefert. E hat die Lücke gefühlt und sie durch den unreinen Reim be- decte : klebte zu beseitigen gesucht, ohne dabei zu beachten, dass dadurch der Beim auf 21 »enginge« verloren ging» Aber auch wenn die Reime in Ordnung wären, würde man immer noch eine der Quelle: yas plenem pice cum bitumine mixtum entsprechende Angabe vermissen, denn es wäre sonst schwer zu begreifen, wie der Vater in einem leeren Kessel so festgehalten werden konnte, »Daz er uit künde wencken« 31. — 209,11 ist in allen hss. eine wörtliche Wiederholung des Verses 7 nnd passt hierher nicht, weil dag Folgende nur die Antwort Alexanders auf die Frage Flora- tinens in Vers 8—10 sein kann. In richtiger Erkenntnis dessen, jedoch im Widerspruch mit den Anforderungen des Metrums hat B dem folgenden Verse vorausgeschickt: 28 iüexander sprach. — Da mitliiii X als eine dnrehatis nicht fehlerfreie Recension naehgewiesen ist, so kann anch sie nur eine Abschrift, nicht das Original unserer Dichtung gewesen sein. III. Dialekt. Bei der Bestimmung des Dialekts des Gedichtes von den sieben weisen Meistern beschränke ich mich auf die Darstellung der Lautverhältnisse in den Reimen. Denn bei der grossen Sorglosigkeit und den zahlreichen Willktlrlich- keiten der Schreiber haben die Reime, dem Belieben der- selben weniger ausgesetzt , als das Yersinnere, allein Be- weiskraft. 1. Tocale. Bertlhrung von a- und o-Lauten. a ist der gemeindeutschen Senkung zu o abgeneigt (cf. Weinhold, Mhd. Gram. §30): salt:gewalt 22,7.^) :alt 44,8. sal : sal = aula 36,24. salt : mannigfalt 74,22. van : dan 209,34. : kan 210,22. : an 223,34. Unsicher sind die Reime sol : wol 142,8. 146,11. 160,19. 161,6. 194,7. 228,18. — Auch mit ä werden derartige a gereimt: begän:van 149,30. ergän:yan 173,9. zemäl:sal 184^« daryan:erlän 192,5. getan: van 232,6. hän:yan 233,33. Es findet sich aber auch der Gebrauch von o-Fonnen: von:16n 143,21. 165,13. Erhöhung von o>a (Whd. 67) ist anzunehmen in den Reimen tac : ane virzac 34,4 BH. laben : gäben 105,1. 128,23. getragen : gelagen 117,3 B. gemach : dach (adv.) 188,13 BH. virschalden : walden 238,22. Berührung von a- und e-Lauten. Wandel von S > fi (Whd. 101) zeigt sich vor einfaehea r in zwäre:}are 23,5. gar:k&r 166,16; daneben ist % bewahrt: töre:ich kere 16,25. :gre 17,28. 25,19. 125,11; ^) Die Orthographie hier und in allen folgenden Gitaten ist die, welche eine kritische Ausgabe anzuwenden hätte. Die hss. beaeichne ich nur dann, wenn die Zugehörigkeit der Lesart aus dem Kellerschen Drucke nicht ersichtlich ist. 29 — vor gedecktem r im praet und part. praet d«r Verben lerea nnd kSren: gelärt : gebart 36^6 B. gebarte : karte 41 fi fi. — @ ist erbalten in ernerte : kgrte 203,1. enteret gekgrel 216,27» — Unsicher ist es, ob 6 oder ä gemeint sei, in gelgrt : verkgrt 49»29. 82,31. 103,9. karte :lärte 126.27. — Häufig scheint Kürzung des ä eingetreten zu sein: wartigekart 135,30. 141,4 H. 223,36. 240,27. gelart: wart 140,26. gekart: bewart 196,33. fart : gelart 238,28 B. — Die md. Umlautform 6 ftir ae (Whd. 93) ist durch folgende Stellen belegt: were:88re 141,22. 151,24. 189,6 222,14. 227,22. gre : drogengre 136,6; mit e gereimt in stSde : vorrede 61,30 B. dede:stede 67,15 B. w&re:mere 105,23. mgre:gere 134,23. emeren:mgren 141,28. enbere: enwgre 190,32. m&re:her 194,34 EH. begert : unerfört 201.28. :erfigrt 215,29. zeren:wgren 234,2; mit Kttrzung: brechte : lechte 140,11 H. knechten : brechten 182,20 BH. Berührung von e- und i-Lauten. € anstelle von gemein mhd.. i im sing, einiger ablautender Verba weisen folgende Reime auf: sterben: ich verderben 74,14. ich gesehen : geschehen 95,16. 96,10. ich sehen: geschehen 164,27. 165,19. ich jehen:sie sehen 182,6» In dem sw. v. bringen ist e mit zwei Ausnahmen: dingen: bringen 141,24. 209,14 (B auch hier beidemal brengen) durchaus Regel: brenge:lenge 17,5 BH. brengen: ver- engen 30,29 BH. : verbeugen 80,23. 119,9. 120,24. 162,27. 225,3. 11. — Endlich gehören hierher die Reime mir:gre = mer : gr 42,3 BH. gerichte : gesiechte =- gesuchte 205,13. verbrinnen : keiserinnen 195,27 H (vorborn : keyserin B ver- buraen : keyszerinne E). Berührung von o- und u-Lauten. Bei dem Schwanken aller 3 hss. zwischen o und u ist eine Sicherheit darüber, ob die Erhöhung von u > a (Whd. 63) oder die gleichfalls md. Senkung von o > u vorliegt, nicht immer zu erzielen, verschult : gedult 49,1 BH \ daneben verscholt : holt 20,26. 70,9. 81,29. 103,29. glocken : 30 bocken 70,29 B, aber rucken : bücken 141,23 BH. un- gedolt : golt 76,8 H. sie gozzen : verdrozzen 87,27. wolden : entgolden 127,25. gedoltiwolt 138,12. holde : wolde 189,10. 200,3. 225,2. : solde 192,11. 194,22. fort : gebort 203,15. — vernummen : stummen 38,8. kummen (part. praet.) : stummen 49,31. 50,23. 63,33. 82,34. 103,11. 21; B schreibt in diesen letzten Fällen überall o. Zu ö reimend erscheint das aus u erhöhte o in son: krön 23,7 BH. 29,2. 62,19. 140,20. : schön 21,2 BH. 38,2 BH. 52,13. :lÖn 80,24 B. u im Widerstände gegen den od. Umlaut und gleich- zeitig zu erhöht zeigt vor: gebor 107,3 B. — mit ö im Reim gebunden, also gedehnt; gefört : gesport 63,7. geboren : hören 103,25. 125,15. rören : sporen 100,8 B. sporen : hören 71,2 BH. 215,11. ü > ö in wo : nö 70,11 BH. nö : also 167,28 B. Der letzte Fall scheint mir gegen die in Ost- Deutschland (cf. Weinh. ÜO) übliche Senkung von ö (urspr. ä) zu ü, an die sonst bei wö:nö noch zu denken wäre, zu sprechen. Die md. Abneigung gegen den Umlaut oe (Whd. 116) beweisen zuverlässig nur die Reime ören: hören 191,21 und mit ungleicher Quantität voribedör 19,29 BE. :hör 23,17 BH; cf. auch geboren : hören 103,25. 125,15. sporen: hören 71,2 BH. 215,11. Von den Diphthongen wird ie nach md. Art in doppelter Weise ersetzt, bezw. monophthongiert: durch t und ö (Whd. 134. 135). i erscheint dabei vor ng als Kürze: ding: erging 33,4. 141,30, 210,2. enphing: jungeling 36,8. 37,3. 33 BH. 143,19. ging: jungeling 39,1. 19. 66,12. 195,6. jungeling : verhing 40,24. gingen : betwingen 126,9BE. singen : enpfingen 160,2.— mir ischtr 38,10. 50,15. 81,5 B. ir:s. 170,31. dir :s. 182,12. gir : s. 222,20. st :ht 151,30. nt:st 158,15. 192,3. ht : bt 232,8. enbiden : schtden 107,25 BH. 111,26 BH. 115,29 BH. friden : schtden 118,3. — ö für ie nur einmal eren : toniören 53,25. 31 Die Monophthongierung von iu > ü ist herrschend (Whd. 132): sür:für 107,19 BH. 108,26 BE. trüwen: büwen 26,21. 182,2. rüwen : b. 122,26. krftt : büg 144,17. - Kürzung dieses ü aus iu beweisen stunt:frunt 162,11. 218.13. 231,12. 237,19. stunde : frunde 138,16 BH. 182,30. 182,30. 185,33. fruntrkunt 228,16. 22. Der Umlaut von ou unterbleibt stets (Whd. 128): geschouwet : gestrouwet 56,3. frouwen (d. pl.) : drouwen 62,29. 