DBS
LITTERARISCHEN VEREIN8
IN STUTTGART,
CCLXV1.
TUBINGEN.
eiDSDOKx Axrr kostkn dbs x>itteraiusohbn vbbbins.
1915.
/
PROTECTOR DES LITTERARISCHEN VEREINS IN STDTTGART SEINE MAJESTAT DER KONIG.
VERWALTUNG:
Pr&sident: Dr. H. Fischer, professor an der nniversit&t Ttibingen.
Kaasier: Recbnungerat Rack in Ttibingen,
GESELL8CH AFTSAUS8CHUSS :
Dr. Bohnenberger, professor ia Tabingen.
Dr. Bolte, professor in Berlin.
Dr. Haas, professor in Ttibingen.
Dr. Hartmann, oberstudienrat in Stuttgart,
Dr. G. Meyer von Knonau, professor an der universit&t ZOiioh.
Dr. H. Paul, professor an der universit&t MQnchen.
Dr. Si e vers, professor an der universit&t Leipzig.
Dr. Steinmeyer, professor an der universit&t Erlangen.
Dr. Strauch, professor an der universit&t Halle.
Dr. Vollmflller, professor in Dresden.
Dr. Voretzsch, professor an der universit&t Halle a. S.
DIE
ERSTE DEUTSCHE BIBEL
ZEHNTER BAND
(HOSEA — 2. MAKKABAER)
HERAUSGEGEBEN
VON
W. KUBRELMEYEK.
GKDEUOKT FOR DEN MTTERARISCHEN VEREIN IN STUTTGART
TOBINGBN 1916.
ALLE RECHTE VORBEHALTEN.
DRUCK VOK H. LAUPP JB TS TCBINGEN.
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Einleitnng.
Die fibersetzung.
Im grossen und g arizen ist die iibersetzung als einheit- liche arbeit zu bezeichnen, die jedoch in ihrer jetzigen gestalt Tiele fremde bestandteile aufweist, besonders im Alten Testa- ment. Von W. Walther1) werden ausgeschieden : 1. die vor- reden zu den verschiedenen btichern ; 2. die sogenannten Tituli oder inhaltsangaben zu den Psalmen; 3. der schluss der Kleinen Propbeten; 4. die bticher der Makkabaer. Die unter 1., 2M 4. genannten stttcke gehen zurtick auf die yon Walther als
2. zweig bezeichnete iibersetzung, die jetzt noch in zahlreichen handschriften vorhanden ist; filr die bUcher Micheas-Maleachi dagegen lassen sich keine anderen zeugen nachweisen.
Ferner finden sich, was Walther nicht erkannt hat, in Numeri, Josua, 3. und 4. Konige, 1. und 2. Chronika, 1. bis
3. Esra und Ezechiel zahlreiche stellen, an denen ein spaterer redaktor die iibersetzung des 2. zweiges eingeschaltet oder gleichsaui eingeflochten hat. Beide ttbersetzungen, sowohl die alte wie die neue, haben ihre ausgepragte eigenart, wodurch sich die grenzen derselben, bez. die allmahlichen ilbergange von der einen zur anderen, genau feststellen lassen. Dabei ist zu bemerken, dass die hs. W an vielen stellen frflher zur neuen iibersetzung Ubergeht als die vorlage des druckes; bei der rflckkehr zur alten Iibersetzung dagegen ist dies verhalt- nis meistens umgekehrt. An anderen, meistens nicht sehr umfangreichen stellen lasst sich die neue iibersetzung nur in der handschrift und nicht im drucke nachweisen; das umge-
1) Die Deutsche BibelQbereetzung des Mittelalters dargestellt von Wilh. Walther. Brauiwchweig 1889—1892.
Die ftbenetrang.
VI
kehrte ist seltener der fall. Diese stellen sind in folgendem verzeichnisse durch ein eingeklammertes (IF) bez. (M) ge- kennzeichnet:
Num. 7,35—84; Jos. 15,47; Jos. 15, ea f. (vgl. bd. 3, s. VII f); Jos. 17, a (IF); Jos. 19, s, 89— 46 (IF); Jos. 21, ie-86 (IF); 8. K5n. 6,17—7,42; 3. K5n. 19, u (IF); 4. K8n. 2, s; 4. K5n. 25, u— n; 1. Chron. 1, e, to, i?, is; 1. Chron. 5, 7— ie; 1. Chron. 5, as— 96 ( W) ; 1. Chron. 6, 10 ( W) ; 1. Chron. 6, i&— ti, spurenweise, starker in IF; 1. Chron, 7, ao— 89 (anfangs nur IF); 1. Chron. 8, sa f. ( W) ; 1. Chron. 9, n ( IF); v. «--«• (^ IF) ; 1. Chron. 10, a— la; 1. Chron. 11,8—10 (H); v. is— 8i (if IF), spater nur IF; 1. Chron. 13, a— 14 (v. u nur IF); 1. Chron. 14,i—i7; 1. Chron. 16, i— 4 (spurenweise, starker in IF); 1. Chron. 17, i— a?; 1. Chron. 18, l— n: in M gehoren jedoch die vv. i, a zur alten tlbersetzung; 1. Chron. 19, in IF ganz, in M mit ausnahme der vv. i, is; 1. Chron. 20, in M nur spurenweise, starker in IF; 1. Chron. 21, a— as M: in IF ist das ganze kapitel neu, desgl. die vv. 1—4 des folgenden;
1. Chron. 26, in IF fast durch weg zur neuen tlbersetzung ge- h5rig, in M nur die vv. is— 81 ; 1. Chron. 27, 86— 80 M : IF geht schon frtther zur neuen tlbersetzung fiber; 1. Chron. 28, 18—19; 2. Chron. 1,7— 17; 2. Chron. 2, a— is (IF): in M spu- renweise von v. 4 an; 2. Chron. 3, in IF durchweg neu, in M nur die vv. e— 10 ; 2. Chron. 4, in IF durchweg neu, in M erst von v. 8 an; 2. Chron. 5 ganz, unit ausnahme der vv. 1—8, ub in M ; 2. Chron. 6, 8—7, ai : in W erstreckt sich die neue tlbersetzung von 6, 1 bis 10, is; 2. Chron. 8, 6— 18; % Chron. 9,4—87; 2. Chron. 10, 8— is ; 2. Chron. 11 zeigt in M nur spuren (v. 2), in IF vv. 1— e; 2. Chron. 12, 11— 16, spuren- weise; 2. Chron. 13, ie (M); 2. Chron. 16, a— s; dazu v. u (IF); 2. Chron. 18,6—88: in IF lasst sich die neue tlber- setzung bis 19, 8 verfolgen (vgl. bd. 3, s. VII); 2. Chron. 21,19 (IF); 2. Chron. 25, 4, is-a:; 2. Chron. 34,8—88: v. 88 ist in M zur alten tlbersetzung zu rechnen ; 2. Esra 7, 46, ei— 7a ;
2. Esra 10,89 (M); 3. Esra 2,6—38 (vgl. bd. 3, s. VIII);
3. Esra 5, 89, 85--*7\ 64—78: in IF gehoren auch die vv. *7b— 68 zur neuen tlbersetzung; 3. Esra 6, 8—87, 80— 88: in IF ist das ganze kapitel zur neuen tlbersetzung zu rechnen; der schluss
VII
Die Uberaetzung.
von 3. Esra, vom 7- kap. an, folgt hauptsiichlich dem text des 2. zweiges, nur die abschnitte 7, 1—7, 8, 43—55, 9, 56 ge- horen zur alten (ibersetzung; Esther 6, 10 f. ; Esther 16, 14 f. (IV); Ezechiel kap* 42 — 48 (schluss): hier scheint durchweg die neue ttbersetzung vorzuliegen, ohne jegliche spuren der alten.
Bei abgrenzung dieser, yon der alten tibersetzung auszu- scheidenden abschnitte war rair keine handschrift des 2. zwei- ges zuganglich : bei genauer kollation liessen sich obige gren- zen eventuell noch hie und da erweitern, besonders an den stellen, wo der redaktor fortwahrend von der einen recension zur anderen tlbergeht Dazu koramen noch eine grosse an- zahl zum teil umfangreicher stellen, an denen der text fast ausschliesslich aus langen reihen von eigennamen besteht, be- sonders in den bflchern Josua, 1. und 2. Chron., 1. — 3. Esra. Hier weichen die in W gebotenen eigennamen ofters von denen des gedruckten textes ab, und es ist anzunehraen, dass auch hier eine handschrift des 2. zweiges die quelle der ab- weichenden lesarten gewesen sei*
Im anschluss an die im 3. bande gegebenen parallelstel- len und doppelttbersetzungen sei hier noch auf einige charak- teristische stellen hingewiesen:
Vulgata: phi al am habentem utrumque plenum simila in sacrificiuru plenum incenao de armento in holocaustum pro peccato in sacrificio pacificorum
Vulgata: phialam habentem utrumque plenum simila in sacrificium plenum incenso de armento in holocaustum pro peccato in sacrificio pacificorum
Num. 7, 19—23 (1. zweig) fchenckuafi habent ietweders vol feraelmelbe zu dem opffer vol des wairauchs von der fchwaig zu eim gantzen opffer vmb die funde in dem opffer der gefridfam
Num. 7, 26—29 (2. zweig) trinckuafi das do hett beyde voller feme! zu der heiligkeit op Her voller wairauchs von den rindern zu gantz entzunten opffer fur die funde in der heiligkeit opffer der ge-
fridfamen
Die tlberf etmng.
vin
Die in v. 25—29 vorliegende ttbersetzung wiederholfc sich alle fttnf verse in fast identischera wortlaut, wobei sich nocb folgende merkmale erkennen lassen: vv. 22, 2a wird hircus noch durch bock wiedergegeben, von v. 84 an hingegen durch zigen bock (2. zweig); ahnlich fun (filii$f filiorum vv. », 94), dagegen von v. so an kinder. Hier ist nicht nur das wort selbst neu, sondern auch der plural in -er. Gegen schluss des kapitels kehrt der redaktor zum 1. zweige zurttck, indem es von v. 86 an wieder fckenckuafi, fchwaig^ bock usw. heisst.
Zur kennzeichnnng des wortschatzes des 2. zweiges war- den folgende, haufig vorkommende formen genttgen, denen die entsprechenden wortformen der alten ttbersetzung in klammern beige fQgt sind: wonen, wonung (entweln, entwelung); daum ele (ele); fiugel (vettich)] pfert {rofi); kreifi (til); fwert (wafen); menfchen kind {fun des menfchen) ; ere, glori (wunniclich) ; prophet (weiffag) ; pfortner (torwertel) ; fenger {finger) ; priefter^ priefterfchaft (pfaff, pfaffheit); praet. gebert, falbte (gebar, fielb) ; mte bis (vnte); wenn, aher, funder (wann); rechte, lincke (zefwe, winjler); nordnifch, fudnifch, ojlnifch, weftnifch (gen mitternaeht usw.); libanifch (des libans). Besondere erwah- nung verdienen schliesslich zwei eigenarten des (ibersetzers des 2. zweiges, namlich die wiedergabe von Dominus durch vnfer herr, und der conjunctionen ut, quod, durch fo das, und zwar auch in satzen, die keine folge ausdrttcken. Ferner wird das futurum durch werden, follen oder woUen wiedergegeben, wahrend die alte ttbersetzung noch das prasens setzt ; ahnlich wird die 1. person pluralis des imperativs im 2. zweige durch formen wie gen wir ttbersetzt, wahrend dagegen die alte Iiber- setzung die form wir gen gebraucht. Ueberhaupt ist das ganze satzgefttge des 2. zweiges ausserst charakteristisch, wie z. b. an der stelle 3. Kon. 19, 14 leicht zu ersehen ist, wo Mentel die alte ttbersetzung aufweist, wahrend in der Wol- fenbtttteler hs. die ttbersetzung des 2. zweiges vorliegt: Hentel WoifenbQttel
fy baben verw&ft dein altar vnd Dein elter haben fi zerriffen vnd
baben erfchlagen dein weiffagen dein propheten haben fi getflt mit mit dem watfen vnd ich bin ge- dem fwert vnd gelazzen pin ich loffen allein vnd fy f&chen mein allein vnd mein fel fuchen fi alfo fele das fy fy abnemen. daz fi fi vertilgen.
IX
Die ttbenetzung.
Dass auch Mentel zuweilen die neue Ubersetzung auf- weist, wahrend die hs. W der alien Ubersetzung folgt, ist action erwahnt worden. Solche seltene stellen, die sich mei- atens auf ein einziges wort beschranken, k5nnten daher auch als reminiscenzen des scbreibers aufgefasst werden:
2. Chron. 13, ie : die kinder ifrahel M, di Jtin i/rahel W.
2. Esra 10, 89: portner M, torwertel W.
Die einzige umfangreichere s telle dieser art findet sich Micha 1, 8—u, wo die hs. W der alten tlbersetzung folgt, wahrend M eine neue tlbersetzung, jedoch nicht die des 2* zweiges, einfdgt: neben dem alten wortschatz, z« b. hochen dink v. s, das tor v. 9, treher, gefliipp v. id, entwelung v. n, findet sich in W das prasens anstatt futurum, wahrend M diese zeitform nicht weniger als zwQlfmal mit werden um- schreibt. Erst mit v. nb geht auch W zur neuen tlbersetzung fiber, die bis zum schluss der Kleinen Propheten beibeh al- ten wird.
In bezug auf wortschatz nimmt diese dritte tlbersetzung — nicht mit Walthers 3. zweig zu verwechseln — manchmal eine mittelstellung zwischen dem 1. und 2. zweige ein. Die im 2, zweige haufig vorkommenden worter wonen, wonting, pfert, fchwert, prophet, pforte, priefter, rechte, lincke werden auch in der dritten tlbersetzung konsequent gebraucht: da- gegen treten die ftlr die alte tlbersetzung charakteristischen worter vnde (lat. undo), wunniglich, itwifi, liitzel, vntz auch in der dritten tlbersetzung auf. Ferner erscheint auch hier die konjunktion wann (Sfters als wetm geschrieben), daneben allein and /under, wahrend das im 2. zweige haufig vorkom- raende aber ganzlich fehlt. Dazu gebraucht der dritte Uber- setzer auch einen eigenen wortschatz, der weder mit dem 1, noeh mit dem 2. zweige Ubereinstimmt : reliquiae (pi.) wird vom ersten Ubersetzer durchweg als beleibung ttbersetzt, im 2. zweige steht vberbeleibung, wahrend der dritte Ubersetzer konsequent beleibUng setzt, mit einziger ausnahme der stelle Micha 2, 12, wo beleibung gesetzt wurde, und zwar als singu- lar; das verb um diligere wird vom dritten Ubersetzer durch- weg durch lieben Ubersetzt, wahrend im 1. und 2. zweige konsequent lieb haben gesetzt wird ; Jcheur kommt nur in der
Die flberiettung.
X
3. tibersetzung vor, in der alten steht ftadel; Shnlich wolt got als tibersetzung von utimm (Mich a 2, 11), welches der erste Ubersetzer durch mit meinem willen verdeutscht; collis heisst in der alten tibersetzung buhel^ in der dritten dagegen hubel; vnwird/amkeit, als tibersetzung von indigncdio, lasst sich nur in der dritten tibersetzung nachweisen. Die tibersetzung des haufig vorkommenden wortes medium liefert schliesslich ein wichtiges unterscheidungsmerkmal der drei tibersetzungen : wen dun gen wie in medio tui, in medium fornacis usw. werden vora ersten Ubersetzer stets durch in mitzt dein (Amos 5, 1?), in mitzt vn/er (Dan. 13t 60), in mitzt des aitofens (Dan. 3,ai) wiedergegeben ; im 2. zweige steht daftir in ewer mitt (Ezech. 47, 22), in feiner mitt (Ezech. 48, 21), in der mitte der kinder (Ezech. 44,9); dagegen setzt der dritte Ubersetzer stets in ewer mittel (Micha 3, 11), von deinem mtttel (Micha 5, 10, 12, is), in dem mittel des carmels (Micha 7, 24) und dergleichen.
Als probe der drei tibersetzungen sei die stelle Hab. 3, 1 f. (vgl. bd. 3, s. IX) gegeben, die einzige an der sich alle drei nebeneinander nachweisen las sen:
1. fibers, (hs. W) 2. zweig (hs. B)
0 Herr ich hOrt dein Herre gehdret hab ich dein
geh&rd vnd forcht mich hftrunge vnd hab mich gefurchtet
O herr leblich dein Herre deine werck in der mitte
werck in miczt der iar. der jare. lebendig macbe daz.
3. fibers. (Mentel)
Herr ich hab gehort dein
horung: vnd hab mich geuorcht.
Herre dein werck: in dem mittel
der iar mach es lebendig.
Die auf die Kleinen Propheten folgenden Makkabaer- btlcher rechnet Walther mit zum 2. zweige. Diese annahme ist jedoch falsch, es liegt vielmehr eine vierte tibersetzung vor, wie aus folgenden belegen ersichtlich ist:
Im 2. zweige wird das wort medium, wie oben angeftlhrt, konsequent als die mitte ilbersetzt, in den Makkabaern da- gegen steht durchweg das mittel, wie in der 3. tibersetzung; arx wird im 2. zweige als purg, in der 4. tibersetzung dage- gen als fpitee (23mal), hoch (4mal), oder veftiheit (lmal) tlber- setzt; castra erscheint im 2. zweige gleichfalls als purg^ in
XI
Die Ubenetzang.
der 4. flbersetzung sieht dagegen meistens gezeld (lOmal), wahrend das here, die famenung^ die Jbreiter, die purg je ein- mal zq belegen sind; circuitus und gyrus werden im 2. zweige als vmbring% in der 4. flbersetzung dagegen als vmbhreis tlber- setzt; conspectus wird im 2. zweige als die angeficht, in der 4. flbersetzung dagegen 16mal als das ange/icht tlbersetzt, wahrend das femininum nnr einmal zu belegen ist; delictum erscheint im 2. zweige als verlaffentheit, dagegen steht in der 4. flbersetzung, wie im 1. zweige, miffetat; custos wird in der 1., 3. und 4. flbersetzung Qbereinstimmend als huter tlbersetzt, dagegen steht im 2. zweige konsequent hutmav, pi. hutleut; pactum wird im 2. zweige als frid^ in der 4. flbersetzung da- gegen als gelubd oder punt tlbersetzt; ritus erscheint in der
1. und 2. flbersetzung als der fitte, in der 4. flbersetzung da- gegen als die gewonhett; in der 1., 2, and 3. flbersetzung wird ecce durch fich oder fecht wiedergegeben, in der 4. flbersetzung steht ausnahmslos nim war^ nempt war; sabbatum wird im
2. zweige meistens als feiertag tlbersetzt, vereinzelt ist dane- ben funnabent zu belegen : in der 4. flbersetzung steht da- gegen fabath (10 mal), feier des fabaths (lmal), feier oder fa- batorum (lmal), famfitag (lmal), feier (2 mal), tag der feier (lmal), oder feiertag (3mal); als flbersetzung von thesaurus findet sich im 2. zweige durchweg hort, in der 4. flbersetzung steht dagegen /chatty wie im 1. zweige; talei\tum wird im 2. zweige als centner, in der 4. flbersetzung dagegen als pfunt tlbersetzt (13mal); torrens erscheint im 2. zweige durchweg als bach (meistens femininum), in der 4. flbersetzung dagegen als furt (5mal), oder regenwajfer (2mal); vestimentum wird im 1. und 2. zweige als gewand, in der 3. und 4. flbersetzung als kieid tlbersetzt; talis erscheint im 2. zweige als femlich, in der 4. flbersetzung ulsfolich; als flbersetzung von semper finden sich im 2. zweige die formen ftetlich^ jtetlichen, fteU leichen^ Jleticlichen^ in der 4. flbersetzung steht dagegen alle seit (7 mal), zu alter #eit (linal), alle weg (lmal); als flber- setzung von eo quod steht in der 1., 3. und 4. flbersetzung konsequent dorumb das, im 2. zweige dagegen dovon das; forte erscheint in der 1. und 3. flbersetzung als vielleicht icht^ im 2. zweige als leicht icht, in der 4. flbersetzung dagegen als
Die ftbertetsnng.
XII
icht villeicht; nisi, mit nachfolgendem nomen ohne yerbum, wird in der 1., 2. und 3. ttbersetzung als nuer, in der 4. ttber- setzung dagegen als denn aUein ttbersetzt; consentire und acquiescere werden im 1. zweige als gehellen, im 2. als geheti- gen ttbersetzt, in der 4. ttbersetzung steht dagegen nach hot- cken (4 mal), nach hengen (3 mal), verhengen (lmal), wUUg/ein (lmal), den witten darzu geben (Imal); appropinquare wird im 2. zweige durchweg als zunehen, zunehnen ttbersetzt, in der 4. ttbersetzung steht ausnahmslos fich nehnen ; interficere wird im 2. zweige konsequent als verderben ttbersetzt, in der 4, ttber- setzung steht tSten (12mal), erfchlahen (1 1 mal), fchlagen (1 mai) ; nuntiare wird im 1. zweige konsequent als erkunden, im 2. zweige als kunden ttbersetzt: in der 4. ttbersetzung steht da- gegen 8mal botfchaften und je einmal verbotfchaften, fagen, kundigen; als unterscheidungsmerkmal aller vier ttbersetzungen dient recedere: im 1. zweige heisst es fich fcheiden, im 2. zweige Ziehen, fich Ziehen, abziehen, in der 3. ttbersetzung weichen (6 mal), hingeen (lmal), in der 4. ttbersetzung geen (3 mal), abgeen (lmal).
Zahlreiche ahnliche abweichungen kdnnten noch ange- ftthrt werden. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die beiden hauptmerkmale des 2. zweiges (Walther sp. 329) den Makka- baerbttchern fehlen: tit und quod, selbst wo keine fotge aus- gedrttckt werden soil, werden im 2. zweige meistens durch fo das an s tat t -des einfachen das wiedergegeben (vgl. z. b. 2. Chron. 8, is, 14; 10, a, 15 ; Ezecb. 43, 19; 44, 8, 7, 15, ie, so in unserem texte): in den Makkabaern findet sich diese eigenart nur ein einziges mal (2. Mak. 10, 24) und rtthrt also hftchst wahr- scheinlich von einem schreiber oder bearbeiter her. Zweitens wird im 2. zweige das wort dominus, welches circa tausend mal vorkommt, durchweg als vn/er herr ttbersetzt (vgl. z. b. 2. Chron. 8, 11, 12, ie; 9, 4, 11 in unserem texte): in den Mak- kabaern dagegen lasst sich diese charakteristische ttbersetzung kein einziges mal aufweisen, obschon das wort mehr als 50 mal vorkommt.
Es unterliegt also keinem zweifel, dass die Makkabaer- bttcher, die ttbrigens nicht in alien handschriften des 2. zwei- ges vorhanden sind, nicht zu dieser ttbersetzung gehoren, son-
xm
Die tibertetztmg.
dern a\s die arbeit eines neuen (vierten) flbersetzers anzu- sehen sind.
Das ganze Neue Testament gehdrt wieder zur ursprttng- lichea flbersetzung. Dagegen sind die vorreden zu den ver- schiedenen bflchern der bibel aowie die flberschriften der Psal- men aus einer handschrift des 2. zweiges entlehnt. Auch hier handelt es sich urn fremde zusatze (vgl. Waltber sp. 336), und waren diese also in unserer ausgabe als fttnfte bezw. sechste flbersetzungsschicht zu bezeichnen.
Obwohl nun die flbersetzung in ihrer jetzigen fassung diese verschiedenen schichten aufweist, so widerspricht docb nichts der annahme, dass ursprflnglich eine einheitliche flber- setzung existiert babe, die dann spater mit den anderen ttber- setzungen kombiniert wurde. Dass an den stellen, wo jetzt die flbersetzung des 2. zweiges eingeschaltet ist, aucb die ur- sprflngliche flbersetzung existiert haben muss, beweisen nicbt nur die mehrfach vorkommenden doppelflbersetzungen (vgl. bd. 3, 8. VIII), sondern auch die zahlreichen stellen, an denen W den neuen text aufweist, wahrend M die alte fassung be- wabrt hat. Deberhaupt ist an den betreffenden stellen deut- lich zu erkennen, dass in W und M zwei redaktionen v or lie gen, deren urheber neben der ursprflnglichen flbersetzung auch eine handschrift des 2. zweiges vor sich hatten, wobei sie sicb ab- wechselnd zu der einen und der anderen quelle wandten. Dass auch die aus einer dritten flbersetzung entlehnten Eleinen Pro- pheten in der alten flbersetzung existiert haben mttssen, wurde schon im vorwort zum dritten bande, s. IX f. dargetan, wie ja auch die flbergangsstelle Micha 1, 8— n darauf hinweist. In frage kame also nur, ob auch die bttcher der Makkabaer in der ursprflnglichen flbersetzung existiert haben. Wenn man nun in betracht zieht, dass das folgende N. T. gleich- falls vom ursprflnglichen ttbersetzer herrtthrt, so ist kaum an- zunehmen, dass dieser die bttcher der Makkabaer, die allein zu einer vollstandigen Bibel fehlten, werde flbergangen haben.
Wo, und von wem die flbersetzung verfertigt wurde, bin ich nicht imstande naher zu bestimmen1). Ganz unbegrflndet
1) W. Weis, Untersuehungen zur Bestimmung des Diabetes des Codex Teplensis, 1886 (Halleneer Diss.), glaubt zwar nachgewiesen zu
Die ftbeiseUufig. XIV
ist der versuch, die tlbersetzung dieser oder jener sekte zuzu- schreiben — auf den Johannes Rellach werden wir spater zu- rttckkommen. Zur bestimmung des ursprunges sowie des al- ters der tlbersetzung sind wir ausschliesslich auf sprachliche kriterien angewiesen. Die erhaltenen originalhandschriften stammen aus dem 14. — 15* jahrlrondert: diesen steht der Mentelsche druck vollig gleicb, da der drucker, wie die ver- gleichung mit WTF zeigt, sich genau an seine jetzt verschol- lene vorlage gehalten hat. Dazu lassen sich noch die von den verschiedenen setzern gelieferten abschnitte (vgl. bd. 1, s. XI) und folglich auch ihr einfluss auf die orthographic feststellen.
Die vielen veralteten wSrter, die den spateren druckern nicht mehr verstandlich waren, beweisen dass die tibersetzung bedeutend alter sein muss: man beachte z. b. augfane, here/pen^ brautlauf^ bruteh^ briUeln eel-one, entweln, der gib, geftugnufl, iligen^ itwifi, lut$el, midiel, olbentel^ fech (vomer), fpargaUzefii Jwelh, taugen, vrleg, wuf, wunniclich, winfier^ zejwe. Man darf nattlrlich nicht jedes wort, welches durch ein neues ersetzt wird, ohne wei teres als veraltet ansetzen, indem ja der unterschied auch ein dialektischer gewesen sein kann. Immerhin darf die tibersetzung spatestens um die mitte des 14. jahrhunderts angesetzt werden.
Der wortschatz tragt im allgemeinen ein oberdeutsches geprage ') : wdrter wie hafen (olla), pfijler, btihel, Jtadel, wa- del) fchweige, agcn (ftipula), die milbe^ die lancke, werdeu
haben, dass die Qber&etzung in der nllhe von Prag entstanden aei: dabei hat er jedoch nur den lautetand der Tepler hs.t und von dieser nur den abdruck Klimesch's berQcksichtigt, obne sich um die Qbrigen hss. und um die tibersetzung als ganzes zu bekOmmern. In fehnlicher weise rechnet Franz Jelinek, Mittelhochdeutsches Worterbuch zu den deutschen SprackdenkmcUern Bohmens, Heidelberg 191 1, die Qbersetzung des 2. zwei- ges gleichfalls zu den sprachdenkm&lern Bflhmcns , weil eben eine der 13 erhaltenen bss., n&mlich die sog. Wenzelbibel, fflr den KGnig Wenzel IV. geschrieben worden sei: mit gleichem recht kOnnte man aus den iibrigen has. dieser Qbersetzung beweisen, dass dieselbe in Bayreuth, Regensburg, Tegernsee usw. entstanden sein mQsse.
1) Es kommt naturlich nur der wortschatz der ursprQnglichen Qbersetzung in betracht, die sp&teren scbichten (vgl. oben s. V f.) mQssen streng abgesondert werden.