166,33. gehou wen : frouwen (=laetari) 109,24. Nur in dem Verbum öugen findet er sieh immer und zwar mit einer Neigung zur Aussprache wie ei: öugte: zeigte 40,36 und in den Plusversen in B nach 196,20 (cf. S. 18). ge- nüget : erzeiget 83,4. öugest : zeigest 230,36 EH. Diese An- nahme gründet sich auf die Schreibung B eygte : zeigte und E aigte:z. An sich und nach H ogt:zogt, zogest könnten diese Reime auch als ougte : zeugte, ougest : zougest gemeint sein. Verengung von ou>6 (Whd. 112) erscheint nur zwei- mal vor Gutturalen: bedr6g:dr6g (=truoc) 176,27 BH (trog : globt E). bedrog : genög 177,5 BH (trog = truoc : g. E), Beidemal neigt dieses 6, wie die Reimbindung mit 6 aus uo (hss. allerdings sämtlich genug, BH auch drug 176,28) darthut, zur Verdunklung hin. 6 für uo und üe findet sich ausserdem noch 9 Mal im Reim: fören : bedoren 25,17 BH, 124,18. gehorte : entforte 43,15. gefort : gesport 63,7. forte : erhörte 65,10. förten: erhörten 79,4. gehörte : forte 102,21. 118,11. hören: fören 104,8 B. Die andere Monophthongierung des uo>ü (Whd. 140) ist weit häufiger: zü:nü zähle ich nicht weniger als 31 Mal, femer tü:nü 38,14. zü:dü 67,3 BH. na:frü 105,15 BH. wiltürfrü 118,25. 8un:tün 153,8 B. 205,3. frum:fitztüm 187.14. sucht : geflucht 227,32 BH. — mit Kürzung vor gedecktem -n: grünt : stunt 135,21. begundest : stundest 149,18. 33 2. Konsonanten. Bei den Labialen ist die Assimilation daes b an voraufgehendes m (Whd. 183) zn bemerken in den Beimen ▼ernnmmen : stummen, knmmen : stammen s. S. 30. — Altes p im Auslaut (inlautend pp) bleibt unversehoben (Wbd. 167—71): napiab 225,80. :gab 226,3. Unter den Dentalen stösst man auf unverschobenes d im Inlaut nach Vocal (Whd. 188): rldenrltden (inf.) 34, 2« BH. siden:friden 60,11. 57,11. 64,8 BH. saden: über- laden 61,18. stgde : vorrede 61,30 B. glider : ungewider 88,4 BH. 88,25. unfriden : geliden 89,29. friden:g. 102,3 bescheiden : beiden (inf.) 97,18. enbiden : schiden 107,25 BH. 111,26 BH. 115,29 BH. gldde : müde 109,4. dr£de : genade 119.25. 196,31 BH. genade : räde 122,24 BE. 139,22. genSden : raden 189,28. leiden : meiden 123,11 BE. rtden: geliden 123,13 BE. :ltden 174,16. 186,21. schaden: däden 138,30 BH. töde : nöde 146,29. scheiden : gebeiden 151,2 BE. 18. verleiden: 151,22. rider:nider 174,4. beide: cristenheide 180,8. mitltden : rtden 183 nach 5 BH. ge- beden : reden 194,24. geleiden : scheiden 205,5 ziden : sntden 205.26. strtden:vermtden 216,31. 218,23. gereide : tage- weide 219,21 EH. vermtde : rtde 219,23 EH. beide (praes.) : leide 219,33. rtden :vermiden 221, 22B H. 233,31. End- lich vermiden (part.) :riden 36,28. :ge8niden 240^15. ge- riden : gemiden 219,7 BH ergeben zwar oberdeutsch einen völlig unanstössigen Reim: vermiten : riten u. s. w., die grosse Anzahl obiger Belege rechtfertigt jedoch die Annahme, dass in vermiten nach md. Art (Whd. 151) der Wechsel zwischen d und t unterbleibt, und demgemäss rtten auch hier unverschobenes t hat. Erhaltung alter Media d durch vorangehende s 1 und n ist Regel: bilde : milde 20,24. balde : walde 49,7. :alde 98,14. 110,17. 113,18. :behalde 77,10. 118,23, 138,18. golde : enwolde 98,16. : solde 136,8. holde : wolde 189,10. 200,3. 225,2. : solde 192,11 B. 194,22; berande : lande 153,10 B. 33 tz vor unmittelbar folgendem t wird zu s sibiliert (Whd. 205): vaste : saste 72,9. saste: raste 109,2. gesagt : enbrast 132,2 BH. saste : gefaste 140,30^ gast : gesast 230,26. In Vers 116,17 : 18 scheint die Sibilation auf beide Reim- worte Anwendung gefunden zu haben. H schreibt vorlast : säst, E vorlaszt : satzt; B scheint an verlast Anstoss ge- nommen und darum enliesse : sitzen hiesse geändert zu haben; verletzen in dieser Bedeutung bestätigt Earlmeinet 179,39: Wir suUen sunder verletzen Vrouwen indjunfra wen setzen. — Während sonst t in- und auslautend zu z ver- schoben ist, stösst zweimal unverschobenes t ftir die Affri- cata vor folgendem t auf: stat : geschat 78,18. Keine der 3 hss. scheint das »geschat« richtig verstanden zu haben: Wan er hat vns eyn grosz geschat B; Er haut vns groszes gut geschat H; Wan er hat uns grosz gut geschat E. Ich halte geschat = geschätzt und conjiciere flir eyn in B umb, so dass also zu lesen wäre: Want er hat uns umb grosz gut geschat = er hat uns um ein grosses Gut gebracht, »gebrandschatzt«, gut ist durch ein Versehen in B ausgefallen. Belege für schätzen, schetzen in dieser Bedeutung s. Lexer 11. 673. — Der zweite Fall findet sich 154,6 : 7 trat : gesät. So lese ich mit H, denn E zeigt »gesant« verderbt aus »gesät« , während der Schreiber B »gesät« in das ihm geläufige »gesaste« umwandelt und dieses unter Zusammenziehung der Verse 8 und 9 zu einem Verse mit »glaste« reimend bindet, wodurch »trat« in 6 reimlos wird. Die Gutturalen bieten folgende bemerkenswerte Er- scheinungen: g im Inlaut zwischen r und n schwindet (Whd. 225): mom : zorn 26,28. 43,1. 31. 62,31. age wird zu ä kontrahiert vor n: sän : hän 150,11 H. 160,21 (sagen : haben BEH). man : sän 160,31. gefähen an: sän 161,21 B. sän : man 180,18 BH. sän : an 183,29 H. an : gesän 208,17 BH. geträn : hän 240,4 B, wahrscheinlich auch 207,4 : 6 getan : trän (g. : tragen dan B, geton : tragen H, 5 und 7 inE Flickverse) und ausserdem mät :hät 195,14 B. 3 34 age>ei: geseit : Schönheit 39,29. wärheit : geseit 216,9. eitigeseit 167,22, 202,2. ege > ei : Schönheit : treit 208,22. entgein : gemein 35,30 BH. 55,25. : gesteine 37,31 BH. :clein 60,24 BH. 116,19. :rein 63,15. geleit : reit 177 nach 34 BH. rwirdekeit 185,25. : gewonheit 186,17 : gegenwertigkeit 217,11; 46,16 ist nach der Schreibung der hss. BH zn urteilen in dem Reim rein: sein das eine Mal ei aus ege (regen) das andre Mal aus age (sagen) entstanden. — Eine sonst in unserm Gedicht nicht belegte Art der Kontraktion nämlich ege > ä in den Worten ran, län ans regen , legen ist zweimal im Beim nachweisbar : 88,30 ran : geslän B (regen : gepflegen E, regen : gelegen H) — die Lesart B scheint mir auf Grund der Quelle: grando, nix et pluvia per totam noctem supra me ceci- derunt die haltbarste zu sein — und 159,14 län : an gleich- falls nach B. län = legen; denn län für läzen = in den Kerker werfen ist nicht recht verständlich, und für in üz zu conjiciren, was nahe läge, verbietet der Zusammenhang, denn der Sohn befindet sich von 157,7 an ausserhalb des Ge- fängnisses am Richtplatz*); zu legen : reden EH vergl. S. 9. ige > 1 : nur Itt : wtt 133,10 BH. Im Auslaut wird g mit k, c gereimt (Whd. 232) nach Vocal: enwec : drec 71,16. 80,1 BH. 115,15. sac : mac 164.9. 165,25. :lac 115,1. — nach 1 und n: schalk: balk 71,10. misselang : gedank 74,9. lang: krank 141,8. 208.10. krank : üzgang 144,27. gang : krank 222,1(5. :dank 86,18. — aber auch mit ch (Whd. 237): gesach: lach 117,22 B. sprach : belach 156,19. Ludewig : sich 206,4 H. minneclich : Ludewig 207,30. sicherlich : L. 221,4 BH. L. : dich 222,4 B. : getrülich 223,18 BH. Auch auslautend g reimt mit ch: floch:höch 15,24 BH. h wird inlautend zu g (Whd. 224) in erzogen : geflogen 50,19. geschege (hss. geschee) : gelöge 231,26 BE. — Reime zwischen h : ch sowohl inlautend vor t, z. B. nicht : spricht 158,17, wie im Auslaut, z. B. brach : geschach 40,32, sind sehr zahlreich. Im Auslaut können sie aber als Merkmal ^) 157,6 ist mit BH trotz »morgen« in v. 3 zu lesen: Sinen son solden henken. 35 der Mandart nicht gelten, da sich ihrer die Dichter aller deutschen Gaue — auch die besten -— bedienen. g und k werden vor t besonders im praet. sw. w. si- biliert: lachte : achte 65,24. gelacht : nacht 71,18. 223,12. : macht 131,20 BH. .145,13. : bracht 164,29 BH. 215,15. 227,10. 236,27. :acht 184,13. belachten : machten 135,23 BH. brechte:lechte (conj. praet.) 140,11 H. brachte : lachte 145,5. 220,14. lachte : machte 208,12. strachte : machte 224,23. gemacht : gelacht 232,36. bracht : erschracht 237,25. nicht : gestricht 240,8 EH. Schwund des inlautenden h vor t (Whd. 244) zeigen die Reime, in denen niet mit riet und schiet gebunden ist : niet :schiet 22,15. 77,26 BH. 91,16. :riet 25,27. 48,2. 60,18. 126,15. 217,33. — nach 1 nur einmal: befolen : gestolen 75,31. — zwischen zwei Vokalen mit Vernichtung des zweiten und gegebenen Falls mit Dehnung des verbleibenden ersten: stgn : gesehen 135,13 B. vergän : ane fän 136,20 B. enphän : an 158,7 BH. :man 216,1. beslän:gän 171,35 B. geslän: an 190,28 B. slän : getan 216,15. erslän : dan 229,2 B. hän: erslän 229,14 BE. — In gedten : schrien 92,24 H zeigt sich derselbe Vorgang, obwohl hier auch der Einschub eines h (schrthen B) md. Brauche nicht widersprechen würde, cf. Whd. 245. — Auch der Abfall eines h im Aus- laut nach langem Vokal lässt sich belegen: also: ho 159,38. 237,3. da : na 56,23 H. e : fle 179,12. Nasalierung begegnet nur in dem Worte genuoc, näm- lich jung : genung 50,21 BH. und 104,24 BH; daneben auch die Form ohne Nasal; cf. gefiig : genüg 75,12. 3. Flexion. Beim Verb um verdient zunächst die 1. s. praes. ind. auf -en bei allen Verbalklassen Erwähnung: gewern: ich gern 21,30. 29,24. 41,2. funden : ich künden 62,25. sterben: ich verderben 74,14. ich gesehen : geschehen 95,16. 96,10. vertragen : ich sagen 73,20. 107,1. 110,13. 25. 113,14. 26. jagen : ich sagen 107,17. weinen : ich meinen 112,29. sagen : ich gewagen 135,1. tagen : ich sagen 159,20. ich 36 sehen : geschehen 164,27. 165,19. ich toten : nöten 168,7, gewern: ich begern 179,7. ich sagen : geslagen 184,31. ich alten : enthalten 238,33. — Hierher gehören auch von den auf S. 33, 34 erwähnten Reimen rein : ich sein 46,16 und ich sän : hän 150,11. In der 2. plnr. findet sich einmal die besonders im Elsass (cf. Whd. 369) verbreitete Endung -en: län : ir hän 238,4. cf. S. 20. — Die 3. plur. zeigt im beweisenden Keim neben der alten echten Endung -ent (cf. geschant: gänt 182,8) die neue aus dem Konjunktiv eingedrungene -en: an: sie hän 101,27. sun : sie tun 153,8 B. jeheü : sie sehen 182,6 B. — sogar im verbum substant. erscheint diese Endung zweimal: min : sin 208,26. bin : sin 219,31; aber kint : sint 228,2. Der Infinitiv von werden abhängig, eigentlich das ab- geschliffene part. praes. (cf. Whd. 373. 429. 435) in in- choativer Bedeutung ist sehr zahlreich im Gebrauch. Bei der Fülle der Belege beschränke ich mich auf die Angabe einiger weniger Beispiele: er wart loben 105,1. jehen 138,26. drouwen 166,34. sie wurden sich fären 212,1. rtden 221,22. bescheinen: weinen 237,33 B. 34. — Aus diesem Gebrauch schreibt sich wohl auch die Anwendung derselben Verbal- form bei andern Verben her: er ging springen : gelingen 53,6. er ging swtgen : ligen 118,10. er kam gän : man 153,19. : an 228,20. — Im praet. ist bei den ablautenden Verben in der 2. sing, noch die alte umlautbewirkende Endung -e zu finden. Im beweisenden Reim kommt sie nur einmal vor: mere:düwere 70,19. Analog dieser Form ist sogar zweimal von sw. prät. du hette im Reim zu: bette 106,15, und du woste : koste 213,19 gebildet. — Im praet. und part. praet. der sw. Konj. begegnet man besonders häufig sogenannter konsonantischer Synkope bei stammauslautender Lingualis (Whd. 387. 389) : getöt : not 56,31. geschant : zu haut 67,11. 150,29. : bekant 137,8. : gänt 182,8. : gewant 218,21. : verbrant 232,34. hüt : gelüt 68,10 BH. achte : trachte 84,29. betrachte : machte 126,17. erdrachte : m. 175,25. dichte : gerichte 141,14. 171,11. haut : voUant 172,13. 37 173.5. 180,6. 235,27. warte : harte 186,34. wort : ermort 196,13. 232,10 u. a. Der Konjunktiv praet. zeigt zum Unterschiede von dem unumgelauteten Indikativ den Umlaut: brechte : lechte 140,10. knechte : mechte 141,10. cf. F. Bech. Germania XV. S. 129 ff. Von einzelnen Verben verdienen vor allen st an und gän Beachtung. In beiden tiberwiegen im praes. die For- men mit ä : understän : hän 24,20. Diocletiän : verstau 41,12. län : stau 43,29 BH. län : verstau 101,19. getan: V. 85,14. verstau: hän 99,3. 136,32. stau: h. 118,27. 128,9. 149.6. 151,20. getan: stau 163,23. 183,1h stät:getat 161,35 EH. :rfit 180,28. 8tan:wän 201,34. 202,1; hän :gän 52,21. 53,7. 106,17. 133,16. getan :gän 102,13. 150,13. wän:gän 113,6. gän:län 132,29. gät:rät 143,3 BH. :hät 156,7. ergän:hän 158,3 u. a. e im Stamme findet sich nur in gg:wg 73,4. funda- nient:st6nt 134,30. sten: gesehen 135,13 B. gebet :verg6t 188,14; dieses 6 erhöht sich manchmal zu t (cf. S. 8): verstin:bin 17,19 B. 89,25 B. in:ver8tin 25,11 BH. bin :stin 69,11 B. in:versttn 140,32 B. hin: versttn 199,31 BH; in : gin 144,9 B. 217,13 B. hin : gtn 160,4 BH. 179,22 BK (zu gtn vergl. Whd. 357.) — Daneben treten von gän auch einzelne Formen mit ei auf: bereit :geit 161,23. gereit :geit 189,30. — Der imp. ist von stän im Reim nicht be- legt; von gän lautet er gang: gang: lang 38,20. 87,17. :dank 86,18. Das part. praet. ist bei stän durchaus von dem Stamme stand gebildet: schänden : verstanden 77,7. 81,3 B. 119,7. gestanden : schänden 117,20. : banden 228,36. — bei gän zweimal von gä : gegän : angetan 179,30 BE. hän:begän 232,2 B, sonst von gang: gefangen : ergangen 51,22. 65,3. :enpfangen 116,13. vergangen : verlangen 140,2. erhangen : vergangen 159,10 B. gegangen : erhangen 197,3. — Von läzen tiber wiegen die kontrahierten Formen im Gebrauch; unkontrahiert ist es stets in der Bedeutung »zur Ader lassen«: 118,14 ff.; ausserdem läzen: sträzen 68,7. 70,7. 