XV
Die ttberfteUtwg.
durchweg gebraucht, sum ausschluss samtlicher synonym a. An* dere charakteristische ausdrQcke, die meistens in den Qbrigen fibenetzungsschichten sowie in den spateren drucken durch neue ersetzt werden, sind: ableib, alrum, anegeng, armboge, aJ, begechen, beifchaft, bekoren, befagen, der brem (vepres), burdlin, deckfal, dener, durnechtig, eitofen, eitfuckt, entweln, das ere (aes), flent/cher (ora), die frei/i, gacfien, der gart (fti- mulus), gehdlen, die geleichfam, gejtatt (ripa), das geftupp, gla/uaJ, herling, holer (tibia), horb, Tcerzftal, MechtuajJ, lit- fuchtig, M/men, der milbe (zizania), die mife\ nifeleugig^ reich- fen, rofa fal (folium), fchelm (pestilentia), fchepper, fchwegel, ftnttcege, fperling, tram (trabs), treher> tor (porta), turmclung, twaehen, vchfe (ascella), vnde (vnda), vngeng, vettich, das waf- fen (anstatt fchtcert), wefel, mntfpreuern, wucher, zagel.
Sonne und mond erscheinen durchweg als der funn(e) und die menin; angel, agen, afch, brem (vepres), gewalt, luft, /am- nung, fchlang, Jttte, traub sind masculina; abgott, abgrund, honig, rip, vrlaub, tvolcken, zeit, ewey (palmes) sind neutra; fcheitel ist femininum.
Wenn nun die (ibersetzung wirklich in Boh men entstan- den ware, wie Weis und mit ihm Jelinek annimmt, so sollte sich doch ein betrachtlicher teil dieses wortschatzes in Jeli- neks W5rterbuch wiederfinden: dieses ist jedoch durchaus nicht der fall. Im ge gen teil, die markantesten der oben an- gefBhrten ausdrticke fehlen entweder ganzlich bei Jelinek, oder sie sind nur aus dem Codex Teplensis (unserer hs. T) belegt, was also fQr unsere frage nichts beweist, als dass diese wor- ter in den Ubrigen, echt bdhmischen denkmalern nicbt vor- kommen. Oelegentlich finden sich zwar in dieseni oder jenem denkmale einige mittelhochdeutsche oder gemein-oberdeutsche ausdrQcke, wie anegeng, beltorn, brautlauf, bruteln} buhel, ent- weln, holer, horb, michel, pfijler, fal, fchelm, fperling, treker, twachen, jricklein, doch erstreckt sich die Ubereinstiramung in jedem falle nur auf wenige wSrter: der dichter Ulrich von Eschenbach wllrde unserem tlbersetzer am nachsten stehen, indem Jelinek folgende worter aus dem Alexander und dem Withelm von Wenden verzeichnet: afi, entweln, frei^ pfijler, reichjen, taugen, treher, twaehen, sefwe. Diese tlbereinstim-
Die handuchriften. XVI
mung ist jedoch zu unbedeutend, urn we iter e schllisse darauf zu bauen. Die frage nach der heimat der tibersetzung ist also noch offen : alle anzeichen deuten jedoch nach einer bai- rischen landschaft hin, da viele der bezeichnendsten w5rter auch bei Schmeller vorkommen, wahrend besondere aleman- nische merkmale nicht vorhanden sind.
Die fiberliefernng : 1. Die handschriften.
Die fUr die textgeschichte allein in betracht kommen- den handschriften WTP sind schon im 1. und 8. bande ge- niigend beschrieben. Daneben existiert noch eine vierte, in der Ntirnberger Stadtbibliothek aufbewahrte handschrift Sol- ger 16, 2°, die bisher gleichfalls als originalhandschrift an- gesehen wurde. In dem nach dem erscheinen des Codex Teplensis (1884) entbrannten streite tlber den urheber unserer Qbersetzung spielt diese handschrift, die im folgenden durch die sigle N bezeichnet wird, eine hervorragende rolle. Da namlich die in T vorhandenen randglossen l) und sonstigen zugaben darauf hinzuweisen schienen, dass diese hs. vormals im besitz von Waldensern gewesen sei, wurde die Qbersetzung selbst dieser sekte zugeschrieben, so namentlich von L. Keller und H. Haupt2). Auf der anderen seite wurde diese annahme von F. Jostes zurtlckgewiesen, der dann schliesslich einen schritt weiter ging, indem er auf grund der in N enthaltenen einleitungen einen dort genannten Johannes Rellach aus der diozese von Constanz als den verfasser der ganzen Qbersetzung darzustellen suchte8). Den eigentlichen bibeltext der hs. hat er dabei nicht genttgend berllcksichtigt, ebensowenig wie Wal-
1) Vgl. a. LIl ff. dieses bandes, und bd. 1, a. 437 ff.
2) Vollst&ndige litteratur in Herzogs RealencyklopHdie ffir prote- st an ti ache Theologie, artikel Bibeldbersetzungen, deutsche, von Eb. Nestle (s. 124 f. des sonderabdrncks).
3) Die Waldenserbibeln und Heister Johannes Rellach. Hist Jabr- buch d. GOrres-Gesellschaft, bd. 15, s. 771—795 (1894). Meister Johannes Rellach, ein BibelGbersetzer des 15. Jahrhunderts, ibid. bd. 18, s. 138 bis 145 (1897). Auf den ersten dieser aufs&tze eine antwort yon W. Walther: Ein an geblicher Bibelflbersetzer des Mi ttel alters. Neue Eirch- liche Zs. bd. 7, s. 195—207 (1896).
xvn
Die h*ndtchriften.
ther (sp. 147 — 153), der die hs. in das jahr 1453/4 setzt mit der bemerkung: wwenn auch hierdurch neue Schwierigkeiten entstehen, die wir tlbergehen, weil wir sie doch nicht zu losen
wissen*.
Um also den textgeschichtlichen wert der hs. bestimmen zn konnen, nahm ich mir im sommer 1 903 die mtthe, eine ge- naue, zeilengleiche abschrift der ganzen hs. zu machen. Bei vergleichung mit dem gedruckten texte stellte sich dann her- aus, dass die vermeintHcbe originalhandschrift lediglich eine kopie des Mentelschen druckes ist und demnach fttr die text- geschichte nicht in betracht kouimt. Deshalb sind auch deren lesarten im apparat nicht berticksichtigt worden, Zur begrftndung diene folgende beschreibung :
Die aus der zweiten halfte des 15. jahrhunderts stain* mende papierhandschrift befindet sich noch im alten, verblass- ten lederbande der zeit, welcher oben auf dem vorderdeckel die inschrift tragt: 6 das fechft buck iofue 7 Iudicum 8 ruclit. BlattgrSsse 30x21 cm. Es lassen sich zwei papiersorten unterscheiden, welche beide einen ocbsenkopf mit krone als wasserzeichen aufweisen. Die beiden zeichen lassen sich je- doch deutlich von einander unterscheiden, auch steht das eine in der mitte der seite, das andere stets in der inneren spalte. Ferner hat sich jene papiersorte (A) mehr angegilbt, wahrend diese (B) durchweg weisser geblieben ist. Nach diesen merk- malen lasst sich der band in sieben teile oder hefte zerlegen, welche abwechselnd aus den papiersorten A und B bestehen. Die hefte 1, 3, 5, 7 enthalten die spater zu besprechenden einleitungen u. dgL, heft 2 enthalt den text von Josua, heft 4 Richter, heft 6 Ruth. Da ilbrigens jede dieser abteilnngen mit einer neuen lage anfangt, so steht keineswegs fest, dass dieselben in der gegenwartigen reihenfolge geschrieben wor- den seien, noch weniger lasst sich die abfassungszeit der auf dem papiere B geschriebenen biblischen btlcher durch daten feststellen, die etwa in den auf papier A geschriebenen heften rorkommen mftgen.
Gegenwartig enthalt die hs. 128 mit I— VI, 2—123 be- zifferte blatter ; ferner sind etwa 8 blatter nach dem einbinden
Kurrclmcyer, Blbel. X. b
Die hmndsobriften. XVIII
des buches entfernt worden, die jedoch wohl alle leer waren, da der text keine lllcken aufweist.
Heft 1 umfasst bl. I — VI, 2 — 12, in zwei lagen geglie- dert; heft 2 umfasst bl. 13 — 45 = lage 3 — 5; heft 3 umfasst bl. 46—55 - lage 6; heft 4 = bl. 56—88, lage 7—9; heft 5 - bl 89—98, lage 10; heft 6 = bl. 99—103, lage 11; heft 7 — bl. 104—123, lage 12, 13. Abgesehen etwa von spateren eintragungen sind die bll. I — VI, 12, 46, 104, 122, 123 leer. Es lassen sich drei schreiber unterscheiden : der erste lieferte die abteilungen 1, 3, 5, der zweite die abteilungen 2, 4, 6, der dritte die abteilung 7. Alle drei lassen den schwabischen dialekt erkennen. Schliesslich ist noch zu be- merken, dass in den heften 1, 3, 5, 7 ein schriftfeld von 20,5 X 12 cm grosse, in 24 zeilen abgeteilt vorliegt, wahrend die hefte 2, 4, 6 auf jeder seite zwei spalten zu je 35 zeilen aufweisen, die einen raum von je 22 X 6,5 cm einnehmen.
Bei der vergleichung des bibeltextes mit dem Mentelschen ist im allgemeinen zu konstatieren, dass die meisten der in M vorkommenden druckfehler und auffalligen lesarten auch in N vorkommen. Dagegen ist dies nur ausnahmsweise der fall bei den hss. WTF. Diese Qbereinstimmung zwischen M und N deutet also auf ein naheres verhaltnis zwischen den beiden. Besonders oft sind die eigennamen in MN korrumpiert, wo W den richtigen text bietet. Es handelt sich also nicht uoi lesarten, die der fibersetzung selbst zukommen, sondern urn schreib- oder druckfehler. So z. b. Josua 2, t : Dorumb jofue der fun nun fante . . . Anstatt jofue haben MN — und nur diese — moyfes. Aehnlich Josua 19, 10: das dritte los der fun sabulon das viel . . . Anstatt mbulon haben MN mbu. An anderen stellen wird ein adjektiv oder nomen als eigenname aufgefasst, wie z. b. Josua 13, b: zil amorreer vnd feinen nochwendigen . . . Anstatt feinen haben MNEP femon. Rich- ter 5, ai hat M den druckfehler: Der bach cifon zoch ir eyfer (anstatt efer^ pi. von afi) — daraus macbt N eyfor, welches wie die Ubrigen eigennamen rot unterstrichen wird. Aehnlich hat M den druckfehler fetzt anstatt fecht, = Ecce^ Ruth 3, 8, woraus N fotzt macht An den zuerst angeftlhrten stellen hatte ja auch N die fehlerquelle ftlr M sein konnen, an den
**^ Dte handichrlften.
beiden letzteren iat dies jedoch unmoglich. Noch starker tritfc diese unmoglichkeit hervor an folgenden stellen:
Josua 2, 9 : Wann etvere forcht die gecht auf vns . . Die hier gebrauchte form gecht (anstatt gacht) sah der schreiber ron N als druckfehler fttr geet an, und ersetzte sie also durch das schwabische gaut. Aehnlich liest Mentel (Richter 3, 15) : nutst ietweder hant fur die sefein (anstatt ze/em, dextera): dafflr setzt N zeftn. Noch bezeicfanender sind die stellen, an denen in M ein bucbstabe fehlt oder versetzt ist, wie z. b. Josua 16, s : vnd volent /ein gegm (anstatt gegent) bey dem micheln mere. Daraus maeht N den unsinn : vnd welend Jin gegen dem micheln mere. Desgleichen Josua 23, is , wo M liest: su eim /trick vnd ein trubfal in euwer feyten* vndphau- len (pfahli Vulg. sudes, Luther stachel) in euren augen. Die lautform mit au, welche auch sonst (z. b. Hiob 40, 10) vor- kommt, wie auch hier in W, war dem schreiber von N nicht verstandlicb, er setzte dafttr platern vnd- bulen! Der schla- gendste beweis, dass N direkt von M abgeschrieben ist, findet sich jedoch Josua 9, 6. Hier sollte M lesen : die brote die fy trugen vmb die vereerung an dem wege die do warn herte vnd geminnert in ftueke. Anstatt fiucke findet sich nun der leicht erklarliche satzfehler ftcuke. Dies las der schreiber von N z\b ftrtike, indem er schrieb: gemindert in den ftriichen der heckenf
Es kSnnten noch dutzende von gemeinsamen schreib- oder druckfehlern angeftthrt werden, wie helle anstatt kelfe, rieffen anstatt nefen, werd anstatt ward, vntss anstatt vnd^ wider an- statt vnder, allein anstatt allem, doch werden die oben ange* fob r ten gentlgen. Wenn man nun trotz den ganz unzweideu- tigen stellen Josua 9,5; 16, 8 ; 23, 1 8 annehmen mdchte, dass der druck vielleicht yon der handschrift abstaramen konne, so ist weiter anzuftlhren, dass die handschrift nicht nur an diesen angefflhrten stellen einen erweiterten text aufweist, sondern Sfters eigenmachtige interpolationen macht, die sich doch we- nigstens teilweise im drucke wiederfinden mtissten, falls dieser die handschrift N als vorlage benutzt hatte. Dies ist jedoch nirgends der fall, der druck halt sich ausnabmslos an den text
b*
Die hftndtohriflea.
XX
der Vulgata. Ein paar belege warden diese einschiebsel von N gentigend kennzeichnen :
Josua 17, 15 liest die Vulgata: succide tibi spatia1 welches M wortlich wiedergibt: hawe dir die weyL Dafttr setzt N: Mwe ab die geflruche vnfruchtbern bomen als aych buck birch hafjel dorn weid vnd rut vfi vnd mach dir ain tvyte. Richter 4,84 liest M: fy wuchjen teglich {crescebant quotidie). Daftir hat N: Sie namen eu vnd wuchfen vnd erfulten die wort de$ herren Da er Jprach waehfend vnd werdent iuwer vil. Rich- ter 7, ie liest M mit der Vulgata : er gab homer in ir hend : vnd lere legeln vnd glafua/3 in mitzt der legeln. Darauf folgt in N der zusatz : das fie da mit machten ain grofi gedbfe da von die madioner erfchracken.
Solche beigaben lassen noch immer den ursprttnglichen text hindurchsehen ; an folgender stelle hat jedoch der schrei- ber den sinn gatiz und gar verderbt. Richter 8, 29 liest M mit der Vulgata: Dorumb gerobaal der Jun ioas der gieng hin vnd entwelet in Jeim haus: vnd er het • Ixx • fun. Daraus macht N : dar vmb gerobaal der fun was der ftarb vnd ain ander der 0och in fin hu$ vnd wonet dar in vnd der felb man hett wol Ixx jun. Die allerschlimmste verballhornung findet sich jedoch Richter 21, 82, wo M mit der Vulgata liest: Vnd fo ir vetter vnd die bnider Jcumen vnd beginnen tefuchen vnd ze- Jcriegen wider euch: wir fagen in. Erbarmbt euch ir. Wann fy Iwbent ir nit gezucket von dem rechte der Jtreyt nach der vberwindunge : wann fy baten das fys entphiengent ir wolt ir nit geben. Dies hat der schreiber von N geradezu umge~ dichtet: Vnd fo ir vatter vnd ire brtider hommen vnd fie fuchen vnd werden vaft snirnen wider uch Jo fprechent frunt- lich m in Ir fttlt uch vnfer erbarmen wann wir haben ir nicht gestickt Sie find von in felbs gem mit vns gangen her vnd baten fie das fie es in fur gut hetten wenn fie find vnfer wib wurden vnd wir hunnens uch mit nicht wider geben.
Mit was ftir einem bibelttbersetzer wir hier zu tun haben, erhellt zur gentige aus den angeftlhrten stellen. Uebrigens konnen seine lateinischen kenntnisse nicht sehr bedeutend ge- wesen sein, da er die in M vorkommenden rSmischen zahlen tfc, dec, usw. konsequent durch tujent hundert, tufent zway-
XXI
Die handschriften.
hundert wiedergibt Dass ein „meifterw, der sich solche frei- heiten mit dem bibeltexte nimmt, es auch sonst mit der wabr- heit nicht aUza genau nehmen werde, liegt auf der hand, zumal wo es sich urn das herausstreichen seiner eigenen ver- dienste handelt. Nebenbei werfen die angefOhrten stellen ein deutliches licht auf die art und weise, in welch er der bibel- text durch einen ein zi gen schreiber entstellt werden konnte.
Soweit der eigentliche bibeltext. Die in den abschnitten 1, 3, 5, 7 gebotenen einleitungen lassen genau dieselbe ten- denz erkennen, dasselbe verfahren der tkberlieferung gegenttber. Eingangs erstattet Leonhardus Ethicy ain demiittiger lerer der hailigen ge/chrifft von gottes gnauden Ertzbifchoff von mittelin dem Papst Nicolaus V. (1447 — 55) einen bericht tiber die er- oberung der stadt Constantinopel durch den Ttirken Hommorat, der er als augenzeuge beigewohnt haben will. Gott der Herr habe diesen ungetauften heiden gesandt, weil die Griechen und nngehorsamen widerspenstigen leute der heiligen rdmischen kirche nicht gehorsam sein w oil ten. Im jahre 1450, anno Jubileo, in dem vierten tag im mayen do getvan der thiirck homorrat die Jlatt . . . Die thiircken Jtaltten in den tempel fant fuphya dUe tier vnnd das vich als helfavi roft vnnd iemeUier e/el mul och/en vnnd /tier . . . das hob ich ge/eehen mit meinen ougen vnnd gib des gezugnufi mit dry gaiftlichen mannen vnnd ettlich Jeranomiften vnnd mit dem hailigen alt- natter aggryoppel vnnd durch dien hochjlen mai/ter theoppilum die varen (waren) cujios vnnd mujlen her fur geben claffes vnnd m&Jten vf /chliej/en die fchatze der kirchenn . . . Dnter diesen war auch der heilige rock, den die Jungfrau Maria ihrem kinde in Bgyptenland gewirkt hatte. Vnnd al/o nam der thurck den rock vnnd das hailig criita vnd das ander/ilber vnd gold gab er /einen dienern.
Sodann erzahlt der berichterstatter, dass bei Sancta Ro- mana ein grosser turm gestanden habe und bei dem turm eine offene liberei, dar jnn wauren der bibel biicher nach der zal ye ains nach dem andern ge/chriben . . . Hier konnten Griechen and Syrer, Armenier, Juden und heiden die biicher der bibel lesen : ainer laft gene/is der annder Exodi der dritt Imiiici . . . und so weiter. Diese liberei wurde nun auch von
Die hand tohxif ten.
xxn
dem leidigen Tttrken zerstort, welches wiederum zum gegen- stande einer langeren klage wird. Den schluss dieses ab- schnittes bilden die capitula zum buche Josua, vierundzwanzig an der zahl.
In dem dritten abschnitte, welcher eine vorrede zu Rich* ter enthalt, wird bezug genommen auf den bericht des grie- chischen bischofs. Dariiber seien die brilder und studenten zu Rom trau rig geworden, und bruder Johannes Rellach habe angefangen : Wir woUenn mit der hilff gottes darurnb nit ver- zagen noch abtrettent Das fchiff Sant Peters wirt uil wind nil ftoffe habenn Es wirt darurnb nit vndergan find die krie- chifchen biicker vnndergangen So wollenn wir criften die la- tinifcher biicher zu tiit/ch machen das die layen werde ge- ftercht ♦ . . do rnir got der herr von Bom haim half js& tiitfchen landen in das biftum von Cojlenntz Do nam ich mir fur das fybent buck der biblin Vnnd gedaucht an deft fprucfi Es ift ain annder ding zefein ain prophet . . • Es ist dies eine stelle aus dem briefe des Hieronymus an Desiderius, die fast wortlich dem Mentelschen texte entnommen ist (bd. 3, s. 41, z. 44 ff. unserer ausgabe). Schliesslich wendet sich der schreiber an seinen allerliebsten freund Meister Lucas, der ihm helfen soil Gott zu bitten, dass er das siebente buch der Rich- ter vollbringen rnoge, des jch mich vnnder wonndenn han nach Anno Jubileo 1451 ■ Am viertten tag jm aberollen . . . Hierauf folgen auszflge aus dem briefe des Hieronymus an Paulinus, die auch eine anzahl der Mentelschen druckfehler enthalten. Den schluss machen auch hier die capitula zu dem folgenden buche (Richter),
Welche glaubwUrdigkeit ist nun diesen beiden berichten zu schenken ? Der erste zeuge gibt an, er sei am 4. Mai 1450 bei der einnahme von Constantinopel zugegen gewesen, wah- rend die stadt tatsachlich erst am 29. Mai 1453 von Muhara- med II., nicht Hommorat, erobert wurde. Die angegebene jahreszahl wird ferner durch den zusatz anno jubileo gesichert. Dass der schreiber dieses also kein augenzeuge gewesen sein kann, liegt auf der hand* Hdchst wahrscheinlich hat er aus einer lateinischen quelle *) geschopft, denn nur so lassen sich
1) Nachtr&glich entdecke icb dass unser Leonhardus Ethicy
xxm
Die htndichrifteD.
die worte die varen cujlos vnnd wujlen her fur geben claffes erklaren. Die zusatze vom Anno jubileo^ vom heiligen rock und heiligen kreuz soUten also nur dazu dienen, urn den effekt zu steigern, w ah rend die aufzahlung von helffant^ ro/J, TcemmeU tier usw. auf den bearbeiter der oben erwahnten stelle Josua 17, 15 hinweist, wo der bibeltext in ahnlicher weise durch eine liste der unfruchtbaren baume bereichert wird.
Wenn nun die folgenden bericbte immer wieder auf die eroberung Constantinopels anno jubileo zurttckkommen, wah- rend das 7. buch der bibel angeblich nach diesem ereignisse und zwar am 4« April 1451 in angriff genommen wurde, so iat auf dies zeugnis wohl kein besonderes gewicht zu legen. Im ffinften abschnitte findet sicb endlich ein datum, wel- ches man auf den ersten blick als echt ansehen kdnnte :
Jnnomine domini Amen anno domini millejtmo quadrin- gentejhno Septuagejtmo primo Inndicione fecunda pontifieatus Sanndiffimi in crifto patris et domini domini pauli diuina prouidetincia pape fecundi anno eius quinto JSora primarum vel quafi Scripta funt hec per me Petrum carter kathedra- lem In fidem et testimonium omnium premifforum.
Paul IL regierte nachweislich vom 16. Sept 1464 bis zu seinem iode am 26. Juli 1471: anstatt quinto sollte es also heissen septimo. Ferner war das jahr 1471 das vierte der be- treffenden Indiktion, nicht das tweite. Uebrigens ist bei diesem datum befremdend, dass sogar die stunde angegeben wird, wahrend der tag nicht erwahnt wird. Man sieht eben an all diesen stellen das angstliche bestreben, durch angabe genauer daten und einzelheiten den schein der zuverlassigkeit zu er- wecken — dass irgend jemand diese daten spater nach prfl fen kdnnte, darum bektlmmerte sich der redaktor nicht.
identisch ist mit Leonard us Chieneis, dessen Episiola de Cpolitana nrbe capta bei Migne, Patrologia Graeca, bd. 159 abgedruckt iat. N&herea unten, 8. LX1II. Es existiert auch eine deutsche fassung, wie au« dem Auktionskat, No. 1001 (6.-8. Mai 1913) der Ander- son Auction Go. in New York zu erseben ist. Hier heieat es unter No. 246: . . - Die belegerrung und eroberung der Kaiserlichen statt Con- stantinopoiis (Leonhardum den ErUbischoff zu Mitplene); Item der schonen Inseln und posten Bhodus verlust (Jacobo Fontano). Alles aus Latinischer spracken ins deutsch newlich verdolmetschet durch Heinrichen von Eppendorf. Folio. Strassbtirg: Hans Knoblouchs, 1551.
Die hands ofcilf tan .
XXIV
Im letzten abschnitte wird wieder der inhalt der vorher- gehenden rekapituliert, sodann folgt die beschreibung einer grossen reise, die der maifter difi bucks angeblich nach der im jahre 1450 erfolgten eroberung Constantinopels gemacbt hatte, um diesen fall der christenheit in alien deutschen lan- den zu verkttnden. Es werden u. a. genannt Constanz, Coin, Aachen, Fulda, Marburg, Erfurt, Meissen, Spandau, Berlin, Sachsen und das heilige blut zur Wyltzena (Wilsnack), Lflbeck, Norwegen, Drontheim, Upsala, Samland, Marienburg, Elbing, Krakau, Breslau, Prag, Zips, Ofen, Wien, Passau, Regens- burg, Augsburg. Da der meister ferner weiss, dass Ma- rienburg und das ganze land da herum, Thorn, Danzig, Dir- schau, Kulm, Elbing, Marienwerder usw. vom Deutschen Or- den verloren worden waren, so kann dieser abschnitt wohl erst nach dem friedeu von Thorn (19. Okt. 1466) geschrieben wor- den sein. Dass der meister diese reise Uberhaupt gemacht habe, wird durch eine solche stadte-liste keineswegs bewiesen, denn es war dies die zeit der reisebeschreibungen, wie sie von der feder eines Rieter, Schiltberger, Georg von Ehingen, Leo von Rozmital u. a. auf uns gekommen sind.
Als der meister nun wieder in seine heimat gekommen war, do hetten nun dieftudenten angefangen zu Jlrafiburg vndsu bafel zufpyr vnd wurmes die bublin m vertut/chen. . . . Vnnd al/o vieng ich an in dem namen gottes on den niitz (nichts) voU Jcomens ijl noch werden vnd maeht Be tutjch den fettens uber die bubel bucket wie vil der namen vnd cappitel find ... An dieser stelle wird also nicht der bibeltext, sondern nur die in- haltsangabe Uber die verschiedenen bOcher der bibel als eigen- tum des meisters in anspruch genommen.
Tatsachlich folgt hierauf eine liste der bttcher des Alten Testaments, mit inhaltsangaben und illustrationen. Jedes buch wird in farben abkonterfeit, und wo z. b. mehrere btlcher unter einem titel genannt werden, wie bei den bUchern der Konige, da hat der kilnstler auch tatsachlich vier bttcher hingemalt! Dass auch der schreiber dieses abschnittes des lateins nicht machtig war, erhellt aus stellen wie Tre/ite et multiblicamini (bl. 108) und dominus dedit dominus abfaitlit (bl. 113).
XXV
Die handschriften.
Anf diese inhaltsangaben folgt wieder das datum 1450,
aodann die angabe Der maijter dip bucks haift Johannes
rtiloch von refom der zoch v/3 von Bom bis in fin bijlum zu
Coflentz in Jchwauben dar vfi er geborn ijl. . . . Darauf wie-
det era abriss der obenbeschriebenen reise, wobei zum toil neue
stadte and lander genannt werden. Zum schluss ist wieder
tou homorat, Anno Jubileo, und dem heiligen voter die rede,
dazu die versicherung, gott latt fantt Petters fchiff nitt vnder
gon dar vmb ir crijlen tund bufz fo will Jtch gott erbarmen
tber vnns (die Amen Deo gracias.
Dass auf grand solches zeugnisses die bibeltlbersetzung dem Johannes Rellach zuzuschreiben sei, wird wokl kaum mehr behauptet werden. Uebrigens ist ja auch gar nicbt sicher, dass der maifter diji buehs sich als den ftbersetzer darstellen wollte — das wort konnte ja auch als kompilator oder gar eigentQmer aufgefasst werden. Wie dem auch sei, der eigent- liche bibeltext der Nflrnberger handschrift ist ohne zweifel direkt voru Mentelschen drucke abgeschrieben und hatte hier keine ausffihrliche erorterung verdient, wenn die handschrift nicht allgemein als original betrachtet und daher zur bestim- mung der verfasserschaft der Ubersetzung herangezogen wor- den ware*
Besonderes interesse beansprucht nur noch die handschrift Serin. 6. 105 der Stadtbibliothek in Hamburg. Die handschrift, welche sich ursprOnglich in der bibliothek des Consistorial- rats Goring in Minden befand, kam nach dessen tode in den besitz Johann Melchior Qoezens, der sie in seinem Versueh einer Bistorie der gedrucMen Niedersachsischen Bibeln S. 6 — 23 ausfQhrlich beschrieben hat Durch die hier mitgeteilten les- arten wurde Rachel1) veranlasst, die hs. H. mit F zu verglei- chen, worauf dann Walther (sp. 137 — 143) dieselbe naher untersuchte. Die handschrift enthalt die Evangelien und die Apostelgeschichte und tragt am schluss das datum xiv hun- dert vn Hit, welches jedoch ursprdnglich xv hundert vn iiii gewesen sein muss, da das i in xiv auf rasur steht, wie auch
1) Ueber die Freiberger Bibelhandachrift nebst Beitr&gen zur Ge- •chichte der vorlutherischen BibelQbersetzung. Freiberg 1886, Progr. No. 495.
Die handsohriften.
XXVI
die rote lime darunter durch rasur gebrochen ist. Der scbluss der inschrift : von fufter Gertrut von buren ist mit anderer tinte geschrieben und steht auch teilweise auf den schnorkeln und verzierungen des rubrikators. Es handelt sich also um eine jttngere eintragung, weshalb fufter Gertrut als schreiberin nicbt in betracht kommt.
Die hs. geht augenscheinlich auf einen der drucke E — Oa zurttck, und zwar ist es, wie wir sehen werden, die Eoburger- eche ausgabe selbst, die dem schreiber als vorlage diente* Walther setzt Sc als vermutliche quelle an, da KG vnts haben, wahrend die hs. H mit SbSc bis setzt Dies darf jedoch nicht als kennzeichen benutzt werden, da der schreiber einfach das ihm gelaufige wort setzte, ohne rticksicht auf die vorlage. Es lassen sich z. b. dutzende von ahnlichen stellen nachwei- sen, an denen der druck 0 vniz setzt, wahrend die von ihm benutzte vorlage Sb bi(J gebraucht (z. b. Mat. 5, ae; 17, 9 ; 24,i8,si,88; 25, so ; 26, is). Mat 17, n haben MEP Vntz, Z — Sc setzen daftlr Bi/3, OOa wieder Vntz. Joh. 21, as ha- ben dagegen MEP &(/>, Z — G vntz^ SbSc setzen wieder bifa OOa dagegen vntz. Nur der Eoburgersche druck kann als vorlage ftir H benutzt worden sein, da die ttbrigen drucke GSbScOOa vielfach von E abweichen, wo HE ttbereinstimmen. Man vergleiche z. b. im apparat die lesarten zu Apg. 9, a, 40; 13,89.48; von Sb zu Mat. 4,24; Apg. 8,8; 11, ia; von Sc zu Apg. 7, so ; 12, 1? ; 14, as; von OOa zu Mat 4, 24; Apg. 10, as; 19, 19; an all diesen stellen weist H die lesart von E auf. Sogar der druckfehler anglcen fOr angker, der zwar auch in SbScO vorkommt, wird von H beibehalten. Eine ganz un- zweideutige stelle ist jedoch 329 c 10, im Prolog zum Markus- Evangelium. Anstatt fiirwar hat E — und nur dieser druck — die auch sonst darin vorkommende dialektform furbar^ woraus H vorbas macht. Im grossen und ganzen ist also H eine abschrift von K, wenn auch der schreiber ab und zu ver- altete oder zu seinem dialekt nicht stimmende worter durch andere ersetzt, die nun teilweise mit Mentel (entbinden Mat. 5, 17, 19; pharifeer 5, 20; 9, 84; heiden 6, 7), teilweise mit der niederdeutschen Eolner Bibel (vgl. Walther sp. 141 f.)t teil- weise mit dem wortschatz des 2. zweiges ttbereinstimmen (be-
XXVH Die h*nd«chriftea.
korunge Mat 6, is ; licham 26, se ; 27, 69). An gewissen stel- len stimmt femer der text von H mit glossen der Freiberger hs. Qberein, die you einem korrektor fb des 15/16. jahrhun- derts herrflhren (vgl. bd. 1, 8. XXVII)* Als beispiele mogen folgende stellen dienen : Marc. 6, 9 fpargalcsen FM, braytten fchuhen K, folen Hfb ; Marc. 15, 46 fyndon FMK, wift lynen tuck (duch fb) Hfb; Marc. 16, s fchreck vnd Jchiph FM, fchreck tmd forekt E, tyttern vnd eyn grufen Hfb; Luc. 5, is Ktfuch- tig FM, gihtbruchig E, gichtig Hfb; Job. 9, i6 horb FM, hot E, eyn klumppd (Uumpelgen fb) erden Hfb. Nebenbei sei be- merkt, dass der glossator fb an anderen stellen mit K geht (gegen H), dagegen auch manchmal allein steht. Urn nun die oben angefDhrten Obereinstimmungen zwischen H und fb zu erklaren, setzt Rachel eine jetzt yerschollene evangelienhs. an, als gemeinsame quelle der in H und fb vorkommenden les- arten. Im anscbluss an Rachel nimmt dann auch Walther das vorhandensein dieser alteren quelle an, um verschiedene ihm altertflmlich erscheinende lesarten von H zu erklftren. Diese annahme ist jedoch tlberfltlssig, denn erstens lassen sich die altertdmlichen ausdrtlcke in den gedruckten bibeln nach- weisen (Mentel, Kolner ausgabe, Eoburger), und zweitens hat der Freiberger korrektor fb die Hamburger hs. selbst benutzt. Dies wird bestatigt erstens durch auffallende schreibweisen, sum teil abktbrzungen und schreibfehler, die den beiden ge- memsam sind: Luc. 12, is hat E geytigkeyt, H gytzigkx, fb gxtzigkx; Mat. 22, 8 dienern E (dat. pi.), dieneren Hfb; Marc. 15, se fchwarn (spongia) K^fchawm Hfb; zweitens durch eigen- artige wortbiegungen, die der glossator fb aus H tlbernommen hat, obschon sie auf den text von F durchaus nicht passen. Der schreiber H setzt z. b. manchmal -en als endung der 2- pers. plur., w&hrend die Obrigen texte ~t oder ~et setzen (werden ir Mat. 26, 84 ; ir werden Mat. 27, 24; Joh. 8, 28 ; han- deUen ir Marc. 9, 34) : an letzterer stelle setzt der glossator f b zum text von F: Was betracht ir, die glosse oder handelten; Joh. 8, is hat F (und ahnlich E) : So ir derhocht, wahrend H liest: fo ir erhohen werden — dies werden setzt nun fb in den text yon F, wodurch also die grundfalsche lesart So ir der- hocht werden hergestellt wird, weil eben der korrektor blind
Die handtchriften. XXVIII
von H abschrieb, ohne sich urn den sinn zu bekttmmern. Noch mehr solcher stellen lassen sich anftthren : Luc. 2, 20 liest F : di hirten kerten wider fi wunniclichen (anstatt twnniclichten), wahrend H liest : die hyrten fint widerutnb gangen glorifttzie- rendt; dieses particip glorifitzierende setzt fb wieder wdrtlich in den ihm vorliegenden text von F. Aehnlich Luc. 4, si, wo F liest: lert fi da in den famcztagen, H dagegen an dem fab- bath. Das wort fabbath setzt nun fb in seinen text, wodurch die lesart in den fabbath hergestellt wird. Luc. 10, 89 hat M : dirr was ein fchwefter (Vulg. huic erat soror), wo sich dirr als dat. fern, auf Martha bezieht; in F fehlt aus versehen das wort was, wahrend H liest: die hatte ein fwefter. Das in F fehlende hilfszeitwort erganzt nun fb aus H, in dem er so die lesart herstellt: dirr het ein fwefter \ welches unsinn ist, da jetzt dirr als nom. sing, masc. gilt. Der korrektor fb muss also entweder die handschrift H oder eine ihr vollig gleich- lautende hs. benutzt haben, die nicht nur die orthographischen eigenheiten und schreibfehler derselben, sondern fiuch die glei- chen abkOrzungen aufwies. Die annahme einer verschollenen hs. ist jedoch vSllig ttberflttssig.
Der vollstandigkeit halber sollen auch die fibrigen kopien gedruckter bibeln angeftthrt werden, obschon diese fflr die text- geschichte nicht in betracht kommen. Dabei bemerke ich, dass ich sie saint lie h eingesehen und verglichen habe. Wei- teres findet man bei Walther (sp. 130 — 137), dessen ausfdh- rungen gelegentlich der erganzung bedttrfen.
1. Die Wolfenbtttteler hs. 1. 6. 1. Aug. fol., das Neue Testament enthaltend, abschrift yon Mentel.
2. Die Wolfenbtttteler hs. 1 A, 1 B, Aug. fol. habe ich be- schrieben im American Journal of Philology, Vol. XXII, 70 — 73. Der text geht abwechselnd auf M und Z zurtlck. Drei schreiber haben an der arbeit teilgenommen, deren erster, Martin Huber Tutscher schulmaister zu Memingen, das werk auf Sankt Otmars tag 1481 vollendete. Der text yon Genesis bis Richter 5, 82 geht auf M zurtlck ; Richter 6, 1— 16 schwankt der schreiber zwischen Z und M, yon v. ie an bis Jerem. 48 schluss war Z die vorlage. Yon Jer. 49, 1 bis 50, 2 lagen wieder beide drucke dem schreiber vor, yon y. 8 an bis zum
XXIX
Die hmdichriften.
schluss von Jonas 1 wurde M benutzt. Yon Jonas 2 an bis 1. Pet 2, 6 geht der text auf Z znrttck, die verse 6—8 ma- chen wieder den flbergang, und von dort an bis zum schluss von Offenb. 21 wurde wieder M benutzt. Das 22* (letzte) kapitel von Offenb. geht auf Z zurtlck. Man beobachtet hier dasselbe verfahren, welches der redaktor der vorlage von W
— und seltener anch von M, vgl. Micha 1, 8— n — verfolgte.
3. Die im schw&bischen dialekt gescbriebene vollstandige bibelhandschrift fol 676—678 der Kgl. Bibl. in Berlin tragt am ende das datum 1470. Sie ist eine kopie von MenteL
4. Die Heidelberger handschrift pal. germ. 16 — 18, das Alte Testament bis Maleachi umfassend, geht gleichfalls auf Mentel zurtlck.
5. Die MQnchener handschrift cgm. 204, 205 ist beschrie- ben in dem oben erwahnten aufsatze (Am. Journ. of Phil. XXII, 73 — 76). Der text stimmt sehr genau mit Mentel tiberein, so dass man auf den ersten blick annehmen moehte, dass beide von derselben vorlage abstammten. Da jedoch in der hand- schrift der auf bl. 205 f. von Mentel enthaltene text (Pred. 8, 12
— Hoh. 8, 14) fehlt, und zwar ohne aussere ltlcke, so ist es klar, dass die hs. direkt von M abgeschrieben ist, wobei bl. 205 f. Qbersprungen wurden. Der erste band der hs. tragt am schluss die inschrift: 1473 ward dass buoch ganiz auss- gemacht nach den obresten (Epiphanias). Dagegen findet sich am schluss des zweiten bandes das frUhere datum : Finis huius libri 147J2/3 mittichen vor wihnachten aU auss gemacht Ihs marya. Dies erklart sich dadurch, dass das letzte doppelblatt des ersten bandes nachtraglich, also am 6. Jan. 1473, durch ein neues ersetzt wurde, wie nicht nur aus den schriftztigen und der tinte, sondern auch aus den wasserzeichen zu ersehen ist, w ah rend das ganze werk eigentlich schon am mittwoch vor Weihnachten (23. Dez.) 1472 vollendet worden war. Das ur- aprQngliche scblussblatt des ersten bandes findet sich auf den inueren vorderdeckel des zweiten bandes geklebt. Der grund fflr den ersatz des letzten blattes lag darin, dass der schreiber ursprflnglich beabsichtigt hatte, alles in einen band zu bringen, wie ja auch der Mentelsche druck keine teilung aufweist, Nachtraglich entschloss sich dann der schreiber, das ganze
Die handichriften.
XXX
auf zwei bande zu verteilen, wobei die rubrik yfaias auf der letzten seite des nunmehrigen ersten bandes nicht passte und folglich das doppelblatt durch ein neues ersetzt werden musste.
6. Die im jahre 1469 von Erasmus Stratter in Salzburg geschriebene handschrift Manuscr. Ill, 48 der universitats- bibliothek in Graz ist gleichfalls eine abschrift von MenteL Der dialekt ist bairisch. Durcb versehen des scbreibers fehlt der abscbnitt 1. Kon. 14, 88 — 17, 25, indem bl. 145 mit den worten schliesst: vnd het gegeffev, wahrend bl. 146 anfangt: vnd ain ieglieher von i/rahel fprach.
7. Die zweibandige handschrift A. N. 6, 7 der universi- tatsbibliothek in Basel ist ohne datum, stammt jedoch gleich- falls Yom Mentelschen drucke ab. Im buche Jesaja fehlt der abschnitt 46, 1 — 50, 9 (feint gemacht. ... — Seckt der herre gott ijt). Eine kleinere lticke findet sich Jes. 2, 5 fM indem der schreiber von Hans iacobs (v. t) auf haus iaecibs (v. e) abirrte.
8. Der Psalter cgm. 82 der Kgl. Hof- und Staatsbiblio- thek in Mtinchen tragt das datum 1484. Vorlage war einer der druck Z— Sa.
9. Die handschrift Solger Manuscr. N. 17, folio, der Stadtbibliothek in Ntirnberg ist im jahre 1483 geschrieben. Sie enthalt nur die erste balfte der bibel (Genesis — Psalmen) und geht gleichfalls auf einen der drucke Z— Sa zurttck.
2. Die drucke.
Zu den im vorwort zum ersten bande gemachten aus~ fflhrungen ttber die drucke sind eine anzahl nachtrage zu bringen, besonders Ober die im laufe der arbeit entdeckten abweichenden lesarten verschiedener exemplare ein und dessel- ben druckes.
M. Hain 3130. Ueber den Mentelschen druck ist das wesentlichste schon gesagt. Der band enthalt 405 bed ruck te blatter1), die seite zwei kolumnen zu je 61 zeilen. Die ko-
1) In Copingers Supplement zu Hain, bd. 1, a. 99, sowie im Eat des British Museum wird die blattzahl als 405 gegeben, of which 355. is Hank. Diese angabe ist falsch: mit dem weissen blatte, welches in nur wenigen exx. vorhanden ist, wfirde man 406 z&hlen.
A2LA1 Dio diucke.
lumneu 107 d, 144 a, 157 c, 195 b weisen nur 60 zeilen auf, bl. 300 cd (vgl. bd. 1 s. X) dagegen 62. Ein titelblatt ist weder hier noch bei den folgenden ausgaben E — Sb vorhan- den. Angaben fiber ort, jahr und drucker, sowie blatt- und kapitelzahlen, kustoden, signaturen, ttberschriften und initia- len1) fehlen gleichfalls, nur der eigentliche text ist gedruckt, das Ubrige wurde nach dem muster der handschriften dera rubrikator fiber las sen. An einer anzahl stellen weichen die verschiedenen exemplare von einander ab2), doch sind diese aaf presskorrekturen zurttckzuftthrenden unterschiede unerheb- lich. Dabei ist zu bemerken, dass die exx. sich dadurch keineswegs in zwei gruppen einreihen lass en, vielmehr stim- men einmal die exx. ab tlberein gegen cd, ein andermal ac gegen bd, dann ad gegen be usw. Die korrigierten und un- korrigierten bogen wurden also aufs geratewohl in einen band ▼ereinigt, und es nicht anzunehmen, dass irgend ein exemplar durchweg mit einem anderen genau iibereinstimmen werde. An einer einzigen stelle lasst sich eine neue recension nach- weisen, indem bl. 306, 307 (=»1. Mak. 8, 22— 11, 9) im Rosen- talschen exemplare, und vielleicht auch in anderen, ganz neu gesetzt sind. Der grand fdr diesen neuen satz war nicht etwa yerbesserung von druckfehlern, sondern einfach der, dass von dem betreffenden bogen nicht die gentlgende anzahl abzilge gemacht worden waren, oder es war ein exemplar irgendwie verdorben. Die lesarten dieses neuen satzes sind im app. durch die sigle Mb bezeichnet.
E. Hain 3129. Die aussere einrichtung dieser zweiten ausgabe ist der Mentelschen sehr ahnlich, nur hat E 403 be- druckte blatter zu je 60 zeilen. Die kolumne ist 273 — 281 mm hoch und 85 mm breit, mit einem zwischenraura von 22 mm. Auf bl. 259 hat die kolumne 285 mm h5he. BL 237, 238 haben 62 zeilen, bl. 253 — 259, 61 zeilen. Das werk ist in
1) Vereinzelt wurde zwar der durch die initiate vertretene an- fangsbuchstabe gedruckt, z. b. Gen. 33 und 88; 3. K8n. 1; 2. Ghron. 20; Ps. 7 und 20; Pred. 3; Jes. 26 und 27; Jer. 14; Bar. 6; 1. Mak. 6 und 11; RSoi. 6.
2) Z. b. 5a 17; 5d 46; 17b 43; 33c 2; 37a 48; 127d 12; 324b 1; 402 b 39.
Die drucke.
xxxn
42 lagen gegliedert, und zwar durchschnittlich quinionen: nur lage 7 enthalt 3 bl. und einen falzen, lage 17, 4 bl. ; die la- gen 11, 26, 27, 28 je 8 bl. ; die lagen 41 und 42 je 12 bl Diese 42 lagen lassen sich wieder in 7 grdssere setzer-abschnitte einteilen, die durch teilweise leere schlussblatter gekennzeich- net sind: I. (bl. 1—63) enthalt den Pentateuch; II. (bl. 64 bis 101) Josua bis 2. K5n. ; III, (bl 102—155) 3. Kon. bis 8. Esra; IV. (bl. 156—176) Tobias bis 1. Prol zum Psalter; V. (bl. 177—195) den Psalter; VI. (bl 196—259) Sprttche bis Klag. ; VII. (bl. 260 — 403) Baruch bis schluss. Dieser letzte ab- schnitt, dessen lftnge gegen die der Obrigen stark absticht, ware eventuell in zwei zu teilen, da auf bl. 353 (schluss des Ev. Joh.) die letzte kolumne zu zwei dritteln leer ist : das folgende blatt bildet jedoch die nritte einer lage.
Die ansgabe E wurde frtiher dem Joh* Fust zugeschrie- ben, auf grand einer rubrik in dem einen Stuttgarter exem- plare. Steigenberger *) brachte dann den beweis, dass sich diese angabe, sowie das datum 1462 auf die lateinische bibel jenes druckers beziehe. MerkwUrdigerweise findet sich nun eine ahnliche angabe, und zwar in fast ttbereinstimmendem wortlaut, in zwei anderen exemplaren, namlich dem Mtknchener ex. und dem zweiten (defekten) ex. der Lenox Collection in der New York Public Library. Im ersteren heisst es am schluss : Johann Fust Moguntinus ciuis A. 1462 effecit. Diese eintragung rlihrt nicht vom rubrikator her, sondern sie ist mit schwarzer tinte geschrieben. Im New Yorker exemplar hat jedoch der rubrikator die eintragung gemacht: Johann fust Mogmieianus Ciuis A Mcccclxii effecit Durch diese in- schrift, die sich eventuell noch in anderen exemplaren vor- findet, wird der schein erweckt, als ob der verleger diesen kunstgriff versucht hatte, um der ausgabe grosseres ansehen und starkeren absatz zu verschaffen.
Das zweite New Yorker exemplar (Eb) ist ferner dadurch
1) Literariech-kritieche Abhandlung tiber die zwo aller<este ge- drnckte deutsche Bibeln .... Von Gerhoh Steigenberger, MQnchen 1787. Steigenberger war der erste, der das verh<nie der drucke ME zu einander sicher festotellte. Zwei tafeln geben ein facsimile der schrift dieser drucke.
XXX1U
Die drucke.
wichtig, dass eine anzahl blatter neu gedruckt sind, und zwar mit anderen typen, die sich sonst nicbt nachweisen las sen. Es bandelt sich urn 6 doppelblatter, namlich den ausseren bogen der 1. lage (bL 1, 10) ; den vierten bogen (yon aussen gerech- net) der 9. lage (bL 77, 80) ; den dritten bogen der 15. lage (bl. 134, 139); den vierten und fUnften bogen der 29. lage (bL 263—266); den dritten bogen der 38. lage (bL 352, 357). Abgeseben von bL 1 b (62 zeilen), bL 266 (60 zeilen) und bL 357 (62 zeilen) baben diese blatter durchweg 61 zeilen, die kolumne ist 276 mm hoch (bL lb 281 mm), der zwischenraum betragt 22 mm. Auf die gleich falls neugesetzten blatter 153, 174 werden wir spater zurQckkommen.
Schon auf den ersten blick unterscheidet sicb das exemplar Eb von alien anderen mir bekannten exemplaren durch die mit grosserer schrift gedruckte anfangsrubrik (5 zeilen = 32 mm). Im originaldruck E kommt nur eine schriftgrdsse vor, wah- rend die rubriken tlberhaupt nicht gedruckt, sondern dem rubrikator Qberlassen werden. Die gedruckte rubrik in Eb lautet:
Hie bebt an die vor red oder die
epiftel des heiligen briefters fant
Iberonimi zfl paulinu vG alien got
licbe biftorien der bucher vnder d'
biblien* Das erft capittel'
Die folgenden, der initiale wegen kurzen anfangszeilen des eigentlichen textes lauten in den beiden drucken:
E Eb
Rfider Ambrofius d9 Rflder ambrofius der hat
bat vns bracbt ein clei vns brachtt ein cleine gab
ne gab. Do mit hat er Do mit hat er auch bracht
auch bracht die aller die aller fuften briffe die v0
fallen brieffe die vS de dem an gang d' fruntfchaft
angang df frefintfchaft des glaubenn yetzund des
dez glaube yetzund dez bewerte glaubens vn auch
bewerten glaubens vn alter fruntfchaft hab wir
auch alter freuntfchaft hab wir aufgefproche
Knrrelmayer, Bibel. X. C
Die drucke.
XXXIV
Textlich geht Eb auf E zurtlck, der setzer erlaubt sich keine neuerungen, sondern bemttht sich, den text seiner vor- lage genau wiederzugeben. Dies gelingt ihm jedoch nicht iinraer, da an vielen stellen, die vom zweiten bande an im app. verzeichnet sind, w5rter ausgefallen sind. Gelegentliche ttbereinstimmungen der folgenden drucke PZ mit Eb sind un- erheblicher art, im allgemeinen stimmen sie mit dem original** druck E tlberein. Merkwttrdigerweise findet sich jedocb in P, wo samtliche rubriken gedruckt sind, die oben angeftlhrte an- fangsrubrik in fast identiscbem wortlaut, so dass die annahme gerechtfertigt scheint, dass eine von der andern abstammen mtisse. Da nun P samtliche rubriken an entsprechender stelle druckt. ware P als die quelle von Eb anzusehen, wo nur diese einzige rubrik gedruckt ist.
In einem exemplar von E im British Museum (signatur IC 779, vormals 464. g« 3) findet sich jedoch auf einem beson- deren doppelblatte (2 voile seiten zu 60 zeilen und eine kolumne zu 50 zeilen) eine art register fiber samtliche bflcher der bibel — die blattzahlen fehlen zwar, doch hatten ja diese mit der feder eingetragen werden konnen. Dieses register, welches von keineni bibliographen erwahnt wird1), muss nun die ge- meinsame quelle von Eb und P gewesen sein. Der an fang lautet:
Hie hebt fich an die vorrede odf die epiftel des hey ligen briefters fant jheronimi zfl paulinum von al- ien gotlichen hiftorien der bficher vnder der biblien das erft capittel, Brflder arabrofius &c. 5 Hie hebt fich an die ander vorrede vber die funff bflcher moyfi &c. Ich hab genommen &c. Hie hebt an dz bfich genefis das erfte capittel. In dem anegang gefch&ff got &c.
Hie hat ein end genefis. Vfl hebt an das bflch ex- P weist folgende varianten auf: z. 3 bucher] brfider. z. 7 hebt fich an. Die anfangsworte Bruder ambro/ius usw. fehlen durchweg, da die rubriken in P an den betreffenden stellen im texte stehen.
1) Copinger macht zwar zu Hain 3129 (E) die verbeaserung: 406 ff., of which 196 is blank, not 404 ff., erwahnt jedoch das register nicht.
XXXV Die drucke.
Der schluss des registers lautet (bl. 2, zeile 45 — 50): Die epiltel iude hat do el end vfl hebt an die vorred Tber dz bftch d' heymliche offenbarung. Iohannes die vorred hat hie ein end* vft bebt an dz bflch der heyralichen offenbarung0 dz erft capitteL Die eroff* Die thytelius heben fich hie an vber einen iegliche pfalra. Do faul
Das register ist durchweg mit den typen des original- drucks E gedruckt. Ob dasselbe auch in anderen exx. vor- h an den ist, habe ich keine gelegenbeit gehabt festzustellen. Anzunehmen ist, dass der verleger nachtraglich die zweck- massigkeit eines registers eingesehen and dasselbe den noch vorhandenen exemplaren beigeftigt habe. Der druck Eb stellt dann ein noch spateres stadium dar; der neuen typen, und besonders der grosseren schrift wegen — von den deutschen ausgaben weist erst die Koburgersche (1483) zwei schrift gross en auf — wird es wahrscheinlich , dass ein nachfolger Eggen- steyns, der seine bestande mit tibernommen, ein unvollstandiges exemplar, vielleicht auch mehrere, mit den ihm zu gebote stehenden typen vervollstandigt habe.
Daraufhin deutet ferner das oben nur erwahnte blatt 174 des exemplares Eb. Die vorderseite gehSrt zum originaldruck E, die rttckseite jedoch, die zwar gleichfalls 60 zeilen auf- weist, zum doppeldruck Eb. Das blatt war also ursprtlng- lich nur einseitig bedruckt, und der spatere drucker ersparte sich daher die mflhe, das ganze blatt noch einmal zu drucken *).
XJeber diesen spateren drucker lasst sich leider nichts er- mitteln. Die im neudruck Eb gebrauchten typen sind zwar ausserst eigenartig, dennoch ist es tnir weder in der Hof- und
1) Dies beweist naturlich auch, dass man noch nicht den ganzen bogen, sondern jedesmal nur eine seite druckte. Auch andere stellen bestatigen diese annabme: auf bl. 87 verso des exemplares Eb steht der eigentlich auf bl. 90 verso gehOrende text, und umgekehrt. Die beiden bl fitter, welche zum ursprQnglichen satze gehQren, bilden einen eimigen bogen, dessen 2. und 4. seite verwechselt wurden. Genau das- selbe gilt far bl. 134 verso und 139 verso. An all diesen stellen weist da* exemplar E die richtige folge auf.
Die drucke.
XXXVI
Staatsbibliothek zu Mttnchen noch im British Museum gehragen, ein anderes mit denselben typen hergestelltes werk aufzufinden. Nach Proctors system messen 20 zeilen 92 mm. Die buch- staben y und £ sind leicht von den in E gebrauchten zu unterscheiden, ferner findet sich in der ersten kolumne zwei- mal die ligatur ct, die an den betreffenden stellen in £ nicbt vorkommt. Der in Eb gebrauchte punkt ist eckig und ver- haltnismassig sebr gross: er steht nicbt auf der linie, sondern auf halber hohe des buchstaben. Im originaldruck dagegen ist der punkt klein und rund. Am leichtesten zu erkennen sind jedoch die buchstaben k und w des neudrucks: ersterer besteht eigentlich aus den buchstaben lr, letzterer aus iv (das i ist mei- stens ohne punkt). Dies lasst sich leicht erkennen an einer anzahl stellen, wo durch die fltichtigkeit des setzers die eine halfte des betreffenden buchstaben fehlt, z. b. iaffen (waffen) Joh. 18, n ; Ireiitzig v. e (3mal); zelreutzigen v. io; Ireutzige v. is; gelreutziget v. is; ahnliche formen in vv. is, 19, so, 23.
Schliesslich ist noch bl. 153 von Eb zu erwahnen, wel- ches gleichfalls neuen satz aufweist, jedoch mit den ursprttng- lichen typen gedruckt ist. Dies blatt ist also mit bl. 306 f. von M zu vergleichen: der drucker hatte entweder nicht die genU gen de anzahl abzUge hergestellt oder einen derselben ver- dorben.