38 78,17 E. — Von tuon ist 81,7 für die 3. s. ind. praet. die bemerkenswerte Form tat (B det, H tett) aus dem zuge- hörigen Reimwort rät zu erschliessen (Whd. 362). — Von haben sind die kontrahierten Formen des praes. weitaus in der Mehrzahl; doch beachte man das sporadische Vor- kommen folgender unkontrahierter Formen: haben :knaben 19,27. 24,15. 38,16. 52,15. 58,1 BH. : gegraben 125,27. : begraben 130,25. 132,11. : graben 137,14; praet. ind. ich bette: bette 112,26. du bette: bette 106,15; mit Äpo- kope det:het 151,31 BH; einmal apokopiertes hatte: stat :bat 170,18 EH; im conj. durchaus bette, immer: bette 23,1. 39,21 B. 40,4. 162,21. 239,34. — Wizzen weist im praet. Formen mit i und o auf: wiste : liste 160,29. listen : wisten 172,5; koste : er woste 208,36B. : du woste 213,18 BH. Aus der Deklination sind einige Fälle anzuführen, welche für Ausbreitung schwacher Formen sprechen. Das Wort erde erscheint im Reim nur dreimal stark : erde (acc): unwerde 158,1. pferde:erde (dat.) 166,14. erde (dat.): werde (nom.) 237,27 BH; sonst ist es stets schwach flektiert: erden:werden 45,15. 53,19. 61,4. 77,6. 129,15. 130,3. 133,14. 136,24. 225,6. 234,20; femer krönen (dat. s.) : Ionen 82,23; sträzen (acc. s.):läzen 120,6. 121,14. 124,16; gesellen :swellen (acc. s.) 121,17; verbrinnen : keiserinnen (dat. s.) 195,27 (cf. S. 29). k. : beginnen 239,30; müren (acc. s.) beschüren 172,1 BH. In der smertzen : in des . . . ritters hertzen 185,7 hat man auf Grund der übereinstimmenden Lesart BH Eindringen des -n in den nom. s. anzunehmen; üf ertrlchen : geliehen hat ertr. wohl analog dem üf erden schwache Flexion erhalten 18,24. 134,4. — Der nom. plur. der neutralen a-Stämme ist endungslos bewahrt cf. jär:wär 30,14. phert:wert 34,16. genant :lant 124,25. swert:wert 154,12. kint:sint 228,2 u. a. Neben pl wort (cf. wort : gehört 158,5. 199,1. 201,26. :ermort 232,11) kommt aber auch der mit der Endung des masc. versehene nom. worte bereits vor in gehörte : worte 142,19. hörte : worte 194,26 B. 225,22 B. erhörte: worte 227,36 B; das Suffix -er findet sich nur in dinger : finger 175,9. — Von baut ist 229,1 die ' 39 alte UDumgelautete Form banden dat. pl. im Reim auf ver- standen bewahrt. Die angeführten Merkmale der Sprache weisen mit un- trüglicher Gewissheit auf Mitteldeutschland als die Hei- mat des Dichters. In diesem weiten Gebiete aber lassen sich noch engere Grenzen ziehen. So kann der Osten des md. Sprachgebietes als Entstehungsort des Gedichtes nicht in Betracht kommen. Denn die Air diese Gegenden charakteristischen Lauteigentümlichkeiten: Verhärtung des anlautenden b [;> p vor dunklen Vocalen und des inlau- tenden b nach dem praefix en- (cf. H. Bückert, Entwurf einer systematischen Darstellung der schles. Mundart S. 124 ff. vergl. auch P. Poppe, Über das speculum humanae salvationis und eine md. Bearbeitung desselben S. 35) und ebenso die aus dem nd. kommende Verengung des ei > e (s. Rtickert a. a. 0. S. 31) sind darin als dem Original zugehörig nicht nachweisbar. Thüringen und Meissen insbesondere sind ausgeschlossen wegen der häufig im Reim auftretenden Neigung ie zu t und uo zu ü zu monophthongieren, (cf. von Bahder, Über ein vokal. Problem des Mitteldeutschen S. 38. E. Wülcker, Über Vocal- schwächung im Mittelbinnendeutschen S. 51.) Nach der andern Seite hin ist das Mittelfränkische aus- zuscheiden. Denn das in jenem Dialekt weit verbreitete dat, wat, dit ist von dem, wie dargethan, mundartlichen Formen durchaus nicht abgeneigten Dichter auch nicht ein- mal gebraucht worden. Ebenso wenig ist ein mi, di für mir, dir oder der Übergang von f > h vor t durch einen Reim ft:ht zu belegen. Auch das inRipuarien häufige geschiet, Nebenform für part. praet. geschehen, und deist, deit für tuost, tuot ist nicht nachweisbar. Aus demselben Grunde wird man aber auch von den nördlichen Gebieten des Oberfränkischen, also der Lahngegend, Nordhessen, abzusehen haben, wo die oben angeftlhrten Formen noch häufig auftreten, (cf. From- mann zu Herb. v. Fritzlar 6145. Belege für dat, wat, Whd. 197.) 40 Von den nun noch verbleibenden Gebieten des Mittel- deutschen, den südlichen Teilen des Bhein- und Ostfränki- schen aber möchte ich mich für das südliche Hessen als Heimat unseres Gedichtes entscheiden. Bei der auf- fallenden Obereinstimmung mit Herboii; von Fritzlar in den Besonderheiten der Vocale sowohl, wie Konsonanten, würde ich nicht Bedenken getragen haben, die Heimat noch nörd- licher anzunehmen, wenn nicht eben das Fehlen von un- verschobenem t dies verbieten würde. Denn das gesät 154,6 reicht bis in das od. Sprachgebiet hinein (cf. Whd. 194), und geschat 78,20 kann allein fflr eine nördlichere Heimat nicht massgebend sein. Im Einklang mit dieser Heimatsbestimmung stehen auch folgende auffällige Worte und Wortformen: biz-, schrlb-, grabegezouwe (s. S. 10) = -gerät, cf. Kehrein, Volkssprache und Volkssitte im Herzogtum Nassau. I. S. 163. Vilmar, Kurhessisches Idiotikon 8. 444. .stutz B£ stm. pl. stutze: nutze 51,2 = plötzlicher An- sturm, Unüberlegtheit; s. Kehrein, S. 400; Vilmar, S. 407; ausserdem Nicolaus von Basel, ed. K. Schmidt S. 204: Wanne es nuo gar notdurftig ist . . . das sich ein ieglich mensche versorge und beware . . . umb das nieman in eime solichen gehen stütze verwarloset werde. kammerzelde B = Dienerin 54,6 (-dolie E). 195,4: seiden, bezw. : scheiden; bei Lexer, I. 503 nur nach Dieffen- bach, Nov. gloss. 284 b aus einer Frankfurter Urkunde nachgewiesen. unbadeB = Unheil, Jammer 57,26. -en : schaden 59,23. Mhd. Wb. u. Lexer belegen es nur aus Herb. v. Fritzlar; cf. Kehrein, S. 415. Vilmar, S. 314. ran = regen 88,30, s. Kehrein S. 320. Lexer verweist für diese Form auf Dieflfenbach, Glossar, lat.-germ. 443 a wo es »in inferioribus Mosae adjacentibus regionibus« nach- gewiesen ist. cf. auch Weinhold, Über deutsche Dialekt- forschung S. 27. 41 geborn BH = zu teil werden, widerfahren 107^3; von Lexer, I. 765 aus Passional und Karlmeinet belegt. zulle: suUe B (zol : sol H) Sehimpfwort 114,21; Lexer III. 1147 = Baumklotz, -stamm. Mundartliche Weiterbil- dungen: zulch, s. Vilmar, S. 473. Pfister, Nachträge zu Vilmars Idiotikon S. 345 zolbich, zulpch; vergl. auch schles. zulker, zulper in Weinhold, Dialektforsch. S. 107. Beitrag zu e. schles. Wb. S. 110. verletzen = verabsäumen 116,18, s. S. 33. gedewig = getwedig? zahm, folgsam 121,13 B (tugend- haft EH); s. Lexer I. 952., vergl. Walter Müller, Paraphrase des Buches Hiob S. 33. zwtirnet =• zweimal 144,21. 210,4. Erlösung, ed. C. Bartsch v. 4426 dieselbe Form. unwerde = Entrüstung 158,2. cf. Vilmar, S. 425; von Lexer und Mhd. Wb. nur in md. Quellen nachgewiesen. ebbich B = verkehrt, böse 163.29, s. Vilmar, S. 1. Kehrein, S. 34. hirburge B im Reim zu bürge 171,27 in dieser Form von Dieffenbach, gl. 281a aus einer Mainzer hs. verzeichnet. bit? = mit 173,18 cf. S. 21.' ranken = sich hin und her bewegen 195,1 cf. Lexer; IL 341; Diefenb. nov. gloss. 