In dem ersten New Yorker exemplare E lassen sich auf bl. 176 d, unter dem ersten prolog zum Psalter, drei unge- schwarzte zeilen erkennen, deren erste lautet:
er do bet an difer ftat daz derhSre von deiner wan- |
Es sind die zeilen 3 — 5 von bl. 132 d (2, Chron. 6, 21 f.), die ohne ablegen zum schutze des satzes hierher gesetzt wur- den. Eine ahnliche stelle lasst sich auf bL 101b des Wer- nigeroder exemplares erkennen, doch ist nur der schluss einer zeile zu entziffern: . . . das mein herre | , wodurch die stelle nicht festzustellen ist.
Ferner ist zu bemerken, dass die beiden NewTorker exemplare audi an starke des papiers bedeutend von einander abweichen : das exemplar E hat ohne einband eine starke von 95 mm, das exemplar Eb dagegen misst nur 65 mm. Aehn- lich misst das exemplar 1C 779 des British Museum nur 55 mm,
XXXVlI Die drneke.
die beiden anderen exx. dieser sammlung dagegen je 60 mm. Diese unierschiede werden durch die verschiedenen darin vor- kommenden papiersorten erklart: im New Yorker ex. Eb kommt am baufigsten (142 mal) das wasserzeichen D mit senkrecbter linie vor, und zwar Ton der 1* bis zur 40. Iage; von der 27. Iage an kommt 23 mal eine krone vor; 11 mal (in der 1M 14., 15., 19., 20. Iage) findet sich ein turm; eine traube lasst sich 6 mal nachweisen (in der 26., 33., 41, Iage); 3 mal, und zwar ausscbliesslich auf den mit neuen typen hergestell- ten blL 10, 263, 265, kommt ein ocbsenkopf vor. Mit aus- nahme der traube kommen alle diese papiersorten schon im Mainzer Catholicon vor1): auch von diesem werke ist das eine New Yorker ex. bedeutend starker als das andere.
JP. Hain 3131. Die nachtrage fiber die Pflanzmannsche ausgabe sind unerheblich. Eigentliche dopp&ldrucke babe'ich nicht entdeckt, verscbiedene exx. weichen jedoch binsichtlich der kolamnentitel, die nur am an fang des A. T. vorhanden sind, von einander ab. Das von Hain benutzte exemplar ent- hielt kolumnentitel auf bl. 1 — 21 ; Walther, der das Werni- geroder exemplar benutzte, notiert bl. 1 — 9 und 18 verso; in New York sind dieselben auf bl. 1 — 11 recto vorhanden. An mehreren stellen ist die seite nicht voli, was also andeutet, dass das folgende blatt schon von einem anderen setzer be- gonnen war. Im gegensatz zu ME, wo in solchen fallen die erste kolumne voll ist, wird in P die untere halfte beider ko- lumnen leer gelassen : auf bl. 199 verso, welches mit der ersten vorrede zum Psalter schliesst, ist ein drittel der seite leer; bl. 221 verso, den schluss des Psalters enthaltend, ist weiss, wahrend die vorderseite nur 34 zeilen enthalt ; auf bl. 424 verso sind 15 zeilen leer, obschon dies nicht das schlussblatt einer Iage ist und nicht der schluss eines kapitels: das folgende blatt enthalt 1. Tim. 5, 9 ff.: den vnmilten vnd denfiindern . . .
Verschiedene exx. sind falsch zusammengesetzt, indem einzelne blL doppelt vorhanden sind, wahrend andere daftir ganzlich fehlen : im Berliner ex. stimmt bl. 433 mit 434 ilber-
1) S. die abbildungen derselben bei Zedkr, Das Mainzer Catholi- kon, a. 36. (YerOffentlichtisgen der Gutenberg- Gesellechaft IV, 1905.)
Die druoke.
xxxvm
ein, de8gleichen 435 mit 436 : es fehlen dadurch die abschnitte Apg. 6, s — 8, «i und 13, 5 — 15, e. Dasselbe ex. enthalt ferner auf bl. 428 recto den abschnitt Ebr. 9, 28 — 11, * anstatt 6, i bis 7, 26, welch letzterer also fehlt. Wie schon bd. 3, s. 413 angemerkt, fehlen Lev. 15, se f. drei zeilen text. Diese sind nun nicht nur im New Yorker ex., sondern auch in demjeni- gen des British Museum nachgetragen, und zwar auch hier mit dem schreibfehler waffer anstatt das va/3. Der nachtrag wird also in der druckerei gemacht worden sein.
Im allgemeinen folgt der drucker mechanisch seiner vor- lage, ab und zu jedoch, und zwar besonders im Psalter, macht er anderungen, die nur auf vergleichung des lateinischen textes zuriickzuftthren sind. In diesen fallen hat dann P oft einen korrekteren oder moderneren text als die folgenden drucke Z— Oa: Ps. 136, s die verge/Jung wirt gegebm meiner zefwen (gerechten EZ — Oa) MEZ — Oa, mein gerechte hand foil gegeben werden der vergeffung P (oblivioni detur dextera mea) ; Ps. 22, e dein erbermbd die nachuolgt mir MEZ — Oa, dein barmhertzig- heyt die wirt mir nachuolgen P; Ps. 2, 8 die fich ver/ehent an in MEZ — Oa, die do hoffnent in in P ; Gen. 24, 68 zefchneiden MEZ — Oa(ad metendum), ze betrachtenP (ad meditandum, Vulg.).
Als vorlage des druckers diente E, jedoch nicht durch- weg, denn an manchen stellen stimmen MP 0 herein gegen E. So z. b. 1. KOn. 12, e engegenwertig MP, eingegan E; 2. Esra 1, 2 anai MP, anani E; 2. Esra 3, 4 banna MP, baana E; v% 12 er vnd /ein ftin MP, ojee vnd fein jun E : hier stimmt sogar der zeilenschluss in MP, gegen E; Hiob 22, 8 Wa ver~ fecht es MP, Was verfecht es E; v. u Das tvoleken ift MP, Die tvoleken feint E; Hiob 23, 8 f. zu weftten MP, zu der ge- rechten E; winfter M, vinfber P, gelingken E; zefwen MP, ge- rechten E; SprU. 21,9 leres MP, lerers E; man vergleiche ferner im app. die lesarten zu 2. Esra 2, 8; 3, io, 19; 13, 1,4; Hiob 22, is, 17 ; Ps. 139, s; Sprtl. 29, 20; Jes. 43, 28 ; Jer. 11, 5; 38, e; 39, 1, 3; Hos. 8, s; 1. Mak. 10, 11.
Das datum dieses druckes ist bisher noch nicht sicher bestimmt worden: Proctor1) setzt ihn auf grand von typen-
1) An index to the early printed books in the British Museum, London 1898.
XXXIX
Die dracke.
rergieichung in das jahr 1475, in welchem auch hocbst wahr- scheinlich der folgende druck Z erschien. Die prioritat des einen oder des anderen druckes muss also durch vergleichung des teztes festgestellt werden. Obgleich nun die beiden drucke an vielen steilen, besonders im Psalter, ahnliche lesarten auf- weisen, so sind diese ttbereinstimmungen doch wohl nur zu- falliger art* Sichere bertlhrung lasst sich nur an einer stelle im prolog zu Genesis nacbweisen : 1 b 49 hat Mentel : vnd do von fprach er hinnach ficherlich. Die waffen. . . • Dafttr haben PZ abereinstimmend : darnach leret er hofelich. Wann die wafen. . . . Aus dem lateinischen texte (postea diceret confi- denter: 9Arma . . .) lasst sich diese ilbereinstimmung nicht als zufall erklaren, vielmehr muss der eine drucker den text des anderen eingesehen haben. Dass nun P den schon ausgestat- teten, moderneren druck Z gekannt hatte, ohne ihn als vor- lage zu benutzen, ist kaum anzunehmen. Auf der andern seite darf man annehmen, dass Zainer den Pflanzmannschen druck allerdings kannte, jedoch nicht weiter benutzte, da der druck £ viel lesbarer ist als P, dessen text man oft mit mtthe ent- ziffern muss. Dazu kommt, dass P hinter 2. Chronika (vgl. bcL 6, 8. 414) das Gebet Manasse enthalt, welches Zainer zweifellos bemerkte: in einigen exemplaren yon Z findet sich also das Gebet Manasse auf einem losen, einspaltig bedruck- ten streifen eingeschoben.
Z. Hain 3133. Diese erste Zainersche ausgabe, in gross-folio, enthalt 531 bll. (A. T. = bl. I-CCCCXXI, N. T. = bL I — CX), dazu vorne ein ungezahltes registerblatt, und ferner in manchen exx. zwischen bL 185 und 186 einen ein- spaltig bedruckten streifen mit dem Gebet Manasse, im ganzen also 533 bll. Der erste band schliesst mit bL 270 des A. T. An 23 stellen ha be ich fehlerhafte pagination bemerkt. Ini- tialen und rubriken sind rot, kolumnen-titel und kapitelzahlen dagegen schwarz gedruckt: dem rubrikator wurde also nichts Qberlassen. Kustoden und signaturen sind nicht vorhanden.
Als initialen der vorreden und bllcher wurden holzschnitte gebraucht, jene 38 X 41 mm, diese 70 X 86 mm gross. Viel- fach enthalten diese holzschnitte einen streifen mit mehreren
Die drucke.
XL
buchstaben, deren bedeutung nicht festzustellen ist; auf den namen des kllnstlers kdnnen sie sich wegen mangels an tiber- einstimmung nicht beziehen, Der holzschnitt zu 1. Chron. enthalt z. b. die buchstaben S* AmI* V* M\ zur vorrede zu
1. Tim. finden sich Cm A* W* Mm M* I; zur vorrede zu
2. Tim. A • G ' 1 • M ; zu 3. Job. AZW* I.
Durch eine vielfach wiederkebrende gebrochene type wird neues licbt auf die praxis des druckers geworfen: es ist dies ein ftlr nd oder nn stebendes fl, dessen strich gebrochen ist1). Diese type lasst sich an mindestens 29 stellen im A. T. nach- weisen, namlich bl. 8a, lie, 13d, 14c, 15d, 16b, 16c, 17b, 19c, 27c, 131d, 133c, 134b, 158b, 160d, 261b, 262b, 263b, 264 b, 280 d, 281 d, 282 d, 374 d, 375 a, 375 d, 384 a, 384 c, 385a, 385c2). Diese stellen teilen sich in vier gruppen ein: 1. bl. 8a-27c = Gen. 9, u— Exod. 5, it; 2. bl. 131 d— 160 d = 2. Kon. 23, u-1. Chron. 23, 23; 3. bl. 261b— 282 d = Vor- rede zu SprtL— Eccli. 1, 88; 4. bl 374 d— 385 c = Dan. 4, 29 bis Amos 3, 11. Dabei ist die tatsache von grtfsster wichtig- keit, dass das gebrochene & nicht nur wiederholt auf nach- einander folgenden blattern vorkommt, welches andeutet, dass Zainer blattweise druckte und dann sogleich wieder ablegte, sondern auch viermal auf der vorder- und rtickseite des nam- lichen blattes nachzuweisen ist (bl. 16, 375, 384, 385). Wenn man also nicht annehmen will, dass es mehr als eine type gegeben, die in genau derselben weise defekt gewesen, so ist man zu dem schlusse gezwungen, dass an diesen stellen die vorderseite des blattes schon gedruckt und abgelegt word en war, ehe die rtickseite gesetzt wurde.
Die verschiedenen exemplare weichen an vielen stellen von einander ab, ohne sich jedoch in zwei gattungen, eine mit
1) Anetatt des striches stehen also zwei l&ngliche punkte, wodurch die type etwa wie ii aussieht: an zwei stellen, 4. K0n. 25,2$ und 1. Chron. 3,28 las auch der folgende druck A dies ft als ii, indein er anstatt der konjunktion vnd die «ahl vij setste.
2) Nacb der am rande unserer ausgabe gegebenen Mentelschen z&hlung sind es die bll. 6b 90, 9a s, 10c w, lib 7, 12 bio, 12c se, 12d 5, 13b 4, 15a 17, 20 d », 100 d 3, 102c 1, 103 aw, 121 ds, 123c 10, 196a 46, 196d 9, 197c 7, 198b 26, 210d 25, 211c 27, 212b 44, 283d 4, 284a 27, 284c 42f 290 c 27, 290 d 68, 291b 84, 291c 46.
XU
Die drucke.
nrsprflnglichem, die andere mit korrigiertem text einteilen zu laasen. An einigen stellen fin den sich drei, an einer sogar fQnf lesarten, einmal liegt presskorrektur, ein an dermal neuer satz vor. An einer stelle stimmen 29 exemplare tibereiu gegen ein einziges, an der nachsten stelle sind es 15 gegen 15 oder 20 gegen 10. An anderer stelle gedenke ich diese doppel- drucke aosftihrlich zu beschreiben, hier wird es gentlgen, ein verzeichnis der betreffenden blatter nebst einigen proben zu geben. Steigenberger, s. 58 — 62, notiert nenen satz auf bl. 49 bis 52, 02, 132, 147, 157, 338, 342, 345, 350—351, 357, 363, 406, 413 — 421, gibt jedoch nur ausnahmsweise die be- treffenden lesarten und kennzeichen an* Die meisten dieser stellen kSnnten also nur durch direkte vergleichung mehrerer exemplare entdeckt werden, wozu sich nicht oft gelegenheit bietet Ferner habe ich abweichungen entdeckt auf bl. 27, 28, 30, 31, 48, 128, 270, 278, 302, 338, 339, 342, 343, 345, 350, 390—394, 396—398, 404—411, 414-421, sowie bl. 3 des N. T. Die textlichen abweichungen sind jedesmal im app. rerzeichnet. Man vergleiche z. b. Lev. 14, 41 ; Jer. 48, s ; 52,*4,26; Ezech. 7,7; Hab. 3,6, wo mehr oder weniger er- hebliche lQcken verzeichnet sind. Da die (rotgedruckten) ru- briken im app. nicht bertlcksichtigt sind, mogen hier einige folgen, die in doppelter fassung vor h an den sind. Auf bl. 343 c haben 13 exx., darunter das WernigerOder ex. Ha 95 :
^L Ein end hat die weiffagug des prophet e Iheremie. Vnd hSben an die klag oder das bfich der z&her des vorgenanten weiffagen hieremie. Vnd wirdt das bfich in hebreifch eingefchriben cynoth. In 19 anderen exx., z. b. Ha 96 zu Wernigerode, steht dagegen :
*! Ein Ende hat die weiffagug des prophe ten Iheremie. Vnd hebet an die klag oder das bfich der zaher des vorgenftten weiffa- gen hieremie. Vnd wirdt das bfich in he- breyfcb eingefchriben cynoth :•
*L Das erft capitel
Die druck*.
XUI
Auf bl. 397 b lauten die beiden fassungen, hier jedoch teilweise von anderen exemplar en vertreten:
!• S Ein ende hat der prophet Zach arias vfi
h6bet on Malachias der prophet. ^ Das erft capitel.
2. % Ein ende hat der prophet Zacharias
vnnd hebet on Malachias der prophet ^f Das erft capitel.
Auf bl. 398 c stehen zwei rubriken, nur durch die vor- rede getrennt:
1. (Ha 95) S Hie hat eyn end das bfich des prophe ten malachie. vnnd vahet an die vorred fant Iheronimi uber die b&cher macha beorunr
^ Hie hatt eyn end die vorred vfi hebet an das erft bftch machabeorum' Das erft capitel*
2. (Ha 96)] % Eyn end hat das bfich des propheten malachie. vnd vahet an die vorred fant Iheronimi uber die bucher machabeoru
^ Eyn end hatt die vorred vnd hebet an das erft bftch Machabeorum das ift das bftch der Streyter. *I Das erft Capitel. Auf bl. 421 d lautet der schluss des A. T. in den beiden fassungen:
1. (Ha 95) recht ift'fy wirt nitt angen&m. Dorumb
wirt fy hie volbracht vfl vollendet Ame" Darauf, nach einem zwischenraum von 17 mm, die rubrik: H Eyn ende hat das ander bflch der ftreit- ter dz man nenet zA latein machabeoru*
2. (Ha 96) ift * fy wirt nit angen&m. Dorumb wirt fy
hie volbracht vnd vollendet Amen*
XLm
Die drtioka.
Darauf, nach eioem zwischenraum von 28 mm, die rubrik : ^ Eyn ende hat das ander bfich der ftreiter das man nennet zfi iatein machabeoru* Auf bl. 418 a liegt sogar dreimaliger satz vor: der schluss der kolumne lautet
1. in Ha 95 : .... mit gifft * Aber || (das A ist oben nicbt spitz, sondern hat einen wagrechten strich).
2. in Ha 96: .... mit gift || Ab* (das A ist gerundet, das wort steht zu anfang der kol. b).
3. im New Yorker ex. : .... mit gifft. Aber || (das A ist oben spitz).
Auf bl. 350 b lassen sich nicht weniger als fUnf lesarten nachweisen, die im app. zu Ezechiel 5, i angefflhrt sind.
Ferner gibt es noch eine anzahl stellen, an denen Zainers zweite ausgabe (Zc), die sonst direkt auf Z zurflckgeht, altere lesarten von ME aufweist, so z. b. 1. Chron. 16,28 ir eingefind ZASK, die ingefind MZc; v. 29 in heyliger ziere ZASK, in feiner heyligen ziere (ftatt M) MZc; 1. Chron. 18,8 kunig foba. der geyent emaih ZASK, kunig der gegent foba des reichs emath MZc; v. 5 kunig foba ZASK, kunig von foba MZc; v. 11 ge- bracht hatte ZASK, braeht het MZc; v. 11 von den philiftim ZASK, von den philijlen MZc; Ezech. 33, 8 von deiner hand ZAK, van feiner hand (druckf.) MEPZcS; Ezech. 44,5 au/3- geng ZASK, auft gen (druckf.) EP, aufi gem Zc; Ezech. 5, 4 vnd MZASK, dn (druckf.) E, denn Zc. Solche stellen, be- sonders wo sich ein druckf ehler aus ME fortpflanzt, lassen sich nur dadurch erklaren, dass bier ein bis jetzt unbekannter variantdruck von Z als mittelglied zwischen E und Zc anzu- nebmen ist.
Die von Zainer bei der revision des testes benutzte Vul- gata kennzeichnete sich durch folgende lesarten: 1. Kon. 2, 1 hertz M, horn Z (Zainer las also cornu anstatt cor); 2. Esra 3, si der herde M, des kunigs Z, also regis anstatt gregis ; Hiob 7, 1 knecht M, hir/} Z, also cervus anstatt servus ; Hiob 12,%/tirbt M, wirt auffgan Z, also orietur anstatt morietur; Klag. 5, 9 feln M, h&ndeti Z, also manibus anstatt animabus; Hob. 5, ? feinen teylen M, iren vdtteren Z, also patribus an- statt partibus.
DJ« drucke. XL IV
A. Hain 3132. Diese ausgabe, die sogenannte Schwei- zerbibel, folgt im allgemeinen dem Zainerschen texte, die ab- weichungen sind fast ausschliesslich dialektisch. Zu an fang war der setzer sogar bestrebt, seiten- oder wenigstens blatt- gleich mit Zainer abzusetzen : mit bl. 17 fangt er jedoch an1 mehr auf die seite zu bringen, als seine vorlage, und erst mit bl. 45 (anfang der 6. lage) beginnt die gleichheit der seiten wieder, die sich bis zum schluss von bl. 124 erstreckt. Um die seitengleichheit beizubehalten, werden manchmal anstatt 57 nur 54 — 56 zeilen auf die kolumne gebracht, z. b. bl. 13 b, 60 b, 93 b, 96 c d, 102 a b, 114b. Auf bl. 120 b sind sogar 11 zeilen leer, was also darauf hindeutet, dass mehrere setzer gleichzeitig an der arbeit beteiligt waren. Aehnlich enthalt bl. 385 d nur 51 zeilen, mitbin einen freien raum von 6 zeilen, obscbon auch bier kein buch oder kapitel abscbliesst, wah- rend das folgende blatt das zweite der betreffenden lage ist. Von bl. 125 an verzichtete der setzer endgtiltig auf seiten- gleichbeit mit seiner vorlage, indem er merkte, dass er mehr auf die seite bringen konnte, als Zainer. Am anfang der 19. lage (bl. 175) entstand ein plus von anderthalb zeilen, auf bl. 202 dagegen eine lilcke von 4 zeilen, indem der setzer beidemal auf ein gleichlautendes wort abirrte.
Wie mechanisch der setzer seiner vorlage folgte, lasst sich aus folgenden lesarten ersehen : Lev. 20, n week \ felber Z (ohne bindestrich) : itch felber A; Exod. 21, 85 das <tffe M, das aujd Z, dz vfi A; 2. Kon. 2, u auf M, auff Z (druckf.): v/J A ; 2. Kon. 5, e daaid wz gefeget (gesagt) Z : gefegent A ; 2. Kon. 16, 7 ge au/3 ge au/3 Z: geufi geu>3 A; 4. Kon. 25, 2a und 1. Chron. 3, 28, wo in Z das gebrochene ft vorkommt, wird die konjunktion vn als zahlwort vij wiedergegeben ; Ezech. 16,25 vnJceti/cJie M, vn- \fche Z, vnfehen A; Jed. 5,28 als M, las Z (druckf.): lafji A; Jer. 11, ie ein tragenden olbaum Z : intragen den Slbaum A ; Amos 8, 4 maeht segebreftigen M, macht tnang j lend Z (ohne bindestrich): macht tnenig lend A.
8. Hain 3135. Als Sorg sich an den druck dieser aus- gabe machte, lagen ihm anfangs die drei drucke EPZ vor: beini satz der ersten kolumne wurde E benutzt, die zweite
XLV
Die dnicke.
kolumne geht auf P zurdck (man vergleiche z. b. die lesarten w lb 4—6), wahrend der ganze ttbrige text von Z abstarnmt. Absichtliche anderungen sind selten; urn so merkwttrdiger 1st daher der zusatz Ps. 94, 8 : tcann der herr widertreybet nitfein volck, der sich gleichfalls in W findet, obschon nicht in der- selben fassung. Doppeldrucke sind mir nicht bekannt ge- worden, doch raogen folgende angaben, die auf das Tttbinger exemplar zurflckgeben , zur entdeckung von abweichenden exemplaren fttbren:
Am an fang der 6- lage (bl. 51) fehlen zwei zeilen, die von alter hand mit der feder nachgetragen sind. Am schluss dieses blattes sind 21/* zeilen leer, obschon bier kein kapitel schliesst. Wahrscheinlich ist, dass ein neuer und zwar ein bai- rischer setzer hier angefangen, da wortformen wie albeg^ wdaydet^ wedecket, we/prenge auftreten, die sich frtther nicht nachweisen lassen. Auf bl. 58 b ist die letzte zeile nicht voll; bl 59 hat in der zweiten kolumne eine zeile weniger als in der ersten; bl. 90, welches den schluss der 10. lage bildet, hat in der letzten kolumne 2 zeilen leer; bl. 98b und 109b haben gleichfalls mehrere zeilen leer; auf bl. 118 hat die erste kolumne 53, die zweite 52 zeilen; auf bl. 162b sind 9 zeilen leer, darauf folgen zwei ungeschwarzte zeilen, die sich jedoch nicht entziffern lassen; ahnlich ist auf bl. 275 d ein riertel der kolumne leer, die hier befindlichen ungeschwarzten zeilen, deren letzte auf dem kopf steht, lassen sich teilweise entziffern :
die gebeut vnd deinen funen vnd deimn enk
. . . . . deins . . . • dz dein tag wer
alle die gebot vnd /eine gebot die ich
}o6 ii9U4&q iwmop 9tp yoxnp np $z>p *u
Die ersten zeilen sind von Deut. 6, 2 hertlbergenommen, die letzten zeilen bin ich nicht imstande zu bestimmen. BL 421 i»t verdruckt, die vorderseite enthalt den auf die rflckseite gehorenden text und umgekehrt: das blatt ist jedoch karton, a»ch das papier unterscheidet sich von dem ttbrigen.
Zc. Hain 3134. Ueber diese zweite Zainersche ausgabe ist nur weniges nachzutragen. Merkwtirdig sind die vielen
Die draoko. XL VI
papiersorten, die zur herstellung des werkes benutzt wurden: ira ersten bande des TUbinger exeinplares lassen sich min- destens elf verschiedene wasserzeichen nachweisen, darunter acht von einander abweichende rosetten. Die blattzahlen sind meistens rich tig, nur von bl. 40 bis 60 des zweiten bandes sind sie fast ausnahmslos falsch. Abweichende exemplare Wur* den nur selten entdeckt, man vergleiche den app. zu 1 d is und Dan. 13, 12. Die letzte kolutnne von bl. 120 des zweiten bandes, welches den schluss einer lage bildet, hat unten eine zeile leer: in der folgenden ausgabe Sa, die den text von Zc zeilengleicb abdruckt, findet sich bier ein plus, indem die vor- hergehende zeile wiederholt wird. Mdglich ist also, dass auch Zc ursprllnglich dieses plus enthielt, welches im laufe des druckes bemerkt und entfernt wurde.
Oben, s. XLIII wurde schon darauf hingewiesen, dass Zc ofters lesarten aufweist, die dem text von M oder E naher stehen als Z, die direkte vorlage von Zc. Wo es sich an sol- di en stellen um falsche tibersetzungen oder urn druckfehler handelt, ist anzunehmen, dass eine unbekannte zwischenstufe, d. h. ein doppeldruck von Z, die betreffenden lesarten ent- h alt en habe. So hatte z. b. 2. Esra 6, 9 der Ubersetzer enim hi als eunuchi gelesen : die lesart die hetifchen findet sich nun nicht nur in MEP, sondern auch in ZcSa, wahrend ZAS rich- tig die setzen. Aehnlich haben 3. Esra 1, 15 EZcSa den druckfehler zachrias^ wahrend Z richtig mcharias liest.
8a. Hain 3136- Diese zweite von Sorg veranstaltete aus- gabe ist ein seiten- und meistens zeilengetreuer abdruck von Zc. Der setzer erlaubt sich keine neuerungen, selbst auffallende druckfehler werden mit herttbergenommen. Doppeldrucke habe ich nicht entdeckt.
JET. Hain 3137. An mehreren stellen der Koburgerschen ausgabe lassen sich presskorrekturen nachweisen; dadurch werden die exemplare jedoch nicht in zwei feste gruppen, eine korrigierte und eine unkorrigierte, eingeteilt, indem einmal dieses, einmal jenes exemplar die korrekturen aufweist. Gen. 2, 21 haben z. b. 20 exx. die lesart adami, dagegen lesen 22 exx. adam; Exod. 35, 19 haben acbt exx. die richtige lesart feyner
HVII Die drocke.
/«w, in 38 exx. steht eyner fun; Num. 11, as und 12, e haben 4 exx. die druckfehler det diener und des gejikt, wahrend 3S exx. rich tig lesen: der dietier und des gejlht; 1. Kon. 10, 21 haben 43 exx. den druckfehler fau, wahrend 4 exx. richtig auf haben; 1. K5n. 24, 7 haben 4 exx. die lesart dem ge- falbten den herren, wahrend die ilbrigen 38 lesen: den ge- fdbkn dem herren: dabei ist zu bemerken, dass die hier an- gegebenen vier exx. sich nicht mit den oben genannten decken, da nor ein einziges ex* zweimal unter den vieren vorkommt; in der Qberschrift zu 2. K5n. 14 haben 22 exx. gen dem kunig, dagegen steht in 24 exx. gen den Jcunig; in der tlberschrift zq 2. K5n. 21 haben 24 exx. den druckfehler dauids gefchleckt, wahrend 22 exx. richtig lesen : fauls gefchleckt.
Ferner ist bl. 185 recto, die vorrede zu 1. Chron. ent- haltend, ganz neu gesetzt (vgl. bd. 6, s. 6—9, und die anm. s. 402): in 17 exx. findet sich die ursprttngliche, in 29 die korrigierte fassung. Dabei ist der satz der rtlckseite dieses blattes in alien exx. identisch.
Schliesslich finden sich mehrere stellen, an denen zwei oder mehrere der spateren ausgaben, deren text sonst keine berfihrung zeigt, auffallende lesarten aufweisen, die sich am besten durch die annahme einer gemeinsamen quelle erklaren lassen. Diese gemeinsame quelle ware dann ein bisher un- bekannter doppeldruck von K. Exod. 33, ie z. b. haben SbSc den druckfehler voran, anstatt woran; 1. Chron. 1, 42 laban KGSc, saban M — SaOOa; 2. Chron. 24,26 wann nit KGSb, vnd vin ScO; Baruch 6, ss erlofen fich KGSb, erlSfen fy ScO ; Ezech. 41, a rors K, tors G, thores Se, thors Oa.
Die von Koburger eingeftthrten kapiteltlberschriften, die in anserer ausgabe als anhang gegeben sind, wurden teilweise durch die aus der niederdeutschen Kolner Bibel tibernomme- nen holzschnitte beeinflusst. Zu Gen. 39 heisst es z. b. : Wie das weyb pharaonis den iojeph velfchlich betrog^ weil eben im holzschnitte die dame neben einem manne mit krone und zep- ter steht, wahrend Joseph ins gefangnis geftthrt wird. Zu 2. Kon. 20 heisst es: Wie/iba geferliehen von joab erjtochen ward* vnd wy dauid den engel des herren fdhe mit dem blutigen fchwert. Siba ist versehen fttr ama/a^ weil jenes wort am an*
Die draeke.
xivni
fang des kapitels vorkommt : die episode von David und dem engel, die eigentlich in das 24. kapitel gehdrt, wird hier ein- geschaltet, weil eben diese beiden episoden in den zwei fel- dern geschildert sind, in die der betreffende holzschnitt ein- geteilt ist.
G. Hain 3138. Diese ausgabe gibt keinen anlass zu weiteren bemerkungen : sie stammt von K ab und bat auf die spateren ausgaben nicht nachgewirkt.
Sb. Hain 3139. In dieser ausgabe zahle ich 399 + 400 blL, anstatt der von Walther angegebenen 798. Der text geht auf K zurtlck, und diente spater als vorlage fllr 0.
8c* Hain 3140. Die zwei teile enthalten nur 501 + 506 bllM obschon die blattzahlen bis 503 resp. 508 gehen. Ira 1. bande ist die pagination bis zu bl. 352 im allgemeinen richtig, die folgende lage D fahrt jedoch mit ccclv weiter, und dieses plus wird bis zum schlusse beibehalten. Im 2. bande fin den sich mehrere sprQnge : lage gg fangt mit ccix anstatt ccxi an, und dieses minus erstreckt sich bis bl. 320. Dann wird mit lage zzein sprung auf cccxxv gemacht, und dieses plus von 2 blL wird wieder auf lage E beseitigt, wo die seitenzahlen 370 und 371 je zweimal vorkommen. Bis zu bl. 378 ist dann die pagina- tion richtig. Bei lage G wird dann wieder ein sprung ge- macht (ccclxxxi anstatt ccclxxix) und dieses plus wird bis zum schlusse beibehalten. In dieser ausgabe sind die signa- turen vorhanden (nicht kustoden, wie bd. 1 s. XVIII aus ver- sehen angegeben): das erste alphabet (a — z) enthalt 23, die beiden folgenden (aa— zz und A — Z) je 24 lagen, indem hier ww und W vorhanden sind. Dazu kommt die schlusslage AA, also im ganzen 72 lagen. Die beiden ersten lagen zahlen je 8 blL. dann folgen lagen von 6 und 8 blL regelmassig auf- einander, bis auf Y, Z und AA, die 6, 6 und 5 blL enthalten. Die lagen zu 8 blL sind von i bis iiij bezeichnet, diejenigen zu 6 blL von i bis iij. Im 2. bande dagegen, wo gleichfalls lagen von 8 und 6 blattern abwechseln, sind die blL von i bis v, resp. von i bis iiij bezeichnet. Im 2. bande fin den sich 3 al- phabete zu je 24 lagen, indem jedesmal w, ww, W vorkom-
ILIX
Die druoke.
men. In der letzten lage Z sind die bll. von i bis vj bezeich* net, wonach am schlusse zwei weisse bll. vorhanden sein soil ten : in dem roir vorliegenden Kremsmttnsterschen exemplare fehlten diese jedoch. Aehnlich sollte sich am schlusse des 1. bandes ein weisses blatt vorfinden.
Im 2. bande lasst die schreibweise des wortes weyffagung (als kolumnentitel) auf mehrfachen setzerwechsel schliessen : lage 1 hat konsequent weyfifagung, in den lagen m bis y steht dagegen weyffagung, von z bis ff wieder tveyfifagung, von gg bis kk wepjfagung, von 11 bis nn weyffagung, lage oo hat da- gegen weyffagung. Spater kommt dieser kolumnentitel nicht mehr vor,
©. Ausgabe von Hans Otmar, Augsburg, 1507. Auch hier sind die lagen signiert, doch fehlen die blattzahlen. Der erste band enthalt 400 bll, der zweite 401 und 1 weisses am schluss. Der erste band besteht aus 50 lagen zu je 8 bll: 1 alphabet (a — z) zu 23 lagen, 1 alphabet zu 26 lagen (aa— tt, nu, w, ww, xx, yy, zz, tz), dazu vorne eine unsignierte lage mit titel und vorrede. Der zweite band umfasst gleichfalls 50 lagen, namlich A— Z (23), AA— YY (22), dann Zaaa, bbb, ccc, ddd, eee, samtlich zu 8 bll., mit ausnahme der letzten lage, die 9 bedruckte blL und ein weisses bl. enthalt (so im Mfinchener exemplar). Wenn man die beiden titelblatter ab- rechnet, bleiben also 799 bl. text, genau wie in der vorlage Sb, und genau wie in der folgenden ausgabe Oa. Diese tat- sache allein wtlrde schon darauf hinweisen, class Sb als vor- lage ftlr O gedient babe, wie ja auch die beiden ausgaben vielfach seitengleich miteinander gehen. Trotzdem weist O manchmal die alteren lesarten von K auf, besonders wo in Sb ein wort oder ein satz fehlt, so z. b. Num. 22, 82 wann dein weg ift verkert vnd ift mir widerwertig ; Num. 26, 6 vnd cha- rim* von dem ift das ingeflnde der charimiter; Num. 29,25 vnd mit dem opfer vnd in feim opfer; Num. 31, a? f. fehlen sogar mehrere zeilen in Sb: an all diesen stellen hat O den lQckenlosen text, und zwar im wortlaut von K. An raehreren stellen haben KO sogar einen gemeinsamen druckfehler, wah- rend Sb den richtigen text aufweist: z. b. 1. Chron. 21, 6 das
Knrrelmeyer, Bibel. X. d
Die drnoke.
e$ (er Sb) vngern volfuret das gebot; 2. Mak. 13,8 haben KGScO: Vnd ander die mi/chet Jich auch menelaus, w ah rend SbOa ricbtig lesen: Vnd vnder . . .; 2. Mak. 11, is haben KGScOOa die sinnlose, von Z eingeftlhrte doppelttbersetzung • abet die andern kerten (die in die fluht vnnd fchlugen die andem all in die ftucht: nur Sb, von alien ausgaben seit Z, erkennt und entfernt das plus. Trotzdem weist 0 sonst im allgeineinen die lesatten von Sb auf. Dieser widerspruch lasst sich dadurch erkl&ren, dass Sb zwar als druckvorlage, E je- doch bei der korrektur benutzt wurde. Die stelle Jes. 49, te lasst hiertlber keinen zweifel aufkommen. E liest hier: dein mauren fein zuallen zeyten vor mein augen, wahrend Sb an- statt zuallen den sinnlosen druckfehler gefallen aufweist. In 0 findet sich nun die lesart: feint gefallen z& alien zeyten f d. h. die richtige lesart von E wird hergestellt, daneben bleibt jedoch der sinnlose druckfehler von Sb.
Oa. Ausgabe von Silvanus Otznar, Augsburg 1518. Diese ausgabe ist ein ziemlich getreuer abdruck der vorher- gehenden, mit welcher sie meistens auch seiten- und zeilen- gieich Ubereinstimmt. Die blattzahl ist gleich, auch sind die lagen genau wie in der vorlage bezeichnet, abgesehen von der ersten, den titel und die vorrede enthaltenden lage, die in O unsigniert ist, in Oa dagegen mit ^ bezeichnet ist.
Schlusswort.
Zwdlf jahre sind verstrichen, seitdem die nunmehr voll-
endete arbeit in an griff genommen wurde. Freunde, und auch
fremde, denen ieh hier nochmals meinen herzlichsten dank
spreche, sind stets bereit gewesen, mir die weite entfernung
von den quellen sowie vom druckorte zu kllrzen. Einem
freunde ist es nicht vergonnt gewesen, die vollendung des
werkes zu erleben, an dem er stets den Hebevollsten anteil
genommen: Eberhard Nestle starb am 9. Marz 1913, nach-
dem er noeh auf seinem krankenlager die ersten bogen dieses
schluss-bandes durchgesehen hatte. Stets hilfsbereit, obschon
selbst mit arbeiten flberhanft, hatte er von anfang an, aus
reiner liebe zur sache, einen abzug der korrektur gelesen,
wodurch mir nicht nur die tiefe seines wissens, sondern auch
die scharfe seines auges zu statten kam. Ein edler, anspruchs-
loser freund ist in der folle seiner kraft abberufen worden,
dessen verlust auch der wissenschaft kaum ersetzlich sein wird.
*
W. Kurrelmeyer.
Baltimore, am 5. August 1914.
d*
Anhang.
Die randglossen des codex Teplensis.
Vgl. 1. band, 6. XXVIII. Korrekturen und zua&tze zum text aind an den entsprechenden atellen im app. verzeichnet. Angaben von pe- rikopen und parallelatellen sind nicht berttcksichtigt worden. Wo die glosee auf ein beaonderea, anders lautendea teitwort hinweiat, ist die- sea in klammern beigeftlgt.
Matth,
|
3,, |
puzz |
10,37 |
lieb |
|
3. a |
puzz |
10,40 |
Entphan [enpfeoht] |
|
4.17 |
puzz |
10,42 |
trunk |
|
5, „ |
Nit Iwem |
",20 |
puzz |
|
6,, |
Almuffe |
12,24 |
Beelzebub |
|
6.7 |
pett |
12,» |
paum |
|
6.M |
valten |
12,»4 |
Reden |
|
6, It |
Ichacz |
12,30 |
muligz wort |
|
6, u |
Sorglaz |
12, 38 |
zeichen |
|
6, » |
dz Reich gotz |
12,41 |
puzz |
|
7.i |
vrtailn |
13, n |
durechten |
|
7.. |
heilige |
14.17 |
v brot |
|
7.i, |
Enge |
15, M |
Siben brot |
|
7,l6 |
falloh weif |
16, ! |
zeiohen |
|
7.17 |
paum |
16, « |
kreuoz |
|
1> u |
horn vnd thun |
17.1, |
vngelaub |
|
8,» |
hnderter der Ritterfohaft |
18,, |
luozeln |
|
[zenturio] |
18, „ |
man kunig |
|
|
8, 19 |
Ein fchrif t weife [fohriber] |
19, 1% |
keufche |
|
8» 20 |
luozeler trewe |
19, is |
luozeln |
|
9.. |
leftert [fpott] |
19.22 |
Reiohe |
|
9* 10 |
Abgeloheidn' [ruet] [?] |
19,20 |
Auf lehen [faoh auf] |
|
9, 20 |
xii iar |
20, x |
Wein garten |
|
9, S8 |
Snit |
20, I6 |
vil der geladen |
|
10, u |
beelzebub |
21,,3 |
zwen fun |
|
10, 32 |
Bekennen [begioht] |
21,30 |
puzz |
Matth.
mi
Ashing.
|
Mattfc. |
BAm. |
||
|
21, „ |
pU&nczt weingarten |
2.. |
puz |
|
21. u. |
Erbe |
2>i. |
horer |
|
22, t |
Biantlanft |
2 ,17 f . Wider p6zz lerer |
|
|
22,„ |
van in dem wort [viengen |
3,. |
All lander [all . . . fund] |
|
an dem wort] |
3.» |
All fonder [all fundten] |
|
|
22, „ |
zadneei [veriaiter] |
3,Mf |
. Crift verfuner [erifto .... |
|
22. m |
dz grolt gepot |
verfuner] |
|
|
24,U |
Hebe |
3f 17 |
Qelaub [dz gelanben] |
|
24. a |
durechten |
*,. |
Gelaob [gelaubt] |
|
24,. |
xpua |
5,. |
Merk |
|
24, „ |
geOeoht |
«>• |
Tauff [getauft] |
|
24, «, |
wacht |
•tit |
puzz . |
|
25. „ |
vnnuczen kneoht |
8> it |
ffleifoh |
|
27., |
puzz |
8»17 |
leiden |
|
28,17 |
Merk |
8>it |
marter |
|
Marcus |
8,M |
zuverfioht |
|
|
l.» |
pQZZ |
8»» |
peten |
|
l.t. |
predigen [predigt] |
8>u |
liebx' |
|
1... |
Merk |
9. . |
Merk |
|
«... |
01 |
».!.* |
. Nit f prioh wider got |
|
«.« |
Merk |
10, „ |
Anrufen |
|
•.« |
Auf fehen [faoh auf] |
10,i, |
Gelaub |
|
7.N |
auffehen [faoh anf] |
11. .0 |
hoohe dink nit wiffen |
|
8, tt |
Merk |
11... |
puzz |
|
«.. |
Mere |
12., |
nit wiffen hoe ding |
|
«... |
Merk |
12,, |
Ain leip |
|
12. •• |
Merk |
12.,. |
hohe dink |
|
Loom |
13, , |
vntertenig |
|
|
4.4, |
Merk |
13, 7 |
widergelden alien [wider- |
|
«.« |
Merk |
gebt .... alien] |
|
|
8, M |
Merk |
13,. |
lieb |
|
ii.. |
Merk |
13, u |
puzz |
|
20,4. |
Merk |
Hi |
Siech im gelanben [lieohen |
|
Job. |
in dem gelanben] |
||
|
l.» |
Merk |
14.4 |
vrtail [vrtaillt] |
|
8... |
Merk |
14. u |
vrtail [vrtailen] |
|
".. |
Merk |
14. 17 |
Reich goto |
|
BBm. |
14.1. |
Merk |
|
|
1.. |
Gelaob |
14, » |
Gelanben |
|
Li. |
Trolt [zewerden getrolt] |
IC i |
Merk |
|
l.» |
predigen |
16,,, |
mifhellnng |
|
Li. |
Ozorn gots |
16.1. |
Merk |
|
La |
pOd [dee pOdes] |
16, » |
wirt |
|
«., |
Trtafl |
16, » |
Merk |
LIV
|
1, Cor. |
L Cor. |
||
|
*> 10 |
fchaidung |
14,39 |
Merk |
|
1>1. |
weizhait |
14,40 |
Ordenung |
|
l.u |
Merk |
15, u |
Auferlteung [derltund] |
|
1>M |
ruffung |
15, „ |
Merk |
|
2.x |
hooh wort [hooh dez wor- |
15, 29 |
Ain got |
|
tea] |
15, „ |
poz red |
|
|
2,. |
Gelaub |
15, M |
waoht |
|
2.. |
Derkennen [derkant] |
15, u |
Milkennen [milkenung] |
|
2.x. |
vichlich menfoh |
15, « |
In welher weiz erltent |
|
3,, |
Milch |
di toten |
|
|
3. u |
Gruntfelt |
16, , |
Samftag |
|
3.18 |
weize |
16, a |
Winter |
|
3,„ |
Merk |
16, 9 |
phinglten |
|
4,, |
vrtail [gevrtailt] |
16,1, |
wacht |
|
4, 8 ff . dz leiden der boten |
16, i. |
vntertenig [vntertedig] |
|
|
4.i» |
Geparn [gepar] |
2. Cor. |
|
|
4, JO |
Reich gotz |
1,, |
troft [troftea] |
|
6.x |
Gemain vnkulch [gemain |
1,7 |
Merk |
|
vnkeufung] |
1,8 |
Dureohten |
|
|
6.5 |
antworten lathanas |
2» w |
Guter fmak |
|
5.7 |
hefel |
2.i, |
Eprechen |
|
6., |
Nit vermitchen |
2.1, |
Merk |
|
6.11 |
All ding zimen nit |
3, 17 |
Geift |
|
6. 18 |
vnkufoh |
4,, |
Ewangelium |
|
7,, |
von der E |
4,, |
Predigen |
|
7.i« |
Merk |
4,8 ff. |
dz leiden der boten |
|
7, as |
Maigde [maiden] |
4,ie |
Menfch |
|
7> S9 |
Kuroz zeit |
6.i |
haus |
|
8.« |
Merk |
6.10 |
Gericht x* |
|
8, 9 |
vrlaub |
6.14 |
lieb x' |
|
9.. |
weip |
6.18 |
Merk |
|
9> 16 |
predig |
6.1 |
Gnad |
|
9, i* |
Ain kneoht aller |
6.18 |
Merk |
|
9, 21 |
lauffen |
6,u |
Ioeh |
|
10, „ |
Ain leip x' |
7.8 |
Dureohten |
|
11. » |
haubt |
7,. |
trolt |
|
11.4 |
Merk |
7., |
Puz |
|
12,4 |
Tailung der genaden |
H.18 |
valtoh boten |
|
12, 1S |
Ain leip |
11, 23 ff. dz leiden pauls |
|
|
12, „ |
di ambechter der kirohen |
12, u |
Merk |
|
12,81 |
Di lieb |
12, * |
waynen [bewaine] |
|
14pi. |
Merk |
12, tt |
puz |
|
14>3« |
weip fwigen |
13,4 |
Merk |
|
14,,, |
Milkennen [mifkent] |
13,, |
Gelau [gelauben] |
LT
|
GaL |
CoL |
||
|
1.. |
Ewangelium |
3,* |
veter |
|
Li* |
Merk |
3,« |
kneoht |
|
*t |
Ewangelium |
3,u |
Merk |
|
*.« |
freikeit |
ii |
herren |
|
2.1. |
Gedenken der armen |
4,. |
Aulwendig |
|
2.u |
petrua Itreflioh |
1. ThefT |
|
|
♦.» |
warheit |
3>, |
Dureehten |
|
<>• |
Gepern [gepier] |
*.u |
Aulwendig |
|
6,u |
freikeit |
*>« |
Slaffende |
|
6... |
werk dz fleifohz |
6>t |
Tag dz herren |
|
6. a |
Der wucher dz geiltz |
6»« |
Merk |
|
».« |
ynterweifen |
6»ii |
vorwefer [vorfint] |
|
•* i* |
Merk |
2. ThefT |
|
|
Ephes. |
2,t |
Tag dez herren |
|
|
l.M |
Griftos |
3,* |
Merk |
|
«.» |
Aintraoht [ainikeit] |
Laod. |
|
|
♦.,. |
haupt |
v. 1 |
Merit |
|
♦.ii |
Nit gein alz haiden [nit |
1. Tim. |
|
|
get alz di heiden] |
l,i |
Merk |
|
|
♦.« |
Di erf t wandlung |
Lit |
Di picht pauls |
|
6.1 |
Nachvolgen [nachuolger] |
1» 17 |
Merk |
|
«.*. |
▼ndertenig weip |
1» to |
Sathan |
|
5.1. |
Man |
2,! |
Gemein gepett [machung |
|
6, » |
Kirch |
der gnaden] |
|
|
«., |
Svne |
2,5 |
Ain mitler x° |
|
«.« |
veter |
2,. |
ach merk |
|
«.. |
knecht |
2,* |
peten |
|
«.. |
herren |
2,t |
weip |
|
«.!! |
Gewefeo |
3,! |
Rfohtum |
|
Phil. |
3,s |
Dyaken [ambeohter] |
|
|
Li. |
predigen x* |
lie |
Sacrament [heilikeit] |
|
«.!. |
Merk |
4>i |
Sohaiden von dem glauben |
|
2.» |
Sieeh |
5,s |
witwen |
|
3,. |
hnnde |
6,8 |
laugen [het verlaugent] |
|
3.17 |
Nachvolgen [nachuolger] |
6>n |
jung witwen |
|
*.4 |
frewen [Prewt] |
5»17 |
prifter |
|
Col. |
5,* |
wein |
|
|
1*14 |
Merk dz wol |
«,i |
Kneoht |
|
2.. |
Betrigen [betreg] |
8,4 |
fragen |
|
*>i. |
Nit vrtailen ineffen [kainer |
6,* |
Gewin |
|
vrtail each in dem effen] |
6,. |
narung |
|
|
3f 1« |
weip |
<W |
Reioh |
|
3»it |
man |
6tl7 |
Reich |
|
3,,* |
Son |
*ttO |
Neurung der f tammen |
Anluuiflf,
LVI
2. Tim. 2,,
2,4
2, 14
2,a 2,„
3, ia
Tit.
1.15
1.1.
2.2 2.4
2,, 2, ii
2, 13
3,i
3.4
3, g 3, io
Philem.
1,14
Ebr. 2.,
2,17
4,i, 6,.
' , 2ft
9> 24 11,1 H,3 11*13 H,13
12, *, 13,! 13,3
13, 4 13, 7 13, 17
Jac.
Merk Ritterlchaft Merk Fragen puz
Durechten
Ganoz lerer [di ganczen lere]
Frilter
Merk
Rain alle dink
verlaukent
Alien
Junglingin
knecht
Criftus [behalters]
Hie Merk
vndertenig
CriltUB got [behalterz]
frag
ketzer
Nit twingen
Crilt ilt di gnade gotz
pifohof
Dz wort gotes
puz
puz
Merk
Merk
Der gelaub
wort gotz
Geft
pilgereim
Mitler
herbergen
Gefangen
Gemeheln
furgelaozte
Gehorlam [Gehorfampt]
1 Jac<
I
1, 2 vorluchung
1, 5
1, 12 1, 19 1, 20 1, 22
1, 26
2,B
2, „ 2,,8 3,.
3,6
3, 15
4,, 4,i
4.4
4.„ 5.i
5.4 5,7
5, u
5, u
6, u
5, it 5, n
5. IB
1. Pefc. La 1..
1, 16 1, 18
1, 24 2,4
2,11 2,,i
2, 12
2,1,
2, is
2? i» 3,1
3^ 7
3,,
weifheit
vorfuohung
born
zorn
wirker
GeiMch
Armen
Barmd
Gelaub
Mayfter
zunge
weifheit
Streit
kreig
fruntfohaft der werlt
vrtailn
Dz leben
Reiohen
Ion
GefridXam
Nit Sweren
Sichet
Oil
Bichten [bioht]
gepet [pet]
Bekern den irer [zebekern
den lunder von dem
irtum]
gepeni [gepar]
Betruben [betrdbt]
heilig
Derloft
fleifch
Der lebentige Itain
fremd
pilgrim
Gut wandelung
vndertenig
kneebte
leiden trublal
weip
Man
gelaub
LVII
Anhang.
|
1. Pet. |
1* Joh, |
||
|
3f 10 |
zong |
5, 4 |
Gelaub |
|
3T 14 |
leiden |
5. i» |
Werlt |
|
3* is |
vorcht |
5. 19 |
Merk |
|
3.x. |
Merk |
2. Joh. |
|
|
%« |
tauf |
1.1 |
Warheit |
|
4.i |
dz leiden criltz |
1.5 |
lieb |
|
4,, |
wacht |
1.7 |
verlaiter |
|
4.. |
liebe |
3. Joh. |
|
|
*. .s |
leiden [leid] |
l.« |
warheit |
|
4.X7 |
vrtail |
1.5 |
pilgrim |
|
4,i, |
leiden |
Juda |
|
|
5,, |
Nit twingen [nit be- |
v. 5 |
Jefus |
|
twungenlich] |
v. 5 |
Merk |
|
|
5,. |
Demutikheit |
v. 6 |
tagz |
|
5.7 |
Sorg |
Apg. |
|
|
5.. |
leiden [leidung] |
l.« |
Erwelung |
|
2. Pet. |
1» 24 |
peten |
|
|
1.4 |
Merk |
2,i |
phinglten |
|
1» 10 |
Ruffung |
2, 13 |
vol moftez |
|
2.x |
lugenhaftigen maitter |
2> 17 |
weiffagen |
|
[luglich maylter] |
2, 20 |
Sonne |
|
|
Erlolen |
2> 21 |
Anrufen |
|
|
2.x, |
Milkennen |
% 26 |
CriXtus |
|
2* ia |
Merk |
2,»7 |
puz [rewiges herczen] |
|
2,„ |
knecht |
2.4X |
Drey taulent |
|
3.8 |
Taulent jar |
2,« |
Alle dink gemain |
|
3,, |
pnzz |
3,, |
lamer [lame] |
|
3, I0 |
tag dez herren |
3.. |
Golt |
|
1. Joh. |
3, 19 |
puz [reut euoh] |
|
|
hi |
wort |
3, 21 |
weilfagen |
|
l.» |
licht |
4.4 |
5000 |
|
!.■ |
Gefant |
4p 12 |
der name ielus [kain ander |
|
*> -? 1 |
Anrufer |
name] |
|
|
~> IS |
Nit lieben di werlt |
4> 19 |
Merk |
|
2-u |
Antikrift [endkrilt] |
4f 29 |
Gepet |
|
&x |
Svne gotz |
4,« |
.. /hercze |
|
3, u |
lieb |
^Mel |
|
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22, 9 |
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|
12., |
Trache |
Anhang.
LX
Ferner sind viele stellen durch einen am rande gezogenen roten strioh gekennzeichnet: Mat. 29, 30f.; 23, 83-39; Rom. 1, M; 3, ^ff.; 8, 4 if.; 10, 18; 11, 33 ; 13, 10; lo, 22? *6, 19; 1. Gor. 1, 25*1.; 3, 9 if.; 4, 8— 14;
5, 10 *■» "»4» "> 7 5 '> 2S» ''80* "' 7' *^' SI' "» 28 *• » ^" ^°r" 4, g— 12J O, i~io»
6, 17f.; 13, 2; Gal. 1, 6ff.; 4, 1Bff.; 5, 13; 5,14; Ephea. 4, 17-32; 5, 2~lg; Phil. 3, !»4; Phil. 3, 17»21; Col. 3, 1-lg; 1. Thess. 4, j»14; 5, 14-22; 2. Thess. 3, e ff.; Laod. v. 14 ff .; 1. Tim. 3, 16; 6, 8; 6, 8; 2. Tim. 2, n- l3; 3, 13; Tit. 3, 3; 3, 14; Ebr. 2, 17; 3, e— 17; 6, 3-6; 10, M— 29; 12, u; Jac. 2,x; 4, ^9; 5> 12 "•* 1- Pet. 2, t — 4; 3, g f. ; 3, 13; 3, 17; 3, 19; 4, 6; 4, 9 ff. ; 4, 14; 2. Pet. 1, 4; 2, 19 ff.; 1. Joh. 2, 16 ff.; 2, M; 4, 20 f.; 2. Joh. 5, 9 ff.; JudS, v. 17-25; Apg. 4, 19 ; 5, 41; 13, ^j 18, 6; 19, 9; 19, 30 f- ; 20, lg — 38; 21, 5; 21, 18; 25, lg; Offenb. 7, 13— 17; 12, 6; 12, u; 19, 10; 20, 4; 21, s f. An folgenden stellen findet sich eine hand, die auf den betreffenden vers hinweist: Mat. 24, 4; 1. Cor. 15, l9; 1. Tim. 6, e; Tit. 3, 4; 2. Pet. 2, 19; Apg. 2, 26.
Nachtrage and Berichtignngen.
Samtliohe bemerkte druokfehler, mit einsehluss der in den einzelnen b&nden verzeichneten, werden hier zusammen aufgefiihrt.
L bawL
319 b 10 lies: gefchlecht.
320 bl im app. lies: EPZSZcSa.
321 d 52 lies: derbarmt.
323 o 1 im app. ist tot der mllbe] die zeilenzahl 1 zu erganzen.
326 b 26 lies: hett gehort.
327 a 48 im app. ist nachzutragen: vntz] bifi SbSo.
336 b 59 im app. ist vor den] die zeilenzahl 59 zu erganzen.
354 a 20 gebt] gebgt Eb 37 feint] fent Eb. 44 gefohrifft E— Oa.
354 b 11 liebgehebt Eb. 29 lagt EaP, fag Eb. 36 waffen] iaffen Eb.
37 die] der Eb. 52 petrum EaP— Oa, petro Eb. 58 geredt] gerdt Eb. 354 o 18 wurden Eb. 22 dlr] dirr Eb. 34, 35 dlrr] dierr Eb. 54 purpurira
E*
354 dl lrefitzig Eb. 2 lreutzig Eb. 3 Irefltzig Eb. 11 zelreutzigen
Eb. 26 lre&tzige Eb. 28 gelre&oziget Eb. 29 Wann] fehit Eb. Vnd] fehlt E»». 32 lretitzigten Eb. 33 in mitt E*P. 34 Ireuoz E*. 37 gelrutzigt Eb, 44 gelreutzgt Eb. 48 Yon] vmb Eb. 49 im] in Eb.