14 a führt es an aus Vocab. rer. von Nie. Liebinger zu Landau; s. aber auch Schmeller, Bair. Wb. * IL 123. vären refl. = sich fürchten 212,1; substantiviert im Passional 384,39, s. Lexer III. 22. schrien = weinen, beweinen 213,1 (allerdings nur E). 24; bei Lexer IL 707 nur Belege aus westmd. Denk- mälern, ausserdem Salom. u. Mark. 350. Die heimatliche Mundart des Gedichtes ist von den drei uns überkommenen hss. nicht mit gleicher Treue be- wahrt. Schon bei Besprechung des hssverhältnisses S. 8 hatte ich Veranlassung, auf die grössere Zuverlässigkeit von B gegenüber EH hinzuweisen. Was dort von Einzel- 42 heiten galt, das möchte ich nan im allgemeinen von B behaupten: B steht dem Dialekt des Originals am nächsten, denn alle aus dem Reime ersichtlichen Merkmale desselben finden sich bei ihr auch zahlreich im Versinnem. Sie wird also wohl in der Heimat des Dichters entstanden sein. Von sonstigen dialektischen und orthographischen Eigentümlichkeiten sind noch folgende erwähnenswert Es entspricht mhd. a:e in geweidig 23,5. 156,12. 201,16. gertener 45,14. werten 52,17. merner 181,7. weschen 228,5. 229,3. 232,4. — :ai in stait (subst.) 23,11. a : in on 134,31. horte 212,6. ä:ai sehr häufig in rait, hait, z.B. 17,20: 21. stait 65,13. ä:e werlich 70,22* neben 183 nach 5. genehete 223,15. e ausgeworfen in eins 19,14. 20,17 u. a. — abgeworfen immer in glich; keyn 18,17. wer 18,19. — angefügt sehr oft z. B. hiesse 25,14. sale (acc.) : zale 37,1. erbode 37,2. liesse 38,24. jnne = in 39,10 u. s. w. mit prothetischem h in hertronkest 70,15. heriur 123,1. herhangen 159,3. hersach 170,30. e:ey in cleygelich 72,25. 78,4. i in mircken 142,8. gemircket 181 nach 31. mirckte 239,28. hirburge 171,28. stircke 177,5. hirzage 200,12. 24. 201,33. hirtiglich 216,26. ä : i, y in rydde 51,21 und immer; ebenso rydden 194,25. gerit 193,23. finster 66,22. 170,27. — i für e in dem praefix vir- immer und in-: yngalt 85,19. jnbrant 135,27. — in Endsilben nur vatir 77,24. 6 :i hirlich 103,1. 194,15. 230,7. hirschaft 36,2. — i, j, y werden nicht unterschieden. i : e fast immer in den pron. em, en, er. — bede 22,1. geschreben 31,7. 104,15. speln 97,6. emmem 160,15 u. V. a. — vom pron. demonst. überwiegen neben »deser« Formen mit ie wie dyeser. 43 i:ie in siech 16,23. yen 18,27. 19,10. 20,3. 25,11. siedeg- lich 24,1. du ziehe 70,4. gyer 94,9. gesiegen 106,28. gyerheit 136,18. 156,9. (giherheit 156,4). i : n bei voraufgehendem win zwuschen; häufig dafür zusehen z. B. 198,5. l:ei nur in neygen 18,27. — : ie in virtrieben (inf.) 201,22. — :e in dren 160,5. o:e in cepper 164,1. clepperlin 224,25; — :u in ufifenbar 19,20. gulde 37,30. hultz 108,24. uffenlichen 240,6 u. ö. ö:oi häufig in noit, toit; grundeloise 15,22. groisz 16,1. virloisz 90,19. geboit 157,4. boit 157,18. 203,14. orlois 191,25. erloist 192,27. ü:ue vor r in suer 108,26. 192,20. fuer 108,11. 27. 109,13. 135 nach 23. gebuer 192,19. — : 6 in n6 22,5. 30,13. 15. 64,30. 81,16 u. ö. — :uo in nuo 221,32. ie:e in tomer 54,5. fleten 119,31. anveng 198,32, rett 217,33. vorbede 231,14. — :u fast stets in vmer, numer. ou : au immer in frauwe; raufte 41,33. orlaup 72,11. Zauber 94,14. draum 169,33. laube 171,26. ou:eu in heubte 36,19. 37,29. 48,27. gegleubet 57,3. gleuben 85,25. virkeuflFen 74,17. 22. heubtlos 78,6. gedreumet 170,25. gleubstu 182,6. gleube 214,13. 25. gleubten 221,4. — :ey in gleyben und seinen Formen 29,21. 50,15. 29 u. a. öu:ey in beymelin 45,10. 47,15. freyde 24,22. dreyme 94,28. 133,2. 134,17. gedreymet 172,30. b:p inlautend vor t in betrupter 181,14. lapten 232,24; auslautend wechselt b und p z. B. grap : herab 185,28. p ist in der Mehrzahl. — inlautend nach kurzem Vocal verdoppelt in ebber 61,22. sibbende 168,25. — :w siewen 25,4. 8. 59,31. ewer 59,17. p : b in bacht 152,6. bappier 196 nach 21. 44 p:ph in dem Worte phin 114,5. 173,3. 174,15 (aber pin 213,4). — inlautend als Obergangslaut entwickelt in vredampten 16,8. Sampson 19,23. rampt 49,9. konipt 75,2 u. ö. allesampt 190,1. versumpt 222,19. — verdoppelt in apposteln 153,1. corppem 163,11. ph:p in paflfen 110,19. pat 129,2. plag 163,22. plegen 197,19. enplagk 202,21. plege 214 nach 31 (aber phert 25,6. 49,13. phaflfen 106,29. 107,10. 111,1. 114,3). — inlautend pp in eppel 61,14. cloppet 49,12. 85,11. clopperte 150,25. droppen 188.23. clepperlin 224,25. scharppes 144,25. — auch p: kamps 216,12 (aber kemphen 218,2). d inlautend verdoppelt in bidder, nydder, rydder, rydde, sydder. — auslautend fast immer t. — eingeschoben in geferde 76,20. t im Anlaut tiberwiegend d. — th in thün 29,27. 191,10. thorn 75,22. 126,18. 136,5. 14. enthar 108,18. ge- tharre 137,5. thu 151,29. thomer 173,25. underthan 180,35. — eingeschoben in den adj. auf -lieh, deren erster Bestandteil auf -n ausgeht: öffentlich 60,5. eigentlich 170,1 u. a. — angeschoben immer in nie- mant, iemant; nyrgent 70,28. — verdoppelt in vatter 21,13. rytter 116,2 u. ö. — häufig auch im Auslaut nyett 22,15. — :tz in durtzeldube 185,22. 3:s, sz, SS. — :t in bit 114,24. 137,15 u. v. a. aber bis 144,30 u. bitz 166 nach 21. 209,18. z: tz hertze 16,29. kortz 21,14. getziden 239,4. — :zc in zcu 17,6. 7 etc. — :cz unczemlich 18,14. iczunt 62,20. g:gh in ghein 25,17. entgheine 110,9. — :gk, ck im Auslaut in sigk 204,6. Ludewigk 222,4; ginck 212,19. — unterdrtickt fast immer in junfrauwe; doch jttng- fratiwe 28,8. k:gk in gedangk : krangk 21,18. — :ck in folcke 48,30. ch:g in kindergin 97,6. — :ck in billicken 203,20. j : gh in gheme 154,24. — : g in riffegan 196,29. 239,24. vigent 222,35. 46 h eingeschoben in Israhel 206,3. Iherusalem 207,33. 209,13. virgehe 210,21. schryhen 92,25. 93,16. 201,8. 202,15. 203,5. ihene 195,12. 231,7. — unterdrückt in ge- scheen fast immer (aber geschahen 102,5.); emphaet 49,24. emphaen 230,7. gedyen 92,24. w:h zaühen 179,25. 1 häufig verdoppelt in vnzellich 15,23. haillgen 15,38 u. a. m. l:n in wernt 59,11. 126,4. 202,32. 206,11. m nach kurzem Vocal geminiert :hymmel 15,25. kommen: benommen 16,15. u. v. a. n vor Labialis zu m assimiliert in uffembar 191,16. — ausgefallen in vernüflFtig 103,27. — eingeschoben in erdynsch 94,9. r verhallte in fochten 18,16. 86,14. 23. 162,3. 173,3. 182,12. föchte 161,35. 189,7. 191,4. cepper 164,1. Rein fränkisch ist ausserdem noch die Form he = er (Whd. 476) 23,22. 26. 24,5. 28,11. 36,2. 