355 c 14 im app. lies: likke bis 356 d 43 incf. 2* band.
357 a 8 die letzte variante zu z. 8 eollte lauten: den (zweties)] dem ZSKSo. 361 b: im app. a. 64 sollten die zeilenzahlen 35 44 je um eins hoher sein. 365 a 2 im app. lies: .... durch Maoedoniam geen Z — Oa.
373 d 1 im app. lies: Theffaloniea.
374 d 15 im app. lies: danekfagung K — Oa.
375 d 21 die verszahl 4 ist zu erganzen, der vers fangt mit verrater an. 390 a 47 im app. fehlt die zeilenzahl 47 vor fchiffen zu andria.
396 b 59 lies: deinen ftiflen: Iband.
1 b 52 im app. lies: K — Oa.
2 b 31 lies: gefecze das do.
2d 24 im app. lies: Soponias KGO.
3a25 lies: Hefter.
3d 51 im app. lies: piotagoram Ma, pitagoram BWr.
4*6 im app. lies: propheoyen EZ — GOOa, propheceye SbSo.
21 d 18 im app. lies: erhortet S (anstatt So).
30d45 im app. ist zu erganzen: 45 von den W.
Nacbtf&ge.
LXII
4. band*
61 a 57 lies: gefridtamen.
66 c 14 im app. ist nachzutragen: gegen] get I W.
73 b 37 im app. lies: erbermbdlioh K — So.
5* band.
86d34 im app. lies: ein kiozlen.
103 d 2 im app. lies: 2 die] fehlt E— Oa.
28 im app. lies: fiirfichtikait OOa. 106 c 1 im app. lies: aromathen ZS — Oa, .... 121 d 5 im app. lies: vnd (erstes)] ....
6. band*
123 o 10 im app. lies: vnd (erstes)] .... 133 b 57 lies: zinfleiiten. 149 a 23 lies: pfaffen.
7. band.
171 d 58 im app. lies: aufgereuL
s. 515 die seitenzahl am rande soUte heissen: [405 a]
405 a 16 im app. lies: bis das Ma, pis BNgWr.
8. band.
s. 28 anstatt [186 b] sollte die seitenzahl am rande heissen: [198 b]. 200 c 8 im app. sollte vor der lesart: den regirungen. Nicht W die zeilen-
zahl 8 stehen. 206 b 16 im app. lies: braut] gefpons K — Oa.
s. 167 samtliche vers- und zeilenzahlen soil ten je eine zeile hoher stehen. 210 b 26 im app. lies: 26 Wann].
47 im app. lies: 47 vngefchamigkeit. s. 203 die verszahlen 5. 6. 7. sollten je 2 zeilen tiefer stehen. 213 b 47 vor dem ersten: vnd fehlt der den versanfang kennzeichnende
strich. 215 a 30 im app. lies: 30 if t bewickelt K — Oa. 218 d 8 im app. lies: gefchamig Z — So.
9. band.
243 d 17 im app. lies: feinen leiimut P.
251 c 15 zu anfang der zeile fehlt der den versanfang kennzeichnende strich.
10. band.
289 b 33 lies: geburten.
296 a 47 hier sollte die verszahl 1. stehen, die zahl 2. gehort auf z. 49.
297 c 14 lie?: margrambaum.
299 o 47 die kapitelzahl sollte xij heissen.
307 d 33 lies: furfpang.
313 b 34 versanfang: | vnd er aufloft.
s. 400, z. 8 v. u. : gefackelt f indet sich Jes. 42, 3 (nicht 42, $)•
LXIII
Nachtr&ge,
Naditrag zu s. XXI ff.
Eine nahere vergleichung des nachtr&glich entdeckten berichts des Leonardus Chiensis (Migne, Patrol. Graeca bd. 159, sp. 923 — 944) enreist durchweg die oben ausgesprochene vermutung, erstens dass der verfasser der betreffenden teile der handschrift N des late ins nicht machtig war, und zweitens, das 8 er sich ebensowenig urn die richtig- keit seiner angaben bektixnmerte, wie der schreiber des biblischen textes. Bei Migne heisst es z. b. (sp. 925 B):
Intdlexi plane, praeter Argyropilum artium magistrwn, Theophilum Palaeologum, ffieromachosque quosdam paucos, et alios laicos.
Daraus macht unser bearbeiter:
das hab ich gefeclwn mit meinen ougen vnnd gib des gtzugnufz mit dry gaifilichen mannen vnnd ettlichen Jerano- miften vnnd mit dem hailigen altuatter aggryoppel vnnd durch dien hoch- /ten maiftcr theoppilum.
Uebrigen8 beziehen sich die angaben des Leonardus fast durchweg auf die zeit vor der eroberung, wahrend unser berichterstatter alles auf die eroberung selbst anwendet. Die tiere, wie helffant, rofz, kemeltier, die in den tempel S. Sophia gestellt warden, sind natiirlich erfindung des bearbeiters, ebenso der ungenahte rock und das heilige krenz. Von der liberei findet sich im original gleichfalls keine spur, ebensowenig wie vom anno jubileo, auf welches der bearbeiter immer wieder zurttckkommt. Der ganze bericht der Nftrnberger handschrift, und mithin auch die schriftstellerische t&tigkeit des Johannes Rellach, ist also in das reich der fabel zu verweisen.
Inhalt der B&mtlichen bande.
8«lte Enter band. Evangelien = Mentel 318 d— 355 d 7 ....
Vorwort ' • . . VII
Anhang: Schriftproben XXXI
Matthaus1) . . 1
Marcus 117
Lucas 190
Johannes 331
Anmerkungen ...... ...... . 424
Anhang I: Kapiteliibeischriften 426
Anhang II: Aus dem codex Teplensis 437
Zwelter band. Briefe, Apostelgeechiohte, Offenbarung = Mentel 366-400.
Vorrede . 1
Romer 6
1. Corfnther . 60
2. Corinther 109
Galater 141
Laodic&er ... * 156
Epheser . 158
Philipper 173
Colosser 184
1. Thessalonioher 194
2. Thessalonicher 204
1. Timotheua 210
2. Timotheus 223
Titus 4 232
Philemon 238
Ebrfter 240
Apostelgeschichte 278
Jacobi ♦ ...,.... 410
1. Petri 424
2. Petri 439
1. Johannis 448
2. Johannis , * 4€0
3. Johannis 463
Juda 465
1 ) Die etwa vorhandenen vorreden zu den einzelnen biblisohen bttchern werden mit zum text gerechnet.
LXV Inhalt.
8eite
Offenbarung . 470
Anmerkungen ,......# 529
Anhang: KapitelUberschriften 533
Dritter band, Genesis, Exodus, Leviticus « Mentel 1—41 a 22.
Vorwort . V
Uebersicht der drucke und handachriften XIII
Vorredcn 1
Genesis 44
Exodus 220
Leviticus 362
Anmerkungen 460
Anhang: KapiteliiherBohriften 462
Vierter band. Numeri-rRuth = Mehtel 41 a 23*^-80 d 5.
Xumeri . . . . . 1
Deuteronomium 133
Josua 246
Richter 338
Ruth 425
Anmerkungen 438
Anhang: KapitelUberschriften 439
Fiinfter band* Die vier bUcher der Konige ..= Mentel 80 d 6 — 121 d 32.
Vorrede 1
1. KSnige 10
2. Konige 132
3. K6nige 234
4. Kfinige 349
Anmerkungen 460
Anhang: KapitelUberschriften 464
Stthster band! 1, Chronika — 3. Esra = Mentel 121 d 33—155 b 15.
Vorrede 1
1. Chronika 11
2. Chronika 121
1. Esra 252
2. Esra 293
3. Esra ....................... 342
Anmerkungen 402
Anhang I: KapitelUberschriften . 404
Anhang II: Das Gebet Manasse 414
Slebentei band. Tobias— PBalmen = Mentel 156—195, 401—405.
Tobias 1
Judith 37
Esther 84
Vorrede 134
Hiob . . 145
Kurrelrotyer, Bfbel. X. e
Inhtft LXV1
Seite
Psalmen 238
Tituli 465
Anmerkungen . 520
An hang: Kapitelubcrsohriften 531
Achter band. Spr&che— Jesaja = Mentel 196— 241b 52,
Vorrode 1
Spriiohe 4
Prediger . . 87
Hohelied 117
Weisheit 131
Eoolesiasticus 100
Jesaja 351
Anmerkungen 629
Anhang: Kapiteliiberschriften 632
Neunter band. Jeremia— Daniel = Mentel 241 b 53—288 a 17.
Jeremia 1
Klaglieder 205
Baruoh 223
Ezeoblel 248
Daniel 440
Anmerkungen 524
Anhang: Kapiteliiberschriften 526
Zehnter band. Hosea -2. Makkab&er = Mentel 288 a 18—318 o.
Einleitung V
Anhang: Randglossen des codex Teplensis Ill
Nachtr&ge zu s&mtlichen b&nden LXI
Inhalt der s&mtlichen b&nde ........... LXIV
Hosea . . . 1
Joel . 28
Amos . 38
Abdiaa 68
Jona 61
Mioha .................... 68
Nahum 83
Habakuk , 89
Zephanja 96
Haggai 104
Sacharja 109
Maleaohi 134
1. Makkab&er 142
2. MakkabEer 267
Anmerkungen 362
Anhang: Kapiteliiberschriften 363
Wortregister 373
Vorrede.
D
13W*1;,J Ie ordnnng der 'xij' kleinen pro
pheten ift nicht ein ordenung bey 20 | ^ alien hebreyfchen die docb bey vns
lateinifchen ift. Vnd dorumb noch als man do lift: fo fein fy alfo nach einander gefetzt vnd gefchicket. Ozee ift geteylt alfo daz er vil finn 25 hat: vnd er ift redent als einer der do ift vol meifter licher fpruch. Iohel der prophet der ift fchlecht in dem anuang aber in dem mittel: vnd in dem ende ift er gar verborgen: vnd alfo hat ein ieglicher prophet befunder fein eygenfchaft bifi auf den malachiam: w vnd den felben wenen die fchriftweyfen des gefetzes der allten ee vnd dorzfi die ler der hebreyfchen das es fey geweft efdrafi. Vnd wenn es denn altzfl lanck
18 Die] Ein follich Z— Oa. 19 ein ordenung] fehlt Z— Oa.
20 alien] den Z— Oa. doch — 21 ift] da (+ auch Sc) ift bey van
lateynifchen Z — Oa. 21 latinifch P. noch] nach dem Z™Oa.
22 do] fehlt S. fo — alfo] alfo feyen (fei KSbSc) fy Z— Oa, 23 vnd] + auch Sb. 24 Ofee ZcSa. 25 do] fehlt S. 26 fprttchen Sb. der iletztes)] fehlt K-Oa. 27 vnd] + auch Sb. 30 vnd — 33 zeyt]
den die hebreyfchen meynen daz er feye gewefen efdras der fchreyber. vnnd der lerer de8 gefaczes (gefaczet S). Vnd darumb das es zelangk ift nun Z— Oa. 30 den] die MEP. gefchrifftweifen P. ge-
fetz EP.
21 doramb] + als B. 24 Ofee der ift BNgWr. alfo geteylet B. 25 vol ift NgWr. 27 anuang] + feiner weyffagung BNgWr. in (erstes)] an Wr. vnd] + auch BNgWr. 28 yczlicher BNg,
yetlicher Wr. prophet befunder] befunder prophete BNgWr.
30 gfchrift wifen Wr. 31 ler] lerer NgWrf Ee B.
Knrrelmeyer, Bibel. X. 1
Vorrede — Hose* 1, 2. «
wer auf dife zeyt von in alien zefprechen: vnd dorumb
o paula vnd euftachium ich verman etich das allein
zfl wiffen das ein bfich ift der axiy propheten: vnd 35
ozee fynchronon yfaie: malachiam aggei vnd zach-
arie die felben fein geweft zfl einer zeyt. Oder in dem
propheten in dem wirt nit benennet in irr vberfchrift
in irr zeyt: in der fy geweyfTagt haben. So ift daz zfl
wiffen das die felben haben geweyffaget vnder den 40
x* kunigen* vnder welchen die erften gefchriben pro
pheten die vor in haben geweyffagt: vnd auch die
die do haben ir vberfchrift. Hie endet die vor
rede Vnd hebt an das buck Ozee J*
D
t. 1. As wort des herrn das do ge 45
macht ift zfl ozee dem fun beeri in den tagen ozias ioathan achas ezechias der ktinig iude: vnd in den tagen ieroboams des fan ioas des ktinigs ifraheL 50
Es ift der anuang zereden dem herren in ozee" Vnd der herre fprach zfl ozee. Gee: vnd nym dir ein weip der gemein
33 zefagen Z— Oa. 34 eucftachium E, euftochium E — Oa.
vernam EPZSZcSa. allein] alien MEP. 36 yfaie] + Aber Z— Oa. aggeim ZAS. 37 gewefien S. Oder] Aber Z— Oa. 37, 38 dem] dec Z-Oa. 38 nit bekennet S. abergefchrift P— SaSbOOa.
39 in (erstes)] fehlt Z— Oa. daz] es S. 41 wollichem ZAS.
42 die (erstes)] + do Sb. 43 vberfchriff E, Qbergefchrifft P— Oa. 45 wort] + do Sb* do ift getban Z-Oa. 46 ofee PZcSa. Beerim S. 47 ozie Z — Oa. ioatham Q. 48 ezecbie Z— Oa. 49 jheroboam P— Oa. 50 funs K-Oa. 52 ofee ZcSa. 53 ofee PZcSa. weip — 54 vnkeufchungen] weyb der gemeynen vnketffch- ungen oder ein vnkedfch weyb Z — Sa, vnkeufch weyb KGSc, vnkettfches weyb SbOOa.
*
86 ozee ty (t- y • B, c y • Wr) McRouM yfaie BNgWr. 88 liber gfchrifft Wr. 39 in (erstes)] fehlt BNgWr. 42 far in BNgWr.
43 die] fehlt NgWr. fiber gfchrifft Wr. 45 da ift gemacht W. 52, 53 ofee W.
° Hotea 1, a— 9.
vn\teafch\mgen : vnd mach dir ffin der gemein vn- » VeuTchtuigeB: wann vnkeufchent vukeufcht die erd
vom Yierren. Vnd ich gieng hin vnd nam gomor t. 8.
d\e tochter debelaim: vnd fy entphieng vnd gebar im emen fun. \ Vnd der herre fprach zfi im. RuflF feinen 4.
namen iefrahel. Wann noch ein ltitzel' vnd icb heim © ffich das bl&fc iefrahel vber das haus iehu: vnd ich
macb zft r&en das reich des haus ifrahel. Vnd icb 6.
p»b] zerknifch an dem tag den bogen ifrahel: in dem tal iefra
hel. Vnd fy entpfieng: vnd gebar noch ein tochter. e.
Vnd er fprach zfl im. Rtiffe iren namen on der- barmd. Wenn ich zflleg nit ffirbafi zfl erbarmen dem 5 haus jfrahel: wann ich vergiffe mit vergeffung der erften
ding. Vnd ich derbarm mich des haus iuda: vnd 7.
mach fy behalten in irem herrn gott: vnd ich mach fy nit behalten in dem bogen vnd in dem waffen vnd in dem ftreyt vnd in den rSffern vnd in den reytern 10 Vnd fy entwent die die do was an erbarmd. Vnd 8.
fy entpfieng: vnd gebar im einen fun. Vnd er fprach 9.
zfl im Ruffe feinen namen nit mein volck. Wann
54 vnketlfchung (2) P. gemein] fehlt Z— Oa. vnkQfch
{leUUs) S. 56 vom] vor dem 8, von dem SbOOa. ich] er Z— Oa. 57 debeliam Oa. gebar] + auch Sc. 58 fprach] -f auch Sc.
Heyfi Z-Oa. 59 liitzel] wenig P, kieine zeyt Z— Oa. 61 wird
(-|~ anch 8c) rfien machen Z— Oa. 2 entpfieng] + nocJl Z— Oa.
noch] auch Sc, fehlt Z— SbOOa. 3 Heyfi Z— Oa. barmhertzigkeit Z — Oa. 4 ich nit zfileg G. 5 wann — 6 ich] Aber ich vergiffe ir mit vergeffung. Vnd Z— Oa. 6 des] dem Z— Oa. 7 mach
{er$U$)] will Z-Oa, + auch Sc. mach {letztes)] wiird Z— Oa. 8 behalten] fehlt G. vnd (erstea)] + auch Sc. 9 vnd (erstes)]
-\~ anch Sc. 10 fy] die 3. entwent die] welent die P9 feiiget
die ab Z— Oa. barmherczigkeit Z — Oa. 11 im] auch Sc, fehlt
Z— 8b00a. fprach] + auch Sc. 12 Heyfi Z—Oa.
55 wann] vnd W. 56 gomer W. 57 tochter uon belaim W. 80 iehu] hyen W. 5 mit — 8 ding] mit ir vergeffung W. 6
vnd] + ich W. 8 nit] fehlt W. 9 rozzen W. 12 zu im]
feMt W.
1*
Hose* it »— i, 6. *
t. 10. ir nit mein volck. Vnd ich nit efiwer gott | Vnd
wer die zal der Mn ifrahel als der land des meres der do ift on ma£: vnd wirt nit gezelt. Vnd es wirt an 15
der ftatt do in wirt gefaget ir nit mein volcke: in 11, wirt gefagt fun gotz des lebentigen. Vnd die ffin
ittda vnd die fun ifrahel die werden gefament entzampt*
vnd fy fetzent in felb ein haubt: vnd fteigen auf von
dem lande: wann der tag iefrahels ift roicheL ij 20
1. "T* yi^Ein volck fprecht zft efiwern brtidern: vnd
I VI z* e**wer fohwefter begreyfft die derbarmd.
2. -*"■ "^Vrteylt e6wer mfltter vrteylt: wann fy
ift nit mein weib: vnd ich bin nit ir man. Sy neni ab ir gemein vnkeufchungen von irem antlutz' vnd 25
8. ir eebrechung von mitzt irr brtiften: das ich fy vil- leicht icht aufzieche nackent vnd fchicke fy nackent nach dem tag irr geburt: vnd ich fetz fy als das ain5d* vnd fchick fy als daz abwegig land vnd ich erfchlach
4. fy mit dem durft: vnd ich derbarm mich nit ir fun* 90
5. wann fy feind ftin der gemein vnkeufche: vnd ir
13 ir] -J- feyend Z— Oa. ich] + bin Z— Oa, + auch Sb. nit (letetes)] fehlt S. 14 wer — ifrahel] die zal der fun ifrahel die
(fehlt K— Oa) wirt Z— Oa. 16 ir] + feind SbOOa. 18 vnd
(erstes)] fehlt Sc. die (tweites)] fehlt K— Oa. entzampt] mit-
einander P, zfi einander Z— Oa. 19 feczeten SbOOa. werden
auffteygen von Z— Oa. 20 ifrahels MEP, iefrahel ZAZcSaKSbSc,
Iezrahel S, ifrahel GOOa. michel] mittel P, grofi Z— Oa. 21
fpricht MEP. 22 fagent eiiwer (eiiwera OOa) fchwerter (fchweftern ZcSbOOa) die da begriffen die barmherczigkeyt Z— Oa. 23 Vrteylt] + auch Sc. 24 bin] + auch Sc. 25 vnkettfehunge PK— Oa.
26 von mitten P, von der mitt Z— Oa. bnifte Z— Oa. 27 icht
— fy nackent] nicht nacket aufiziehe. vnd ftolle fy (fehlt S) Z— Oa. 28 ich] fehlt Z— Oa. das] die Z— Oa. 29 ftolle fy als die vnweg- fam (vnwegfamen AK— Oa) erd. vnnd ich todt Z— Oa. 30 dem] fehlt S. nit] + fiber Z— Oa. 31 feind Wnder gemein vnkeufcher MEP. gemein] fehlt Z— Oa. vnd] wann Z— Oa.
20 iezrahels W. 23 vrteilt vrteilt eur muter wann W. 26
eebrechungen W. 28 das] di W. 31 vnkeufchungen W.
O Homi S, 5— IS*
matter die bat gemein vnkeufcht Die fy entpfieng ilt gefchemlicht: -wenn fy fpracb. Ich genachen mein- en liebhabern die mir gebent mein brot: vnd mein
& waffer mein woll vnd mein flachs mein 61 vnd mein tranck. Vmb ditz fich icb vmbzetin deinen weg mit v. e.
domen: vnd zeiine in mit einer maur: on mSrter. Vnd fy vindet nit fein fteyg: | vnd fy nachnolgt 7.
iren liebhabern vnd begreyft ir nit: vnd fy fflcht fy
40 vnd vindt ir nit. Vnd fpricht, Ich gee vnd kere wider zfi meim erften mann: wenn mir was do wol mer wenn nu. Vnd ditz mifkannt fy: das ich ir 8.
gab das treyd den wein vnd das 61 vnd ich manig ualtiget ir das filber vnd das golde: das fy macht
45 baaL Dorumb ich ker wider vnd nym mein treyd 9.
in feim zeyt vnd mein wein in feim zeyte: vnd ich derldfe mein woll vnd mein flachs die do bedeckent ir fchame. Vnd nu deroffen ich ir torheit vor den 10.
augen der liebhaber: vnd der man wirt nit der fy
oo erlSft von meiner hande: vnd ich mach aufzebSrn u.
all ir freud: ir hochzeyt den monfeyer den fambftag vnd alle die feyern vnd ir zeyt. Vnd ich brich iren 12.
* 82 die] fehlt K— Oa. hat] + auch Sc. 33 gef chant P
gefchendet Z— Oa. Ich will (+ auch Sc) gen nach meinen Z— Oa 38 vindent nit MEP, wirt nit finden Z— Oa. vnd wirt (fehlt 8) nach- uolgen Z— Oa. 39 fy wirt fy {fehlt A) fuchen Z— Oa. 40 ir] fie K— Oa. vnnd wirt fprecben Z— Oa. 42 wenn] denn SbO. nu im MER Vnd die ding (+ die Sb) wefit fy nit wann ich gab ir
das Z— Oa. 43 korn A, getreyd K— Oa. 44 das (drittes)] die
Z— GScOOa. machten Z— Oa. 45 min korn A. 4tf feim (2)]
feiner K—Oa. vnd mein — zeyte] fehlt ZeSa. vnd (erstes)] + aoch Sb. 47 wollen SbOOa. do] + auch Sc. bedecktent
PZK — Oa 48 nun will ich eroffen ir torheit in den Z— Oa. 49
wirt fy nit erlofen Z— Oa. 50 hende K— Oat ich will machen
das auff hore (auff horen ZcSa) Z— Oa. 51 den (erstes)] der
KGSbOOa. den {erstes) — 52 zeyt] fehlt Sc. der fambftag
Z-Sa, der fabbath K— Oa. 52 die] feUt SK— Oa.
33 ift] di ift W. Ich ge nach W. 36 ich zeune W.
88 finden W. 42 wenn] denn W. 44 golt di fi machten W. 45 getreid W. 49 der {erstes)] irr W. 51 den] vnd ir W. 52 zerbrich W.
Hose* 2, 18—18. O
weingarten vnd iren feygbaura: von dem die fprach. Ditz feind die ISne: die mir gaben mein liebhaber. Vnd ich fetz fy in den wait: vnd das tier des ackers 65
t. 18. ifft fy. Vnd ich heimffich vber fy die tag baalim in dem fy anztinden das weyrauch vnd wart geziert in irem orring vnd in irem vorfpann: vnd gieng nach iren liebhabem: vnd vergafi mein fpricbt der herre.
14. Dorumb fich ich faug fy: vnd zftfdr fy in die einfid. eo
15. Vnd red zft irem hertzen: | vnd ich gib ir die weinztirtel
der felben ftatt: vnd das tal achor aufzethfln die zfl case©]
uerficht. Vnd do fingent fingt fy nach den tagen ir iugent: vnd nach den tagen: ir auffbeigung von
16. dem land egipt. Vnd es wirt an dem tag fpricht der
herre mein man der rfifffc mir: vnd rflfft mir ffir- 5
17. bafi nicht baalim. Vnd ich nym ab baalim von irem i& mund: vnd ich gedenck ftirbafi nit irs namen. Vnd
ich fchlach fftrbas mit in das gelubd an dem tag:
mit den tieren des ackers vnd mit dem geuogel des
himels vnd mit den kriechenden dingen der erde. Vnd 10
ich zerknifch von der erde den bogen vnd das waffen
53 feygenbaum E— Oa. 54 mir] mir do Sb, dir OOa. 55
vnd] das Z— Oa. 56 effe fy Z-Oa. die] den G. 57 das]
die S, den K— -Oa. in] mit Z— Oa. 58 jren (erstes) Sb. vnd mit irem (iren G) hafftlin Z— Oa. ire vorfpangen P. 60 fang
fy] will fy feiigen Z— Oa, -f- vnd darumb fich ich fang fy P. 61
red] redt EP, ich wird reden Z— Oa. jren SaSc. gab ir MEP,
will ir (-j- do Sb) geben Z— Oa. weyng&rtner Z— Oa. 1 der]
aufi der Z— Oa. 2 da wirt fy fingen fingen (-f- do Sb) nach Z— Oa, 3 vnd] + auch Sb. von] do von Sb. 4 egipten P, egypti Z— Oa. 5 der] fehlt K— Oa. vnd — 6 nicht] vnd wirt mich ftirbafi nit
heiffen Z— Oa. 6 ich wird abnetnen Z— Oa. 7 er gedencket
Z— Oa. 8 in] im Z— SaGSc. 9 dem tyere Z— Oa. geflQgel Sb. 10 mit] fehlt S. dingen] tyeren Z— Oa. 11 vnd] in P.
53 die] ft W. 54 die {crstes)] mein W. 57 anzCLndet W.
61 weincsflrl W. 1 der] uon der W. 2 do] nachtr. W.
fingent] fehlt W. 5 vnd er rufft mich W. 6 ab] + di namen W. 8 fdrbas] fehlt W. 10 dem krichenden ding W.
7
Hose* 9, IS— 3, 3.
ynd den ffcieyt: vnd ich mach fy zefchlaffen zftuer-
fichtigklich. Vnd ich mach fy gemecheln mir ewig- v. 19.
lich: vnd ich gemechel dich mir in der gerechtikeyt s vnd in dem vrteyl vnd in der derbarmd vnd in den
barmbertzikeiteru Vnd ich gemehel dich mir in dem 20.
gelauben: vnd du ^wirft wiJTen das ichs bin der herr.
Vnd es wirt; an dem tag ich erhdr fpricht der herr 21.
Ich derh&r die himel vnd fy erhfirend die erde: | vnd 28.
» die erde derhort den weytzen vnd den wein vnd das
6\; vnd dife erhort iefrahel* Vnd ich fee fy mir in 28.
ein lande: vnd ich derbarm mich der die do was on derbarmd. Vnd ich fprich nit mein volcke du bift 21
mein volck: vnd es felb fpricht du bift mein got. iij
s TT~T*nd der herre fprach zfl mir. Gee noch: vnd 1.
I j habe lieb ein liebs weip vnd ein eebrecherin ^-^ von dem fretind als der herre liebhat die ffin jfrahel: vnd fy felb fchauwent zfl den frembden gStern vnd haben lieb die treftern der weinber. Vnd ich grftb 2.
3D fy mir mit'xv* filbrin vnd mit eim kar der gerften:
' vnd ich fprach zfl ir. Du beyt mein in manigen ta- 3.
gen. Nit vnkeufch vnd wird nit mit dem mann:
12 fcblauffen Z— Oa. zuuerfichtenklich A. 13 ich will dich
mir (fehU S) rermachlen ewigklich (ewenklich A) Z— Oa. 14 ver-
mihele OOa. 17 ichs] ich Z— GScOOa, icb do Sb. 21 dife
werden erhoren (erhoret ZcSa) Z— Oa. ifrahel ASG. fee] ftge S. 22 eyn erde Z— Oa. 23 ich wird fagen nit meinem Z— Oa. 24 es wirt fprechen Z-Oa. iij] £[ ij ZcSa. 26 ein — 27 freund]
das wejb das da lieb ift dem freiindt vnd die eebrecherin Z — Oa. 28 felb] fehU Z— Oa. 29 trofter ASK— Oa. 30 cbor Z-Oa.