50,3 u. ö. E nähert sich schon mehr dem Oberdeutschen. So hat es das vom bairischen Sprachgebiet ausgehende ei für i bereits ttberall durchgeführt (cf. Whd. 106). p findet sich überaus zahlreich im Anlaut gegenüber md. b: geporn 28,20. palde 47,25. plut 55,17 (aber blut 145,2). pasz 61,17. pette 87,10. pit 97,13. pey 108,3. pleich 120,8. pilde 126,28 (aber bilde 126,27). pringen 143,17. poszer 152,3. gepeine 152,21. gepürt 203,16. pin, pist 36,15. 205,18 u. a. pf im Anlaut in pfert, pfaflFen, pfat u. a., in- und auslau- tend pff, ist durchaus Regel: oppffel 61,12. 16. 19. klopflfet 49,12. scharpffen 61,7. napff 225,30. 226,2. — Unver- ' schobenes t, auch in bit, ist E so unbekannt, dass sie aus bit der Vorlage 137,15 bitten macht. Alles dies weist, da anderseits dem Schreiber md. Formen nicht fremd sind, auf einen Landstrich hin, in dem md. und od. Einflüsse sich begegnen. Man wird darum wohl nicht irren, wenn man das südliche Ostfranken, vielleicht die Gegend von Er- langen, wo sich die hs. zuletzt befand, für die Heimat von E ansieht. _ 46 H ist zweifellos alemannischen Ursprungs, cf. Volmar, Steinbuch ed. H. Lambel. S. XXII. Man beachte hierflir folgende Merkmale: au flir aigaub 142,27. 215,27. au für ä:zemaul 18,14. unmauszen 20,23. gedaucht 23,2. gauchinauch 29,6. aubens 31,9. fraugt 143,29 (aber fraget 143,27). rauch 147,17. gaust aubens 149,17. raut:spaut 190,21 u. v. a. 6 für a:hon oft; wondend 31,2. 234,6. blon 75,29. on 166,27. ryffion 196,29. ie für e in dem v. niemen = nemen cf. verniement 59,16. 65,27 und einmal in dienen 20,3. i fUr e in Suffix- und Flexionssilben: lugin 90,13. butin 128,31. 132,10. 16. 133,11. pferit 166,2. hutin 187,11. gailin 192,9. 15. liebin (dat. plur.) 213 nach 28. — a für diesen Laut in schlagan : an 190,28. — o in tragon : geton 207,6. — Die alten langen Vocale scheinen ihre Qualität zu wahren in hetist 26,31. keltin 187,19. werist 197,13; obroster 26,23. eltost 131,4. 160,5. — weinust du 92,17. — Altes u erhalten in geuenknus 236 nach 28. 6 für ou:ogt:zogt 40,36. 83,4. ogest: zogest 230,36. gestrowet 55,17. globst 147,28; sogar fftr oeurfroden 232,16. b aufgelöst zeigt die Form gist 40,18. 74,29. 209,39. b für p:bontzionus 20,19. brisen 30,2. briewen = prüeven mit seinen Formen 79,7. 199,26. 207,26. 223,22. 227,21 (aber priefft 208,7). blon 174,3. brise 198,13. t für d im Anlaut: vertamten 16,8. betuten 18,5. tiep 76,19. getraut 119,25. trowen 166,34. trang 173,16. tar 181,16. turen 202,18; umgekehrt d für t: dauten 25,28. dohter 27,18. seh für s vor 1 :schlahen 100,23; — m: schmoll 111,13; — n: schnödes 112,16; — w:anderschwa 236,12 ist durch- geführt; sogar vor t erscheint es: schweschter 77,27. vergl. auch geschwischger 74,19. 47 Nasalierung in den Adjektiven und Adverbien auf -lieh: koßtenclich 34,23. sussenclich 160,2. listenclich 172,10 u. V. a. 160,6 findet sich die rein alem. Form har im Reim auf dar (Whd. 44) i). Jede der 3 hss. vertritt somit einem der 3 Haupt- dialekte des hd. B ist fränkisch, E zeigt wenigstens Be- rührungen mit den Bairischen, H ist alemannisch, ein Beweis mithin für die weite Verbreitung unseres Gedichtes. IV. Vers- und Reimkunst. Abfassungszeit. Der Dichter hat für sein Werk die Form der vier- taktigen Reimpaare gewählt, in deren innerem Bau er sich jedoch nicht unbedeutende Freiheiten gestattet. Einer- seits nämlich erreicht der Vers die für den regelmässigen Wechsel von Hebung und einsilbiger Senkung erforderliche Silbenzahl nicht, anderseits überschreitet er sie. Verschlei- fiing auf Hebung und Senkung, die kaum von einem mhd. Dichter gemieden ist, findet sich zahlreich auch bei unserm Dichter. Wo sonst noch zwei Silben in der Sen- kung stehen, wird man häufig durch Elision, Apokope, Synkope, Enklisis u. s. w. Erleichterung der Senkung er- zielen. Bei den dann noch verbleibenden Fällen lässt sich die Regel beobachten, dass mit wenigen Ausnahmen wenig- stens eine der in der Senkung stehenden Silben ein e ent- hält. Statthaft sind in der Senkung: 1. Flexionssilben und Präfixe z. B. sinen geswlstern 77,27. 2. Der bestimmte und unbestimmte Artikel z. B. Itden den schemlichen 81,16. 3. Personal- und Possessivpronomina z. B. was er ein degen 74,6. sön sinem väter 81,6. 4. Präpositionen z. B. würden in leide 77,1. 5. Adverbia z. B. we da von ist 79,23. 6. Conjunktionen z. B. g61des und gfides 75,23 B. ') Man vergleiche hierzu die einschlägigen §§ in F. Kauffmann, Geschichte der schwäbischen Mundart, namentlich § 60. 70. 94. 144. 153. 48 Den äusserst zahlreichen Fällen von fehlender und zwei- silbiger Senkung gegenüber wird man das Prinzip der Silbenzählung unserm Dichter nicht zumuten dürfen und demnach z. B. einen Vers wie 91,13 »'An ir aller mtn trö'st läge zu lesen haben. Der Auftakt kann ganz fehlen oder aus einer oder zwei Silben bestehen. Bei dem schwankenden Brauche des Dichters, den klingend ausgehenden Versen 3 oder 4 He- bungen zu geben, wird sich vielfach nicht entscheiden lassen, ob ein Vers zu 4 Hebungen ohne, oder zu 3 He- bungen mit zweisilbigem Auftakt gemeint sei. Besonders interessant in metrischer Beziehung ist der schon S. 12 erwähnte Abschnitt. Derselbe zählt bei Zu- grundelegung der hs. B 270 Verse. Nach Aussonderung .der reimlosen Verse 76,16.17 (vgl. S. 27) lässt sich der Abschnitt in 67 vierzeilige Strophen zerlegen, von denen mit Einschluss jener, welche in zwei Reimworten Stamm- silbendehnung zeigen (vgl. weiter unten S. 50) 34 nach dem Schema 4 a 3wb 4a 3wb gebaut sind. Diese also jedenfalls Air den ganzen Abschnitt beabsichtigte Strophenform durchzuführen, gelang jedoch dem Dichter nur bezüglich der Reimkreuzung; sonst finden sich folgende Abweichungen: 5mal (77,10 — 13. 14 — 17. 78,17—20. 79,27—30. 80,23— 26 B) vertauscht er stumpfe und klingende Reime zu der Folge baba, wobei aber auch die klingend ausgehenden Verse 4 Hebungen erhalten; 23 mal lässt er sämtliche Verse der Strophe bei 4 Hebungen stumpf reimen; 4mal reimen sämtliche Verse klingend, darunter 2 mal (77,30—33. 79,3—6) mit 4 Hebungen in jedem Vers, 2mal (77,6—9. 78,13—16) mit Wechsel von 3- und 4hebigen Versen; einmal (74,5 — 8, wo in degen: wegen jedenfalls auch Dehnung vorliegt,) haben v. 1 und 3 des Schemas klingenden Reim bei 3 bezw. 4 Hebungen erhalten. 49 Gegentiber der grossen Freiheit im Versbau überrascht die verhältnismässig geringe Ungenanigkeit im Beim. Nach Abzug derjenigen Reime, in denen zweifellos Stammsilben- dehnung stattgefunden hat (s. unten S. 50), verbleiben als unrein fast nur stumpfe Reime mit quantitativ verschiedenem Vokal, und auch die konsonantischen Unreinheiten be- schränken sich auf wenige leichte Fäll&. Vokalisch ungenau, konsonantisch genau. a : ä zähle ich mit den unter dem Dialekt besprochenen Reimen wie sän : an, enphän : an S. 33 u. 35 insgesamt 163 mal. e : e nur in ftindament : Stent 134,31. gebet : verget 188,14. vergl. dazu S. 29 mir : 6re. i : t zusammen 63 mal, cf. dazu S. 30 u. 37. Bei den Adj. auf -lieh und den fem, auf -in = -inne schwankt der Gebrauch: -lieh zu Worten mit i gereimt begegnet 67 mal, mit t 33 mal, -In : In 17 mal, : in^nur 3 mal o:6 20 mal, cf. S. 30. u:ü 3 mal, vergl. S. 31. Vocalisch genau, consonantisch ungenau, lobesam : kan 27,26. gewan : kam 170,15. hin : im 173,32 B; bei gleichzeitiger Stanmisilbendehnung: Itgen: schrlben 17,1 BH; krüt:büg 144,17 cf. S. 31. schrtgen: rtden 213,24 E (schrien : ryden BH). — 8:z 76 mal. — Assonanz in Konsonantenverbindungen nur krank : haut 68,3; einfacher Gonsonant mit Consonantenverbindung: mal : marschalk 147,30. Doch ist hier wohl k abgefallen, also mal : marschal. Es wäre dies für diese Wortform ein Beleg aus auffallend früher Zeit. cf. DWB. VL 1673. — Überschüssiges -n : finden : kinde 73,24:26 BH (aber E kinden). gescheiden : leide 186,7 BE (doch H gescheide)* Vokalisch und konsonantisch ungenau. Nur getan : dogentsam 188,8. Rührende Reime. 27 mal; gleiche Kompositionsbestandteile 65 mal; das- selbe Wort ohne Bedeutungsunterschied 14 mal: was 22,25. 4 50 da 86,26 B. ich 93,23. geschieht 115,19. zü 121,6. ist 144,3. dich 178,33. 212,31. min 180,12. 226,24. sich 184.35. hän 228,30. wile 232,26 B. wider 234,12 BH. Apokope im Beim ist nicht selten. Ich nenne nnr die schwereren Fälle: nom. s. fem. sonrkrön 140,20. Floratin: min 230,34; acc. sprach : sach (sache) 24,2. 33,22. mer : gr 42,3 BH. cf. S. 29. mer: her 194,34 EH (mere B); dat. son:kr6n 62,19; imp. praes. vor: hör 23,17 BH; conj. praes. vor: bedör 19,29. ind. praet. wort: hört 221,10; conj. ge- dolt: wolt 138,12. Im Anschluss hieran lässt sich vielleicht auch für die Frage nach der Abfassungszeit eine befriedigende Ant- wort finden. In erster Linie kommt hierfür die in zahl- reichen Fällen nachweisbare Dehnung offener Stammsilbe in Betracht. Deutlich zeigt sich die Dehnung, wenn bereits ein Beimwort Länge besitzt: däden : unbaden 59,23 B. tagen : belägen 136,26. schaden : däden 138,30 BH. mäge : tage 139,26. 144,11. lägen: klagen 164,25. kämen :gamen 173.36. zesamen : kämen 193,32 BH. scharen : wären 229,22. — keren : enberen 212,33. und die Reimbindungen e : e = ae S. 29. — ligen:8wtgen 54,8. 87,9. 106,29. 110,3 B. 112,2. 116,7. 118,9. 173,13. 215,21. :stlgen 61,20. liget:8wlget 105,19. 186,9 H. zlden : geriden 143,9. 206,2. enbiden: schtden 107,25 BH. 111,27 BH. 115,29 BH. friden : schtden 118,3. — ligen : schrtben 17,1. — geboren : hören; rören, hören : Sporen S. 30 und nach Analogie der Formen mit offener Stammsilbe wohl auch gefört : gesport 63,7. ernerte: kerte 203,1. Demnach also tagen : belägen, ltgen:swigen u. s. w. Es giebt aber auch Fälle, in denen Stammsilbendehnung in beiden Worten anzunehmen ist, da diese Verse bei Ver- schleifang auf der letzten Hebung nur 3 Takte besässen. Es sind dies 40,14. 15. 50,25. 26 EH. 58,9. 10. 83,20. 21. 87,21. 22. 152,10. 11. 174,4. 5. 176,11. 12. 194,24. 25. 215,5. 6. Dazu kommen die Verspaare 73,12:14. 20:22. 74,6:8. 10:12. 30:75,2. 78,22:24. 80,6:8 des vielge- nannten Abschnittes mit Beimkreuzung. Ohne Dehnung würde hier das beabsichtigte Metrum durchbrochen sein. 61 Auf Grand dieser weit verbreiteten Erscheinung wird man nicht geneigt sein, die Abfassungszeit über die Wende des XIV. und XV. Jahrhunderts hinaufzurücken. Für den Anfang des XV. Jahrhunderts spricht auch die Boheit der Verstechnik. Der uns naheliegende Büheler, dessen Ge- dichte 1400 und 1412 verfasst sind, zeigt beispielsweise dieselben Freiheiten des Versbaues: fehlende und zweisilbige Senkung, zweisilbigen Auftakt in reicher Fülle, cf. Seelig, a. a. 0. S. 307. V. Quelle. Bein äussere Gründe, wie das übereinstimmende Fehlen der Namen der letzten drei Meister im Beginn der einzelnen Erzählungen, so wie eine grosse Anzahl genauer Überein- stimmungen der Gedanken und ihrer Folge lassen keinen Zweifel darüber, dass die latein. Quelle unsers Dichters, auf welche er 17,4 hinweist, nur die »historia Septem sa- pientum« gewesen sein kann, welche mir in einem Göttinger Drack^) s. 1. e. a. signiert fabb. Bom. 76 (cf. Goedeke, Grundr. I. 349) vorgelegen hat*). Seine Vorlage hat der Dichter ziemlich frei benutzt. Nirgends ist er ihr sklavisch gefolgt, sondern er hat nach eigenem Ermessen Vorgefun- denes weggelassen, Neues hinzugefügt. Aber das ist wichtig für die Beurteilung seiner dichterischen Kunst nach dieser Seite hin: Während er bei Kürzungen seiner Quelle mit unleugbarem Geschick verfUhrt und dadurch vielfach einen flotteren Gang der Handlung erzielt und Widersprüche be- seitigt, sind seine Zusätze zumeist sehr unnötig, oft nur *) Über hss. der historia sept. sap. s. G. Paris, Deux rädactions du roman de sept Sages. S. XXXIX. *) Über die übrigen lat. Fassungen der sieb. weis, meist, nament- lich über die abweichende Reihenfolge der Novellen vergl. Mussafia, Beiträge zur Litteratur der sieben weisen Meister. Sitz.-Ber. der Wiener Ak. phil.-hist. Kl. 1867. Band 57. S, 63. — Goedeke, Orient u. Occident. III. S. 402 ff. - H. Oesterley, Dolopathos. Stuttg. 1873. — Mussatia, Über die Quelle des altfranz. Dolopathos. Sitz.-Ber. der Wiener Ak. pbil.-hist. Kl. 1864. Bd. 48. S. 246. 52 Wiederholungen einer früheren ähnlichen oder gleichen Stelle. Manj[)heB allerdings, was mir als Zusatz erschien, wird vielleicht in der vom Dichter benützten hs., auf welche der Göttinger Druck zurückgeht^ noch enthalten gewesen sein, z. B. 192,15. 16. cf. dazu Büheler 6878 flf. und Seelig a. a. 0. S. 334. VI. Stil. Das aus Benützung der Quelle gewonnene relativ gün- stige Urteil über das dichterische Können des Verfassers wird durch die Betrachtung seines Stiles nicht unwesentlich eingeschränkt werden müssen. Der Dichter zeigt sich näm- lich in dieser Hinsicht als ein gar armseliger Beimschmied, dem nur eine gewisse Zahl Reime geläufig sind, welche er bis zur Ermüdung oft wiederholt. Man betrachte bei- spielsweise nur Reimverbindungen wie daz : was , 49 mal, also : frö, 31 mal, die Reime der adj. auf -lieh zu ein- ander, 56 mal, die ungezählten zu stunt : funt, kunt, munt; zu haut : bekant, laut, want; ferner die grosse Anzahl von Versen, die sich als Lückenbüsser nicht verleugnen können, z. B. 18,15. 20,29. 21,4. 31,10. 34,19 u. v. a. . Im übrigen lässt sich über seinen Stil noch Folgendes sagen. Dreimal (S. 17, 19 u. 22) hatte ich bereits Veranlassung auf eine Stil- eigenheit hinzuweisen, welche sich das ganze Gedicht hin- durch im ausgedehntesten Masse breit macht; es ist dies die besondere Vorliebe, einen eben ausgesprochenen Ge- danken bald darauf in ganz ähnlichen Worten zu wieder- holen, z. B. 28,19 .. . sie nie kint von im gewan. 