31 ich] fehU P. beyt — 38 dein] wirft meyn beyten (harren K— Oa) vil tag. Da wirft nit vnketUchen vnnd da wirft dem mann nit aber aach (fehU 00a) ich will dein beyten (harren K— Oa) Z-Oa.
13 mach fy gemecheln] gemehel dich W. 19 Ich] vnd ich W. 21 ifrahel W. 22 on] + di W. 28 meim W. 26 vnd — 27 fretadj uon dem freunde vnd ein eebrecherin W.
Hoeea 3, 3—4, 4.
8
T. 4
wann auch ich felb beyt dein. Wann die fun jfrahel fitzent manig tag on ein kunig vnd on ein Mrften vnd on opfferung vnd on ein alter: vnd on daz ephod 35
6. vnd on die zierunge des tempels. Vnd nach difen dingen die fun jfrahel kerent wider: vnd filch en iren herrn gott vnd dauid iren ktinig: vnd fy erfchrecken z& irem herren vnd zfl feim gfltt in dem inngften tage. iiij 40
1. ^\ tin ifrahel h6rt das wort des herren: wann ^^das vrteyl ift dem herren mit dem entweler ^-"aer erde. Wann die warheit ift nit: vnd die erbarmd ift nit: vnd die wiffentheit gotz ift nit in
2. dem land. Das verflflcht vnd die ltig vnd die man 45 fchlacht vnd die diebheit vnd die eebrechung haben
s. vbervndet: vnd das blflt rfirt das blfit. Vmb ditz klagt die erd: vnd ein ieglicher der do entwelt in ir. Vnder dem tier des ackers vnd vnder dem geffigel des himels: das wirt gekrenckt: wann auch die vifch 50
4. des mers werden gefament. Idoch ein ieglicher vr- teylt nit: vnd der man wirt nit geftrafft. Vnd dein volcke ift als die: die do widerfagent dem pfaffen.
34 werden ficzen Z— Oa. 35 opfferung] das opffer Z— Oa.
ein] den S. on (letetes)] fehlt P. 36 zierunge] figuren Z— Oa.
39 dem] den A. 40 iiij] f[ iij ZcSa. 41 Ir fun Z— Oa. 42
dem] den E— Oa. inwonern P— Oa. 44 weyfiheyt S. 45 der
erde. Der flfich Z— Oa. 46 diebftal Z— Oa, 47 tiberwunden Pf
uberhand genomen Z— Oa. blfit hat das blut geruret Z— Oa. 48 do] da da G. wonet P— Oa. 49 Vnder — 50 wann] der wirt
kranck. In dem tyer des ackers vnd in dera gefugel (gefliigel KSb— Oa) des hymels. Sunder Z— Oa. 51 fol nit vrteylen Z— Oa. 52 werd Z-Oa. Vnd] Wann Z-Oa. 53 widerfprechen K— Oa. den
prieftern P, dem priefter Z— Oa.
35 daz] + opfer W, gestrtchen. 36 zirungen W. 39 irem]
dem W. tage] der tag W. 42 den entwelern W. 48 wont W. 51 vrteil W.
9
Hose* #, 6— 18,
Vnd da velleft heute: vnd ioch dein weyffag vellt T. 5.
» mit dir. Ich macht zefchweygen dein mfitter in der nacht: \ mein volck das fchweyg: dorumb das es nit 6.
hett die wifTentheit Wann da haft vertriben die wiffentheit: vnd ich vertreib dich das da mir nit gewonft der pfaffheit. Vnd du haft vergeffen der ee
m detns goto: vnd ich vergiffe deiner fune. Noch irr 7.
tnenig als fy mir haben geftint: vnd ich verwandel ,*=d| ir wunniglich in ein laffter. Sy effent die fund mei- 8*
nes voleks: vnd heben auf ir felen zfl irr vngang- keit Vnd als daz volck wirt: alfuft wirt der pfaff. 9.
Vnd ich heimffich vber es fein weg: vnd widergib
h im fein gedancken. Vnd fy effent vnd werden nit 10.
gefatt. Vnd fy vnkeafchten vnd horten nit auff: wann fy lieffen den herren nit in der behfitang. Die 11.
gemein vnkeufchung vnd der wein vnd die trunck enheit nympt ab das hertz. Mein volck fragt in feim 12.
10 holtz: vnd fein ftab der erkund im4 Wann der geift der gemein fanning betrog fy: vnd fy gemeinfamten von irem gott. Vnd fy opfferten auf die haubt der is.
berg: vnd ztinten an die weyrauch vber die buhel: wann ir fchatt der was gfit vnder der eich vnd vn-
54 da wirft heat fallen vnd dein weyffag wirt auch fallen Z— Oa. 55 mache 0. fchweigea Z— Oa. 56 das] fehU KGScOOa. 59
gewonft der] braucbeft die Z— KGSc, brauchteft die SbOOa. prie- ftarfcbafft P-Oa. 61 alfo haben fie mir gefundet K— Oa. ver- wandelte P, wird verwandlen Z — Oa. 1 ir] do ir Sb. wunniglich] glori Z— Oa. fy werden effen Z— Oa. 2 bofiheit P— Oa#
3 alfo wirt der priefter P— Oa. 6 vnkeufchen Sa. 8 gemein]
fehit Z — Oa. trnckenhayt 0. 9 nemen hin das Z— Oa. 9 volck] ~f du Sb. 10 der (erstes)] fehit K— Oa. verkiindet Z— Oa.
11 gemeinfamnng] vnkeufchung oder gemeynfamung Z— Sa, vnkeufch- ung K— Oa 14 wann — 15 alber] vnder der eych vnd vnder dem tberebtnt vnd vnder dem alber. wann ir fchatt (fchatten SbOOa) der (/ett KGScOOa) was gftt Z— Oa.
54 weyttmg] + der W. 8 wirt :] + alfuft wirt W, gestrichen. Die] der W. 11 gemein f am ungen der betrog W.
Hose* 4, 18—19.
10
der dem therubint vnd vnder dem alber. Dorumb eti- 15
wer tSchter die gemein vnkeufchent: vnd ewer bretit t. 14. werden eebrecherin. Ich heimf&ch nit vber ewer tflch- ter fo fy gemein vnkeufchenfc vnd vber ewer bretit fo fy brechent die ee: wann fy felb entzampt wandel- ten mit den gemeinen weiben: vnd opfferten mit den 20
vnfteten. Vnd er fchlecht das volck das do nit ver-
15. nympt. 0 ifrahel ob du gemeinfamffc : idoch iuda nit ffind vnd nit welt eingeen in galgala: vnd fbeygt
nit anf in bethauen: noch in den heiden der herr lebt
16. I Wann ifrahel hat fich geneygt als ein fpilend k&. Der 25
17. herre weydent fy: als ein lamp in der weyte. Ffirft 18 der abtg6tter effraim: lafi in. Ir wirtfchaft ift ge-
fundert: mit der gemeinfamung haben fy geebrecht: vnd fein befchirmer hetten lieb zetragen das laffter. 19. Der geift bant in in feinen vettichen: vnd werden so
gefchemlicht in feinen opffern. v
15 dem (erstes)] der P. cherubin MEP. 16 thochteren SbOOa. die] fehlt K— Oa, + werden Z-Oa. breAt] + die PSb. 17 ich
will nit heymf&chen Z— Oa. thochteren SbOOa. 18 gemein]
fehlt Z— Oa. 19 die] ir S. felb] fehlt Z— Oa. entzampt]
miteinander P, feMt Z— Oa. wandern K— Oa. 20 weybern SbOOa. 21 er — vernympt] das volck das da nit vernympt das wirt gefchla* gen Z— Oa. 22 nit fund] das {fehlt K— Oa) funde nit Z-Oa. 24 betha- nem M. in den heiden] enfchwert EP, fchwerendt Z— Oa. 26 fy] +■ nan Z— KSb— Oa- weyte] weyd MEP, weyde ZcSa. F*rft] Du teylhafftiger Z— Oa. 27 ift] + auch S. 29 vnd] + auch S. 30 fliigen
Z— Sa, flugeln K— Oa. vnd] + fy K— Oa. 31 gefchantt P, ge-
fchendet Z— Oa. in feinen] von iren Z— Oa.
15 terebint W. alber] papelbaum W, 19 wandeln W.
20 ophern W. 23 nit enwelt W. 24 bethanen W. in den
heiden] fwert W. 26 fy] + nit W. Fdrft] teilhaftig W.
28 haben fy geebrecht] gemeinfamten fi W. 29 lib daz lafter zu tragen W: durch buchstaben = M. 31 in] von W.
11
Hotd* 6, 1*9.
DOrumb p faff en h6rt vnd haus ifrahel merckt: t. i.
vnd heufer des kunigs ltifempt: wann das vrteyl ift mit etich. Wann ir feyt geniacht % ein rtrick der fpechenden: vnd ais ein auf gefpantes
netz vber den berg thobar: vnd ir habt geneygt die 2.
opffer in die tieff. Vnd ich bin ir aller lerer. | Vnd a.
icb weys effraim: vnd ifrahel ift nit verborgen von mir. Wann nu hat gemeinfampt effraim: vnd ifrahel 40 id entze&bert. Sy geben nit ir gedancken daz fy wider 4.
keren zfl irem herrn got: wann der geift der gemein vnkeofchnng ift in mitzt ir: vnd fy erkannten nit den herrn, Vnd der vbermfit antwurt ifrahel an feim 5.
antttfcz: vnd ifrahel vnd effraim die vallen in ir vn- 4s gangkeit. Vnd iuda vellt mit in. | Sy geend in iren 6.
herden vnd in iren fchweygen zeffichen den herren: vnd vinden fein nit Er ift abgenomen von in. | Sy 7.
feind vbergangen itn herren: das fy gebarn frembd fun. Nu verwtift fy das moned mit feinen teylen. so Singt mit dem herhorn in gabaon: fchreyt mit dem s.
horn in der hSch: in bethauen nach dem rucken beni- amin. | Effraim wirt in verwtiftnung. Ich hab ge- u.
82 Doramb] + ir Z— Oa, priefter P— Oa, 32, 33 vnd]
+ ir Z— Oa. 38 lufent P, erfarent Z— Oa. 34 mit] fehlt Z— Oa.
gemacht] worden Z— Oa. 35 der fprechenden MEP, der fpehung
Z — Oa. aufgefpannea ZAZcSa, vngef panes S, aufigefpantes K— Oa.
36 vnder dem berg Z — Oa. 38 von] vor K— Oa. 40 vermeyliget ZS— Oa, vermafiget A. 41 gemein) fehlt Z— Oa. 42 vnheufchung M. in mitten ir P, in irer mitte Z— Oa. erkennen Oa. 43 an] in Z-Oa. fein 88a— 8c. 44 die] fehlt K— Oa. werden fallen
Z— Oa, bofibeit P— Oa. 48 im] in dem SbOOa. das] wann
Z — Oa. 49 feinen teylen]. iren v&tteren Z— Oa. 50 fchreyt — 51 hfch] mit dem born in der hoch oder (in — oder] fehlt K— Oa) nuna fchreyend Z— Oa* 51 betbanem M. dem] deineui
Z— K8b— Oa, deinen G. 52 in] -f der Z— Oa.
85 der fpechung W. auf gefpannens W. 44 iren vnganckeiten W. 48 di firemden fto W. 49 verwAft] frift W, 51 bethane W.
Hob©* 6, 9—6, 3.
12
zeygt den gelauben vnder den gefchlechten ifrahei an dem t. io. tag der berefpung. Die fdrflen iuda feint gemacht
als die do nemen ein zyl. Ich getifi aus meinen aorn 55
11. vber fy als das waller. Effraim ift leident die que- lung es ift zerbrochen dein vrteyl: wann er begund
12. zegeen nach dem vnflat. Vnd ich bin effraim als
13. ein mulb: vnd als ein fetile dem haus iuda. Vnd
effraim fach feinen fiechtum; vnd iuda fein band. 60
Vnd effraim gieng bin zfl affur: vnd fant den recher zfi dem klinig. Vnd erfelb mocht efich nit machen [seta
behalten: vnd mocht nit erledigen das bande von
14. euch. Wann ich bin effraim als ein lewin: vnd als ein welff des lewen dem haus iuda. Ich vach vnd gee:
15. vnd nym vnd er ift nit der do erl6ft. Ich ge vnd ker 5 wider zfl meiner ftat: vntz bi£ das ir gebriftet vnd
fflcht mein antlfitz. vj
'S
y fteend auff frfi zfl mir in irem trtibfale. Kumpt vnd wir widerkern zfi dem herren: wann erfelb vecht an vnd heilt vns: er fchlecht vnd gefunt vns. Er leblicht vns nach zweyen tagen: vnd derffcet vns an dem dritten tag: vnd wir leben
54 der ftraffung P, der ftrauffe Z— Oa. iuda] + dye ZcSa.
gemacht] worden Z— 0* 55 da auffnemen ein ende. Ich wird aufi- gieffen Z— Oa. 56 quelnng] pern P, zwangkfale Z— Oa. 57 es — dein] zerbrochen mit dem Z— Oa. 58 effraim — 59 mulb] als
ein milb (fchab K— Oa ephraym Z— Oa. 59 feule] fetile M— Oa.
Vnd — 60 band] feMt G. 61 gien bin K. den] + ftrauffer oder Z— Sa. 1 erfelb] /<?AKZ—Oa. machen] /MHZ— Oa. 2 erleidigen M, auflofen Z— Oa. 4 vnd gee] fehlt Sc. 5 er] der Z— Oa. erlofte Z— Sa. 6 meiner] ayner OOa. vntz] fehlt P. Mi] feJdt OOa.
abnemend oder gebreftend Z— Sa, abnemet K— Oa. 8 Sy] Die
ScOOa, werdent fru anfften Z— Oa. zii mir] fehU OOa.
9 wir] lauffent vns Z— Oa. 10 heilt] heltet SbO, helt Oa. 11 vnd wirt vns gefnndt machen. Er wirt vns lebentig machen nach Z-Oa. 12 erkdcket vns P, wirt vns erkiicken Z— Oa.
57 er ift zerbrochen in dem vrteyl W. 4 Ich] + ich W.
6 vntz] fehlt W. 9 wir keren wider W.
10
13
Hosea 6, .^ — 11.
in feiner befcheude: wir wifTen vnd nachuolgen: das wir erkeimen den herren. Sein aufganck ift fur & bereyt als der morgen: vnd er kumpt vns als der frti vnd der fpete regen der erd. Was tfi ich dir effraim • v, 4.
vnd was thfl ich dir iuda? Etiwer derbarmbde ift als das frti wolcken: vnd vberget frfi an dera mor- gen als der taw. Dorumb was ich leidig in den weyf 5.
20 fagen: vnd ich derfchlflge fy in den worten meins mundes: vnd mein vrteyl gend aus als das liecht. Wann ich wolt die derbarmbde vnd nit das opffer e.
vnd die wiffentheit gotz mer denn die gantzen opffer: wann fy felbe haben vbergangen mein gelubde als 7.
a adam: do vbergiengen fy an mir. Galaad ift ein ftat g.
der werckenden des abtgotz vnderpflantzt in dem blflt: vnd als die engen ftet der mann rauber. Ein fdrft 9,
der pfaffen in dem weg der erfchlachenden : gend von ficbem wann fy haben gewerckt die funde. Ich fach 10.
30 die freyflichkeit in dem haus ifrahel. Do feind die ge- mein vnkeufchungen effraim: jfrahel ift entzeubert Wann auch iuda fetz dir den fchnitt: fo ich bekere a.
die geuangenfchaft meins volcks. vij
13 feinem Z— Oa. angeficht P— Oa. 15 der (letztes)] fehlt S. 17 ift] dye ift SbOOa. 18 das] die Z— Oa. vnd] + auch Sb.
vberget — 19 leidig] als das tawe daz da fru furgeet. Darumb (+ fo SbOOa) ban ich gehoblet Z— Oa. 20 ich] fehlt Z— Oa. 21
mein] deine Z— Oa. 24 Aber fy haben Z— Oa. 25 an] in Z— Oa. 26 den abgot vndergedrucket in Z— Oa. 27 fiirft] teylhafftige
Z-Oa. 28 priefter P— Oa. der (tweites)] fehlt P. 30 die
freyflichkeit] ein erfchrocklich (erfchrockenlicbes S, erfchrockenlich SaSb— Oa) ding Z— Oa. gemein] fehlt Z— Oa. 31 vermeyliget
ZS— Oaf vermaSget A. 32 Wann] Sunder Z— Oa. fetzt E-Oa.
33 geuangknufi Z— Oa.
13 angeficht W. 19 was ich leidig] ich hobelt W. 21 mein] deine W. 25 fy an] fis in W. 27 engen ftet] gaumen W.
Ein Wrft] teilhaft W. 30 di derfchrecklichkeit W. 82 feczt W.
Hotea 7, 1—8.
14
i. TT~\0 ich w°lt gefunden ifrahel die vngangbeit
I leffraims wart deroffent vnd die bofheit fa- ^
-"", mar : wann fy haben gewerckt die lug. Vnd der dieb ift eingegangen aufwendig zeberauben: die
2. diebe. Das fy villeicht icht fprechen in irem hertzen: alles ir vbei hat mein gedacht. Nu vmbgaben fy
ir vindungen: fy feint gemacht vor meim antlfitz 4a
3. Sy erfreuwten den ktinig in irr vbeltdungen: vnd
4. die ffirften in iren lugen. Alle eebrechen fy: als ein angezunter aitofen von dem brennenden. Die ftat hat gerfiet ein lutzel von der mifchung des gehe-
5. felten: bifi das es alles wirt geheffelt. Es feind die 45 tag vnfers kfinigs: die ffirften begunden zetoben
von dem wein. Er ftrackt fein hande mit den fpot-
6. tern: wann do er in lagt fy zugen ir hertz als ein ai- tofen. Er fchlieff die gantzen nacbt fy zftbachen: er
7. felb ift angezunt frti als das fetir der flamrn, Alle 50 werden fy gemacht warm als ein aitofen: vnd ver-
wfiftent ir vrteyler. All ir ktinig die vieln vnd er a ift nit von in der do rftfft zfl mir. Er felb effraim
34 gefund machen Z— Oa. bofiheit P— Oa. 85 effraim Z-Oa, -f die SbOOa. famarie Z— Oa. 36 lGgen SSbOOa. 37 aufwendig — 38 diebe] beraubend der rauber aufiwendig. Vnd Z-Oa. 38 icht] nicht Z-Oa. iren ZS— Oa. 39 alles — gedacht] daz ich habe gedacht alles ir tLbel Z— Oa. 41 irer bofiheit Z— Oa. Alle brechen fy die ee (gefatz G) aU Z— Oa. 43 ofen Z— Oa. dem] den SbOOa. brinnenden ZcSa. 44 geruet] er genirt MEP. ein wenig gerflet Z— Oa. wenige P. des bofels Z-Oa. 45 alles wirt] werde alles (alle Sb) Z— Oa. 46 haben angefangen grymmig zdrnen (zezfirnen K — Oa) Z — Oa. 47 ftrackt] + aufi Z-Oa. 48 lagt — aitofen] hey ml ich h&ffig was da lendten fy z4 ir hercz als eynen ofen Z— Oa. 49 zukochen KOScOOa, zekochend Sb. 50 Alle — 51 vnd] Sy feyend alle (als 8) warm worden als ein ofen vnd fy Z— Oa. 52 die] fMt K— Oa. 53 von] in Z— Oa. ruffe Z— Oa. felb — 54 vnder] wirt ver- mifchet (vermflfchen S) effraim inn Z— Oa.
35 famarie W. 37 aufwendig — die] %\\ berauben auzwendig der W. 42 eebrechten W. 48 zngen] zufOgten W. 53 ift] fMt W,
15 • Hosea 7, 8—16.
mifcht Rcli vnder den volcken. Effraim ift gemacht » effcUrig brot; er kert nit wider. Die frembden affen v. 9.
fein fterck; vnd er wefft es nit. Wann auch die alten
feind anfgegofferi in im: vnd er mifkannt es. Vnd 10.
die hochfart ifrahel wirt gedemutigt an irem antlutz.
Sy kerten nicht wider zfl irem herren gott: vnd fy *j fflchten in nit in alien difen dingen. Vnd effraim 11.
ift gemacht als ein verleyte taube: die do nit hat daz imb] hertz. Sy rieffen an egipt: vnd giengen hin zfl den
affirien. Vnd fo fy aufgend ich breyt mein netz vber 12.
fy: vnd ich zeuch fy ab als einen vogel des himels.
Ich fchlach fy nach der gehord irs famnungs. | We 13.
o in: wann fy haben fich gefcheiden von mir. Sy wer-
den verwiift wann fy haben vbergangen wider mich.
Ich erloft fy: vnd fy felbe retten die lugen wider mich
Vnd fy rieffen nit zfl mir in irem hertzen: wann 14.
fy klagten in irem kemerlein. Sy rieffen vber den weytzen
10 vnd vber den wein: vnd fchieden fich von mir. Vnd 15. ich lert fy: vnd kreftigt ir arme: vnd fy gedachten
die bofheit wider mich. Sy kerten wider das fy wern is.
on ioch : fy feind gemacht als ein trieglicher boge. Ir furften valient in dem waffen: von der tobheyt
11 ir zung. Dife ir h&nheit ift in dem land egipt. viij
*
54 ift worden eyn afcherigs (afchlges S) Z— Oa. 56 Wann]
Sunder Z— Oa. 57 er wufit es nit Z— Oa. 58 an] in Z— Oa.
61 ift worden als ein verfurte Z— Oa. 1 rufften an (fehlt S) eg jp turn Z— Oa. 2 affiriern E-Oa. breyt] fpreit 6. 4 der] dem
Z-Oa. ir famenung Pf irer gefelfchafft Z-Oa. 7 Ich taab fy
erlofet vnd fy redten die luge Z— Oa. 8 fchryen ZASK— Oaf
fchreyen ZcSa jren Sa. aber Z — Oa. 9 klagten] heulten
oder fchryen Z— Sa, heulten K — Oa. irem kemlein M, ireu (iren P) kemnaten £PV iren fchlaufkamern Z — Oa. rieffen] indruckten
Z—Oa. 11 lernet Sb. 13 gemacht] worden Z— Oa. 14 von
dem grymmigen zorn irer zungen Z— Oa, 15 hfaiheit] honheit oder heymlich fpottung (fpotgunt S) Z — Sa, verfpottung K — Oa. egypti Z— ZcK— Oa, egipto Sa.
55 brot] fehlt W. 2 affiriern W. netz] hercz W, gestrichen,
-f necz nachir. 9 rieffen] ydruckten W. 15 ir fpottung W.
Hose* 8, 1—10.
16
d;
▼. i. "T\a8 horn fey in deiner keln ale der adlar vber ^das haus des herrn: dorumb daz fy haben vber gangen mein geltibd: vnd haben vbergan- 2. gen mein ee. Sy rflffen mich an mein got: wir ha* a ben dich erkannt. Ifrahel hat verworffen daz gAt der 2a
4. feind iagt in. Sy felb reichfenten vnd nit von mir: fy erftflnden die furften vnd ich erkannt es nit. Ir filber vnd ir golde machten in die abtgStter: das fy
5. verdurben. | Dein kalb famar ift verworffen. Mein tobheit ift erztirnt wider fy. Vntz wenn mochten 2o
6. fy nit werden gereinigt. Wann ioch erfelb ift von ifrahel. Der goltfchmid hat es gemacht: vnd es ift nit gott. Wann das kalb famar wirt in dem wepen der
7. fpinnen* | wann fy feent den wint: vnd fchneydent die Wrmlung. Der ftend halme* ift nit in in: der keim ao macht nit das meL Vnd ioch ob ers machet: die
a frembden effen es. | Ifrahel ift verwtiffcet. Nu ift er gemacht vnder den gebnrten als ein vnreins va£:
9. | wann fy felb ftigen auff zfl affur. Effraim ift im ein
einiger wilder efel. Sy gaben die gab iren liebhabern: &
io. | wann fy dingten auch die geburt mit lone. Nun famen ich fy: vnd fy rflent ein lutzel von der bdrd
16 adlar] lader Z— Sa. vber das] auff dem Z— Oa. 19 mein
ee] meyne gefetz G. 20 erkannt] + ifrahel Z— Oa. 21 iagt — 22 die] wirt in durch&chten. Sy haben regieret aber nit aufi mir. fy waren Z— Oa. 21 reichfent ER 23 in die] fye iu K— Oa.
24 famaria Z— Oa. 25 grymm Z— Oa. Bifi SbSc. mugen
Z— Oa. 26 ioch] fehlt Z— Oa. er felber Sb. 27 Der werekman Z— Oa. es (letstes)) fehlt Z— Oa. 28 famarie Z— Oa. dem]
den PZAZc— Oa. wSppe 8. 80 turmlang] turmlung oder wind-
fpreiil Z— Sa, windfpreul K— Oa. in im. die aber Z— Oa. SI melb SbOOa, loch] fehlt Z-Oa. ers] fys Z-Sa, fie K-Oa. 32 Nu] Im MEP. er] es K— Oa, 33 gemacht] worden Z— Oa. 34 felb] fehlt Z— Oa. 35 Sy] Vnnd fy Sa. 36 wann] fehlt Z— Oa.
37 ein wenig P— Oa. bdrd] geburt A.
22 fy — furften] di fQrften warn W. 27 Der hantwercker W. 32 frembden] + dy W. 35 wilder] wider W.
17 Hotea 8, 10—9, 4.
des kdnigs vnd der fftrften. Wann effraim manig T, u.
ualtigt die elter zefunden: fy feint im geinacht zfi der « miffetat. Ich fchreib im manigueltigklich mein ee: 12.
die feind geaclitet als frembd. Sy opfferten die gotz is.
opffer; vnd opffern die fleifch vnd effent fy: vnd got entphacht ir nit- Nu gedenckt er irr vngangkeit: vnd heimfftcht ir funde. Sy felbe werden bekert in tt egipt. Vnd ifrahel hat vergeffen feins fchSpffers: vnd u.
bauwet die tempel: vnd iuda manigualtigt die be* warten ftett. Vnd ich fend daz fetir in fein ftette: vnd es verwfiffcet ir hetifer. tx
ISrahel nit wdJft dich frewen: nit w61ft dich erhftchen 1.
ale die volck: wann du haft gemeinfampt von deim got, Du haft liebgehabt den Ion vber alle die tenne des weytzens. Der tenne xnd die preffe weydent fy %
nit: vnd der wein der letigt in Sy entwelent nit in dem &
land des herrn. Effraim ift widergekert in egipt: vnd jo ifTt das entzeubert vnder den affirien. Er opffert nit 4.
38 hatt manigualtiget Z— Sa, hat gemanigfaltiget E — Oa. 39
im] in P. gemacht] worden altar Z— Oa. 40 fchreib — ee]
wttrd jm fchreyben mein manigfaltige gefetz OOa. manigfaltigk-
licben Sb. meyne gefetz 6. 41 die] fehtt K — Sc. ah die
frembden. Sy werden opferen Z — Oa. gote — 42 die] feMt G.
42 die] die | die S. 43 ir] fie K— Oa. gedenckt er] wirt gedacht Z — Oa. bofiheit P— Oa. 44 vnd er hat heymgefachet K— Oa.
felbe] feMt 2— Oa. werden] + auch 8c. 45 egyptum Z— Oa.
T»d] vnd I vnd S. 46 hat gebauwen Z — Oa. 47 fend]
+ em Z— Oa. das fe«r] die furer MEP. 49 dich
erh&chen] frolocken Z— Oa. 51 die] fehlt AK— Oa. tennen
Z— Oa. 52 wayteee KSbSc. 53 der {gweites)] feMt K— Oa.
wonent nit P, werden nit (fehli E — Oa) wonen Z — Oa. 54 egiptum Z— Oa. 55 vermeyliget Z8— Oaf vermafiget A. affiriern EZ— Oa. Sy werden nit opfern Z— Oa.
39 fy] di elter W. 40 im — ee] in mein manigualtigen ee W. 41 ophern W. gote] fehlt W. 42 got] + der W. 49 enwelft (2) W. dich erhfahen] frolocken W. 51 tennen W. 55
affiriern W.