20 Kein kint von ir nie wart geborn; 100,28 Sie hänt üch uwer gesiebt genomen. 101,1. Genomen hänt sie üch uwer gesiebt; 131,13 Ich wil selber mit üch gän. 14. Ich wil mit üch gän und besehen. So noch 36,14 u. 16. 44,26. 27 u. 31. 32. 51,17 u. 19. 64,8 u. 11. 86,21 u. 22. 126,1 u. 3. 4. u. V. a. Zahlreich sind die fast wörtlichen Übereinstimmungen in der Schilderung ähnlicher und gleicher Situationen. Zu Wiederholungen solcher Art war allerdings kaum ein Stoff 53 so geeignet wie der unsrige, der aus 15 selbständigen Teilen besteht, von denen 2 Gruppen von je 7 Erzählungen genau durch dieselben Handlungen der Rahmenerzählung eingeleitet werden. Aber auch innerhalb der einzelnen No- vellen finden sich zahlreiche Wiederholungen, sobald die Schilderung desselben Vorganges wiederkehrt, so in der Erzählung »tentamina« 107,25—108,3 = 111,27—112,1 = 115,29—116,6 und 106,31—107,2 = 110,23-26 = 113,24 — 27. Derartige Wiederholungen werden wir aber nicht bloss der Reimnot des Dichters, sondern zum nicht geringen Teile auch den Einfltlssen volksmässiger Dichtungsart zu- schreiben müssen, deren Einwirkung auch an andern Stellen unverkennbar ist. Dahin gehören die Berufung des Dichters auf seine Quelle: 18,10. 19,16. 20,16. 213,7 hier im Sinne des erzählenden Sohnes; Beteuerungen durch: dise rede ist war, wizzefurwär, daz ist war, glaubet mir, des soltfi keinen zwtfel hän etc. oder Redensarten, die einer Beteuerung gleichkommen, wie: ich sage üch daz, virst^stü daz, daz soltü sehen an u. a.; AuflFordeningen zur Aufmerksamkeit: daz sollet ir hören, sehen, prüfen; vernemet daz u. a. cf. Vogt, Salnu u. Mor. S. CXXXVII. Von einem sonst vielfach beliebten Mittel, durch Hin- weis auf Vorhergehendes oder Folgendes die Aufmerksam- keit zu erregen, macht der Dichter nur bescheidenen Ge- brauch; vergl. 65,12. 104,14. 122,8, 125,27. Sehr häufig dagegen ist die Umschreibung des einfachen Verbums durch er nit enlie u. ä. (cf. Vogt, a. a. 0. S. CXLIV u. Berger, Orendel. S. 133 zu v. 335); so: enbeiten da niet 25,27. wären nit laz 31,18. sie nit vermiden 36,28 u. a. Die be- queme Art der Reimverbindung hat den Dichter dann dazu geführt, das einfache Verbum auch noch anders zu um- schreiben, indem er entweder ein begrifflich allgemeineres oder synonymes vorausschickte; s. 66,16. 17. 179,14. 15. 224,32. 33. u. a. Endlich weisen auch verschiedene Trivialitäten (cf. 105,21. 22. 106,14) und Roheiten des Ausdrucks (so der häufig wiederkehrende Ausdruck »dreck«) und eine Anzahl in die 54 Erzählung eingeflochtener Sprichwörter und sprichwörtlicher Kedensarten auf des Dichters Bekanntschaft mit volkstüm- lichen Kreisen, die er höchst wahrscheinlich seiner eigenen Herkunft und Zugehörigkeit zum Volke verdankt, cf. 51,2. 60,19. 65,30. 122,27. 222,11. Einige hat er allerdings schon in der Quelle vorgefiinden; cf. 210,17 = qui socium habet debet sibi societatem ostendere. 237,17 = stulticiae ftiit voluntati domini contradicere. — In der Einleitung, worin er sich nach einem Gebet zu Gott und der heil. Jungfrau über die Vorzüge der »biderben« und Laster und Nach- teile der »verläzen wibe« verbreitet, scheint er einzelne Ge- meinplätze der Bibel (cf. Prov. Sal. c. 31,10 fif. Jes. Sir. c. 25 und 26; insbesondere zu 18,22: Sir. c. 26 v. 19 und zu 19,13. 14: Sir. c. 25 v. 26), andere den Wechselreden Salomons und Markolfs entlehnt zu haben. Vergl. zu 19,12: V. d. Hagen und Büsching, Deutsche Gedichte des M.A. I. V. 1387 flf. und zu 19,13: a. a. 0. v. 196. 197. Von einer ausführlicheren Untersuchung über Vers- und Eeimkunst, Abfassungszeit, Quellenverhältnis und Stil, welche der Fakultät vorgelegen hat, konnte ich hier nur die Re- sultate mitteilen. Ihre VeröflFentlichung bleibt jedoch einer späteren Gelegenheit, vielleicht einer kritischen Ausgabe des Gedichtes vorbehalten. "Vita- Natus sum Paulas Paschke die IX. mensis Augusti anni h. s. LXIV in vico Silesiae, qui vocatur Meleschwitz, patre Bartholomeo, iam morte mihi erepto, et matre Johanna e gente Jensch, quam adhuc superstitem pio veneror gra- toque animo. Fidei addictus sum catholicae. Primis lit- terarum elementis imbutus gymnasium adii reg:ium Yratis- laviense ad St. Matthiam. Maturitatis testimonium a. LXXXV adeptus hanc almam matrem Viadrinam petivi, cuius inter cives a viro ill. Bichardo FoerstsTj penes quem tum fasces erant, receptus per sex annos studiis philologicis, historicis, geographicis operam dedi, Lectionibus interfui virorum doc- tissimorum Baeumkerj CarOy Elster^ B. Erdmann^ 0. ErdmanUy HüffeTy E, Meyer y Partschj Schaeferj Studemund fy Vogt, Wein- hold. Exercitationibus, ut interessem, benigne concesserunt vv. ii. 0. Erdmanthy Kochy Vogty TFetnÄoW philologicis; Hüffery Jv/nkmann fy LenZy E. Meyer historicis; Schaefer palaeo- graphicis; Bartsch geographicis; Freudenthal philosophicis. Praeceptoribus optime de me meritis gratias ago quam maximas cum omnibus tum v. i. Friderico Vogt, qui sae- pissime studia mea maximeque has primitias consilio auc- toritateque adiuvit. Ttieseii. 1. Hildebrandslied v. 63 lese man: D6 ISttun se aerist aski inscrltan = da liezen sie zuerst die Speere entgleiten. 2. Keller, Altdeutsche Gedichte S. 170,1 flf. ist zu lesen: Des bild ouch so eigentlich In ir beleih so vestiglich, Daz sie sich hette verwänt, Daz sie in hette wol erkant. (1 Das E 2 In ere liebe B 8 Wo er hette vor ir gewant B sie hatte für gewant E D. er belaib in sym gewant H 4 jn auch wol hette gekant B) 3. Keller, a. a. 0. S. 178,23 fif. muss lauten: Nieman ist Der hertn mit slnem list Komen mac wan durch die tor, Die hat ir verrigelt vor. (24 s.Jejncher B her heim mag m. E h. kumen mog mit 1. H 25 Mochte kommen durch die dore an dich B Mocht one durch dy tor E Dan durch die tor H 26 fehlt B vor] gar E) 4. MSP 218,19 liegt kein Grund vor, an der Interpunktion: »Und lebte mtn her Salatln und al stn her,« etwas zu ändern. 5. Vor der mitteldeutschen Einwanderung in Schlesien hat eine Besiedlung durch Niederdeutsche stattgefunden, die ihre Spur im schlesischen Dialekt hinterlassen hat. 6. Zwischen Ballade und Romanze ist in der deutschen Dichtung ein strenger Unterschied nicht zu machen. 7. Angelpunkt der Kämpfe zwischen der Nobilität und den Gracchen 133 — 122 ist die Vernichtung des Bauern- standes durch den Grossgrundbesitz und der damit drohende Untergang jeglichen Mittelstandes. OFlHb ^ \ RETURN CIRCULATION DEPARTMENT TO^B^ 202 Main Library LOAN PERIOD 1 HOME USE ALL BOOKS MAY BE RKAUEO AFTER 7 DAYS Renewols and recharges moy be rroae 4 doyi pr.or Tc due da»e DUE AS STAMPED BE IOW UNIVERSITYOF CALIFORNIA, BERKELEY FORM NO. DD6, 60m, 12/80 BERKELEY, CA 94720 ^ U.C. BERKELEY LIBRARIES B003 0imS 7 187188