InrrelmeyeT, Bib»l. X. 2
HOMft », 4-11.
18
den wein dem herrn; vnd ir opffer geuallen im nit. Als das brot der klagenden. Alle die es effent die werdent entzefibert: wann ir brot ift ir fel: fy gend T. 5. nit ein in das haus des herren. Was thftt ir an dem
tage der wirtfchaft an dem tag der hochzeyt des her- 60
6. ren? Wann fecht fy feind aafgegangen von der verwuftnung. Egipt der fament fy: menphis der [289 begrebt fy. Die begirlikeit irs filbers erbt die neffel:
7. die klett wirt in iren tabernackeln. Die tag der heim fAchung die kamen die tag des trubfals kamen. Ifrahel
wiffe dich einen torn: einen geiftlichen man einen 5
vnfinnigen weyffagen. Vmb die menig deiner vn
8. gankeite: vnd vmb die menig der torbeit: | effraim ift ein fpeher ein weyffag rait meim gott: er ift ge macbt ein ftrick des valles vber all fein wege. Die
9. vnfinn ift in dem haus feins gotz. Sy haben tieff ge 10 ftindet als in den tagen gabaa. Er wirt gedenckent
io. irr vngangkeit: vnd heimfflcht ir funde. Ich bab funden jfrahel als die weintruben in der wfift: als die erften 6pfel des feigbaums ich fach ir vetter in feiner hSch. Wenn fy giengen ein zfl beelphegor: vnd feind 15
gefrembdet zfl der fcham vnd fy feind gemacht ver-
11 penlich als die ding die fy liebhetten. Effraim flog ab als ein vogel. Von der geburt von dem leib: vnd
•
56 vnd geuallen iui (in GSb) nit ire opper Z— Oa. 58 vermeiliget ZS— Oa, vermafiget A. fy — 59 ein] Er wirt nit eingen Z— Oa.
59 ir] er 8a. 60 wirtfchaft — tag der] fehlt Sc. 61 von]
vor EP. 1 Egipt — 2 filbers] Egiptus wirt fy famen. menphia
(memphis AK— Oa) wirt fy begraben. Ir begirlicbt filber Z— Oa. 4 die (erstes)] fehlt K— Oa. des — 6 weyffagen] der wider geltung
wiffendt das ifrahel ift ein toreter prophet. Ein vnbefynter geyftlicher man Z— Oa. 6 bofiheit P— Oa. 8 gemacht] worden Z— Oa.
12 vngangkeit] bofiheit P, tniffetat Z-Oa. 14 erften] reften ME,
roften P* feygenbaums ZAZc— Oa. 15 beelphehor Sb. 16
zu — gemacht] in die fchande vnd fy feind worden Z — Oa. 18
Von — 19 wunniglieh] Ir glori ift von der geburdt von dem leyb. vnnd von der emphahung Z — Oa.
*
1 Memphis begrebt W. 5 dich] fehlt W. 15 fy] + felb W.
19 Hotea 9, 11— 10, 2.
von der entphachung irr wunniglich: vnd ob fy t. 12.
3D iocb erziechent ir f&ne: ich mach fy on fun vnder den leuten. Wenn ioch we in: fo ich mich fcheid von in Als ich fach effraim: thyri was gegruntueft&nt 13.
in der fch6n. Vnd effraim fflrt aus fein fun zft der erfchlachung: | o herre gib in. Was gibftu in? Gib 14.
* in die natur on fine: vnd dorrent brufte. All ir 13.
fchalckeit ift in galgal: vnd do hett ich fy in haffe. Ich wirff fy aus von meim haus: vmb das vbel irr vindung. Ich zfileg nit das ich fy liebhab. All ir furften die fchieden fich. Effraim ift gefchlagen: ir 1*5.
30 wnrtzel ifb aufgedorret. Effraim ift gefchlagen fy machent ny miner wficber. Vnd ob fy iocli gebernt: ich erfchlach die liebflen irs bauchs. Mein gott der 17.
verwirfft fy wann fy horten in nit: vnd fy werden ellendig vnder den geburten. x
fc TSrahel ift ein grflnender wein flock: der wftcher ift lt
I im geleicht. Vnd fein htiter die freuten fich in feiner -^wunniglich: er hat gemanigueltigt die ellfcer nach der menig feins wflchers: er begnugt rait abg&t- tern nach der fruchtberkeit feins landes. Ir hertz ift 2.
40 geteylt: nu verderbent fy. Er zerbrichfc ir abg6tter:
19 glori P. 20 auch erzugen Z -Oa. 21 Wenn ioch we]
Wee auch Z— Oa. mich] fehlt S. 22 ich] fehlt Z-Oa. tirus Z— Oa. 23 wirt ao&furen Z— Oa. zfi dem erfchlaher ZcSa.
25 natur] miter Z-Oa. 2G galgala OOa. 29 die] fehlt K-Oa*
fcheiden P. SO wurtz Z— Oa. abgedorret P. Effraim ift
gefchlagen] fehlt Z— Oa. 31 bringent mit nichte frucht Z— Oa,
gebernt] begereot Z — Oa. 82 ires leybes Z—Oa. der] fehlt
K— Oa. 35 die frncht Z— Oa. 36 im] + zft Z~Oa. die]
fehlt SK— Oa. frowen A. 37 glori P-Oa. 38 menig — 39
landes] fruchtberkeit feiner erde ift er uberflQffig gewefen in den ab- gottern Z— Oa.
23 zu dem erflacher W. 28 findungen W. 80 Effraim
ift gefchlagen] feMt W. 36 Vnd — 37 wunniglich] feMt W.
2*
Hose* 10, 2—10.
20
t. 3 er verwtift ir elter. Wann nu fprechent fy : vns ift nicht ein ktinig. Wann wir vSrchten nit den herrn
4. Vnd was tfit vns der ktinig? | Ir rett die vnnutzeu wort der geficht: vnd fchlacht das gelubd: vnd das
vrteil keimt als die bitterkeit vber die furch des ack 45
5. ers: die entweler famar die erten die kti bethauen. Wann mein volck weint vber es: vnd fein hotter die freuwten ficb in feiner wunniglich. Wann er
6. gieng von ira. Vnd ernftlich er felb ift abgenoraen
in affur ein gab dem ktinig dem recher. Die fcham 60
vecht effraim: vnd jfrahel wirt gefchemlicht in feim
7. willen. Samar macht vberzegeen iren kunig: als
8. einen fchaume auff dem antlutz des waffers. Vnd die hochen ding des abtgotz werden verzettet: zfi der
ftinde ifrahel. Die klett vnd der tiftel fteygt auff vber 55
ir ellter* Vnd fy fprecbent zfl den bergen vallt auff
9. vns: vnd zfl den bticheln bedeckt vns. Ifrahel hat ge fundet von den tagen gabaa. Do ftflnden fy. Der ftreyt begreyfft fy nit in gabaa: vber die fun der vn
10. gangkeit. | Ich berefpe fy nach meiner begirde. Die eo volck werdeu gefatnent vber fy: fo fy werden geftrafft
43 Ir — 44 fchlacht] Redendt die wort des vnniitien gefichts vnd fchlahent Z— Oa. 45 keimt] wirt gronen Z— Oa. furch] frtlcht P, fflrcht 8. 46 inwoner P— Oa. famarie Z— Oa. die (swcites)]
fehlt Zc— Oa. bethanen If, 48 die] fehlt Zc— Oa. glori
P_Oa. 49 ernftlich] gewifilich P, fehlt K— Oa. er ift abge-
tragen Z — Oa. 51 vecht effraim] effraim wirt vahen Z — Oa* ge- f chant P, gefchendet Z— Oa. feinen Sa. 52 Samaria hatt gen
gemachet iren Z-Oa. 53 antldtz] + dem antlitz P. 54 ver-
zettet] zerftreriet Z— ZcK-O, zerftretten SaOa. zh der] die Z — Oa. 55 die tiftel ZcSa. 56 fy werden fprechen Z— Oa. 57 vnd]
fehlt G. 58 ftunde fie K— Oa. 59 fy] fehlt S. der bofiheit
P— Oa. 60 ftraff fy P, wird fy ftrauffen Z-Oa.
43 di wort dez vnnttczen geficht z W. 45 forch] frucht W.
47 volck] nachtr. W. 48 wunniglich] + ttber ez W. 60
Ich ftraff W.
l\
Hose* 10, 10—11, 2.
,.^d] vbi\> w zvrd vngangkeit. Effraim ift ein gelert kalb r. n.
lieb zehaben die tretung: vnd ich vbergieng die fchon irs halfes, Icli fkeyg auff vber effraim Iudas der eret: iacob bricht ira die furch Seet etich die gerech 12.
^ iikeit in der warheit: vnd fchneyd in dem mund der erbarmbd: vnd ernetiwert euch die neuwen reute. Wenn das zeit ift wider zefflchen den herren: fo der kwnpt der euch lert die gerech tikeit Ir habt geeret 1:3.
die vnrailtikeit : ir habt gefchnitten die vngang-
v keit: ir habt geffen den wflcher der luge. Wann du haft dich verfechen an deinen wegen: in der menig deiner ftarcken. Der wflff ftet auf vnder deim volck: u.
vnd all dein warnung die werden verwtift als fal- mana ift verwuft* von dem haus des der do rach baal:
to an dem tag des ftreytes die mfltter ift zerknifcht vber
die ffine allifa | alfuft tfit auch bethel: von dem ant- 1*
lutze der bofheit euwerer fchalckheit. xj
ALs der morgen furget' alfo furget der ku- l.
nig ifrahel: vnd das kint ifrahel vnd ich hett in ^ lieb: vnd ich rieff meinem fun aus egipt.
Sy rieffen fy: wann alfuft giengen fy hin von irera %
I ir] fehlt Z-Oa. bofiheit P, miffetat Z— Oa. 2 ich gieng
anff der fchone Z — Oa. 3 der eret] wirt ackern Z— Oa. 4 im]
in 6— Oa, furch] fllrcht S. 7 die zeit Z— Oa. der]
er Z— Oa. 8 geeret] gerett MEP, geackert Z— Oa. 9 vnrailti-
keit] vngutigkeit K— Oa. ir] vnd Z—ZcK— Oa, vnnd jr Sa. vn- gmngkeit] bofiheit P— Oa, 10 geeffen Sa— Oa. die frucht
Z-Oa. 11 an] in Z— Oa. 12 Das gefchrey Z— Oa. deim]
dem M~Oa. 13 die] fehlt K-Oa. 14 ift verwiift] fehlt 8.
rach] vrtejlet Z— Oa. 15 ftreyts] + da Z— Oa. ift zerknifcht] ward beleydiget Z— Oa. 16 die] ire S. allira] fehlt Z— Oa.
alfo P— Oa. tut auch] hat (hatte SbO) euch auch gethan Z— Oa.
17 boflieit] ritterfchaftZ— Oa. 19 vnd das kint ifrahel] Wann ifrahel ift ein kind Z— Oa. 20 voderet Z-Oa. mein P, meinen Z— Oa.
egipio Z-Oa. 21 voderten Z— Oa. alfuft] alfo fuft ME, alfo P— Oa.
*
1 gelerte W. 2 vbergieng] + fiber W. 10 geezzen W.
13 warnungen W. als — 14 verwuft] nachtr. W. 16 allifa]
feUt W.
Hoiea ll, 3—10.
22
authitz. Sy opfferten baalim: vnd opfferten den abt t. s. g6ttern. | Vnd ich bin als ein erziecher effraitus. Vnd
ich trflg fy in meinen armen: vnd fy wefften nit daz 4. ich fy heylte. Ich zeuch fy in den failn adams: in den 23
banden der lieb. Vnd ich wird in als derh&chende das iocli
vber ir wangen; vnd ich neygt zft im das er wurd h. gefpeyft. Vnd erfelb affur ir kunig kert nit wider
in das lande egipt: warm fy wolten nit widerkern.
6, Das waffen fing an in iren ftetten: vnd verwufte ir 30
7, erwelten: vnd ifft ir haubt. Vnd mein volck henckt zfl rueim zinfe. Wann im wirt enzampt aufgelegt
8, das ioch: das do nit wirt abgenomen. In welch er- weys gib ich dich effraim' ich befchirm dich ifraheL
Wie gib ich dich ich fetz dich als ad am a: vnd feboim 35
Mein hertz ift bekert in mir: mein rew ift entzampt
a betrfibt. | Ich thfl nit die tobheit meins zornes. Ich wird nit bekert daz ich verzett effraim: wann ich bin gott vnd nit ein menfch. Heilig in mitzt dein: vnd
10 ich gee nit ein in die ftatt. Sy gend nach dem herrn 40
*
28 bin] fehlt OOa. erzeycher ZA, ernerter K— Oa. effraim
Z— Oa. 25 heilte] hielte Z— Oa. Adam Z-Oa. 26 als]
fehlt P. derhSchende das] der hoch das ME, der hoch dea P,
ein erhobends Z— Oa. 27 wange ZAK — ScOa, wangZcSaO. neygt] + raich Z— Oa. 28 erfelb] fehlt Z— Oa, 29 egypti Z— Oa.
widerkern] werden widerkeret ZAK — Oa, werden gekeret S, werden widergekeret ZcSa. 30 fing an] fing MEP, hatt angefangen Z— Oa. verwnfte] wirt nicht verzeren Z— Oa. 31 henck EP, wirt hangen
Z— Oa. 32 zinfe] widergang Z— Oa. im] in Z— Oa. entzampt] niiteinander P, fehlt Z— Oa. aufgeleg G. S3 In welcherweys]
Wie Z— Oa. 36 hertz ift] -f mit eynander Z-Oa. rew ift]
4- auch Sc. entzampt] miteinander P, fehlt Z-Oa. 37 Ich
will nit tun die vnwirde (vnwirftkait 00a) meines Z— Oa. 38 ver-
zett] zerftreuwe Z-Oa. 39 menfch] + Der Z— Oa. mitzt
dein] mitt dein P, deiner mitte Z— Oa. 40 nach] mit ZcSa.
28 Vnd — 29 egipt] er kert nit wider in daz lant egipt vnd affur ift fein kunig W. 82 mei widerkerung W. 84 ich be-
fchirm — 35 adama] In welcher weiz befchirm ich dich ifraheL In welcher weiz gib ich dich alz adama Ich fetz dich W.
23
Hoeea 11, 10*1% 6.
Er Wet als ein lewe: vnd erfelb luet vnd die ftin des mere die vorchten in. Vnd fy flugent bin von egipt t. u.
als der vogel: vnd als ein taub von dem land der af- firier: vnd ich famen fy in ir beufer fpricbt der herr. 4* Effraim vmbgab mich in der kauffmanfchatz: vnd 12.
das haus if rah el in der triekeit Wann der gezefig iudas fteyg ab mit gott: vnd niit feinen getreuwen hey- ligen, xij
SO
Effraim ffirt den wint: vnd nachuolget der 1.
hitz. Er manigueltigt die lug vnd die ver- wuftnong des gantzen tags. Vnd fecht an das gelfibde mit den affirien: vnd trfige den ole in egipt. Wann das vrteyl des herrn ift mit iuda: vnd 2.
die heimfflchung vber iacob Er widergibt im nach w feinen wegen vnd nach feinen vindangen. Er be- 8.
trog feinen brflder im leib* vnd ift aufgericht mit dem engel iu feiner fterck. Vnd er anfigt wider den 4.
en gel; vnd ward gefterckt. Er weint: vnd batt in. Er vand in in bethel: ynd do rett er mit vns. | Der 5.
«o herr got der here: der herre ift fein gedenckung. Vnd e.
du wird bekert zfi deim herren gott. Vnd behtit die
41 vnd — luet] wann er wirt luen Z-Oa. 42 die] fehlt K— Oa. fagent bin] flachent bin KP, werdent abfliehen ZASK— Oa# wer- dent abfiiegen ZcSa. aufi egipto Z— Oa. 44 famen fy]
*ill fy fetxen Z— Oa. 46 in dem valfch. Aber Z— Oa. 51 den
gantien tag Z— Oa. fecbt an] ift eingegangen ZASK— Oa, ift
ebgangen ZcSa. 52 affyriern Z— Oa. das ol Z— Oa. 53
egiptam Z— Oa. 54 Er wirt im (yn A) widergeben nach Z— Oa.
55 betrog] vndertmcket Z— Oa. 56 aufgericht] gefchicket Z— Oa. W aagefiget SSaOa. wider den] zfi dem Z— Oa. 59 Der]
ni der Z— Oa. 60 der here : der herre] fehlt So. ged&cht-
atifi Z— Oa. 61 deim] dem S.
44 famen] feeze W. 45 kauffmanfchatz] laufung W. 47
mit d« heiligen dem getrewen W. 51 den gantzen tag W. 52
daz ol W. 56 im] in dem W. 57 angefigte W.
Hoiea 12V 6—14.
24
erbarmbd vnd das vrteyl: vnd verfich dich zfl alien £*<>«
r. 7. zeyten an deinen got. Chanaan* iffc ein trieglich wag
8. in feiner hand: er hett lieb die quelung. Vnd effra- im fprach. Idoch ich bin gemacht reich: ich hab mir funden einen abgot. All mein arbeit die vindent mir 5
<, nit mein vngangkeit die ich hab gefundet. Vnd ich bins der herr dein got von dem land egipt. Noch mach ich dich zefitzen in den taberaackeln: als in den
10. hochzeytlichen tagen. Vnd ich hab gerett vber die weyffagen: vnd ich manigualtigt die geficht: vnd 10
11. ich bin geleicht in der hande der weyffagen* Ob das abgott ift in galaad: dorurab irrent fy vppigklich
in galgal fo fy opffern die ochfen. Wann auch ire ellter feind als die hauffen vber die furch des ackers
12. Iacob der floch in die gegent firi: vnd ifrahel dient zfi 15
13. eim weib: vnd dient zfl eim weib. Wann der herre fflrt aus jfrahel von egipt in dem weyffagen: er wart
14. behalten in eim weyffagen. Effraim hat mich be- wegt zft dem zorne in feinen bitterkeyten : vnd fein
blflt das kumpt vber in: vnd fein herr widerfchickt 20
im feinen itwi£. xiij
1 barmhertzigkeyt Z— Oa. 3 peinigung P, zwanckfal Z— Oa.
4 Idoch] Furwar Z— Oa. gemacht] worden Z— Oa. 5 die]
fehlt K— Oa. 6 mein] dte Z— Oa. bofiheite P-Oa. 7
bin Z— Oa. egipti Z— Oa. 8 fitzen Z— Oa. 10 ich] +
hab Z— Oa. gemanigfaltiget S. 11 zftgleichet Z— Oa. das — 13 ochfen] galgal ift der abgott. fo haben fy vmb funft geopffert den ochfen in galgal Z-Oa. 14 als] fehlt P. die Wrchte S. 15
der] fehlt K-Oa. fyrie Z— Oa. zu] in Z— Oa. 16
vnd — weib] fehlt ZcSa, vnd hat behalten in ain weyb Oa. zu]
in ZASK— 0. 17 egipto Z— Oa. dem] den P. wart]
+ auch Sc. 20 das] fehlt K— Oa. wirt kumen Z— Oa. herr
wirt im widergeben fein lafter Z— Oa. 21 fpot P.
13 die] den W. 16 vnd dient zu eim weib] fehlt W. 17 er] vnd er W. 20 vber] auf W.
" Hosea 13, 1— 10.
1 "VO effraim rett die freyfe beftfind jfrahel: vnd er T. 1.
1 lKm&et in baal vnd ftarb. Vnd nu zfilegten 2.
fy im zefunden: vnd machten in gegoffen von t* irem Tilber als ein geleichfam der abgotter. Es ift als ein gemecht der meyfter. Difen fprechent fy. Leut opffert: anbett die kelber. Dorumb werden fy als daz 3.
frti wolcken: vnd als daz frfi taw das do vberget. Vnd als das geftupp der turmelung gezuckt von der erd:
ipj vnd als der rauch von dera rauchloch. Wann ich bins 4.
der herr dein got von dem lande egipt: vnd du weyft nit einen gott on mich: vnd der behalter ift nit on mich. Sich ich erkannt dich in der wtift: in dem land 5.
der eynod. Vnd fy feint erftillt nach iren weyden vnd <$.
as feind gefatt. Vnd fy hfiben auff ir hertz: vnd ver-
gaffen mein. Ich wird in als ein lewin: vnd als der 7.
bart an dem weg der affirier. Ich begegen in als die g.
berin fo ir feind gezucket ir welfel: vnd zerreyfi die ynnerften ding irr leber. Vnd ich verwuft fy do als
40 ein lew: das tier des ackers zerreyft fy. 0 jfrahel es ift 9.
dein verluft: dein hilffe ift allein von mir. Wo ift 10.
22 die — beftund] die fchreck beftund EPf do viel die vorcht auff Z— Oa. 24 im] fehlt Z-Oa, gegoffen] eyn gegoffen gott Z— Oa. 25 gleichnufi Z— Oa. ift] + audi Sc. 26 werckmeyfter Z— Oa-
fprechent — 27 opffert] fagten fy. Opfferent die (yde KGSb, yede 00a) menfchen Z-Oa. 27 daz] die Z— Oa. 28 als] ahl M. vberget] forget Z— Oa. 29 das — erd] der ftaub der do wirt gezucket
von dem windfpreul (weintfprewel S) aufi dem (den Sa) tennen Z— Oa. 30 Aber ich ( ch Z) bin Z-Oa. 31 got] + der dich ffirte P. von] aofi Z — Oa. egypti. vnd du wirft nit wiffen Z— Oa. 34 nach]
mit S. 36 vnd] + auch Sc. 37 leopard E-Oa. Ich
will in (-f- auch Sc) begegnen als Z-Oa. 38 ir gezukt feint die
wilfel S. 40 zerrieffiet KSb. es ift] fehlt Z— Oa. 41 dein (erstes)] kein MEP. verluft] verdamnuS oder verlierung Z— Sa, verlierung
K-Oa. von] in Z— Oa.
21 rett der grawe anging jfrahel W. 22 nu] im W. 29 der erd] dem tenne W. 33 Sich] fehlt W. 34 nach] in W.
3^ ir (eweiies)] di W.
Hose* 13, 10—14, l.
26
dein kttnig? Nu mach er dich aller nieift behalten in alien deinen ftetten. Vnd dein vrteyler von dem ▼.u. du haft geret: gib mir den kunig vnd die ftirften Vnd
icli gib dir den kunig in meiner tobheit: vnd icb nym 4b
12. ab mein vnwirdigkeit. Die vngangkeit effraims
is. daz ift gebunden: fein ftind ift verborgen. Die fchmertz en der geberenden knment im. Vnd er ill in ein vn weyfer fun. Wann nu ftet er nit in der traurikeit
h. der ffin. Ich erl6fe fy von der hand des todes: ich er- ao
ledig fy vom tod. 0 dot wird ich dein dot: o helle wird ich dein biffe. Die tr&ftung ift verborgen vor meinen
15 augen: | wann erfelb teilt vnder die briider. Der herr zflfflrt einen brinnenden wint aufzefteygen von der wflft: vnd er truckent fein vrfprung* vnd verwuft 56
fein brunnen: vnd erfelb beraubt den fchatz eins ieg-
i. lichen begerlichen vaffes. Samaria verdirbt: wann fy hat bewegt iren got zA der bitterkeit. Sy verdirbt in dem waffen. Ir ltitzelen werden zerknifcht: vnd ir fchwahgern werden zerfchnitten, xiiij 60
43 dem] den ZSZcSaOa. 45 tobheit] vnwirde Z— Sc vnwirfi-
kait OOa. 46 ab] ab in Z— Sa, in ab K— Oa. meiner Z— Oa.
vnwirfikayt OOa. vngangkeit] bofibeit P— Oa. effraim ift
zufamen gebunden Z— Oa. 49 traurikeit] traurikeit oder rewe
Z— Sa, rewe K— Oa. 51 wird ich (erstes)] ich wirde OOa. wird ich {leUtes)] ich wird Z— Oa, + auch Sc. 52 Die] vnd die Sc.
vor] von Z— Oa. 58 wann er wirt (+ auch Sc) teylen vnder den
brudern Z— Oa. 54 winde auffgend von Z— Oa, 55 er wirdt
tnicknen Z— Oa. vnnd wirt verwuften Z— Oa. 56 erfelb] er
Z— Oa. 57 vaffes] vafi ZcSa, wafferu SbOOa. Samaria] anfang des 14. capiteh Z— Oa. fol verderben Z— Oa. 58 het S. Sy
follen verderben Z— Oa. 59 dem] den ZAS. 59 Ifitzelen]
kinder P, kleyne kinder Z— Oa*
47 daz] di W. 48 ift nit ein weifer W. 50 todes] +
ich derlOfe fi von dem tod W. 51 wird ich (2)] ich wird W. 54 brinnenden] feMt W. 55 vrrprong] adern W. 57 verderb
W, 58 verderbe W.
27
Hose* 14, 2-fr.
v. %
ISrahel beker dicb zfi deira herren gott: wann du bift [m\\ geuallen in deiner migangkeit. Kempt die wort s.
mit eucV. vnd wert bekert zfi dem herrn: vnd fprecht i& im. Nym ab alle vngangkeit vnd entpbach das gftt; vnd wir widergeben die kelber vnfer lebffen. h Attut der macbt vns nit behalten. Wir fteigen nit 4.
mi die roffe: noch enfagen furbafe die werck vnfer hende feiud vnfer gott: wann du erbarraft dich des volcks das do ift in dir. Ich gefund ir traurigkeit: *
ich hab fy lieb vergebens. Wann mein tobheit ift ab- io gekert von in. | Ich wird ah ein taw. Vnd ifrahel e*
keimt als ein lilig: vnd fein wurtzel die flirbrichet als des libans. Sein efte die gend: vnd fein wunnig 7.
lich wird als der 51baum: vnd fein gefchmack als des libans. So fy werden bekert fy fitzent vnder feim fcbat &
io ten: fy lebent den weytzen. Vnd keiment als der wein gart: ir gedenckung wirt als der wein des libans. Effraim was feind mir furbafi ire abgStter? Ich 9.
61 deim] dem MEP. 1 bofiheit P— Oa. Nempt] + hin
Z — SbOOa, -j- au°b bin Sc. 2 wert bekert] kerendt eiich Z— Oa,
3 bo&heit P, miffetat Z— Oa. 4 wir] wird A, lefftzen AOOa,
lefiben $. 5 der] fehlt K— Oa. 6 daz rofi noch fprechen
Z — Oa. 8 Ich will gefandt machen Z— Oa. traurigkeit]
traurigkeit oder zerknifchnngen (zerknifchung SZcSa) Z— Sa, zerknifch- nngen K— Oa. 9 ich will fy ( + auch 8c) liebhaben willigklicben (•lich ZcSa). Wann mein grymmiger zoren Z— Oa. ift abkert ZcSa. 11 keimt] wirt gronen Z-Oa. lilien S. 11, 12 die) feklt Zc— Oa. 12 wnnnlglich] glori P— Oa. 14 So] fehlt Z— Oa. iy (sweats)} fehlt Z— Oa. vnder] in Z— Oa. feimj fern £, fein P. 15 Sy werden leben von dem weytzen vnd werden gronen Z— Oa. weyngarten Z— Sc. 16 gedlchtnufi Z— Oa. 17 abg&tter] gotter ZcSa.
4 lefpen W. 5 nit (erstes)] fehlt W. 18 volcks das)
weifen der W. 9 vergebens] williclich W. 15 den] dem W.
16 wein] keim W. 17 ire] di W.
Hosea 14, 9— Joel 1, 6.
28
erhSre in vnd richt in: als ein gr&nend tann: dein ia wficher ift funden von mir. Wer ift weyfi vnd ver
nympt dife ding: vnd der vernement wiffe fy? Wann 20
die weg des herrn feind gerecht vnd die gerechten gend in in: wann die vbergeer valient in in. Hie endet das buck Ozee Vnd hebt an Iohel der prophete.
D
As wort des herrn das do ift
gemacbt zfl iohel dem fun fa- 25
2. "^ — ^ tuel. Alten hSrt dife ding:
vnd all entweler der erde ent- phacht mit den orn. Ob ditz ift getan in etiweren tagen:
oder in den tagen ewer vetter. au
3. Vber dife ding erkunt ewern fun en: vnd euwer ffin iren funen: vnd ir fdne dem
4. andern gefchlecht. Das do ift vberbeliben dem kraut warm das hat geffen die heufchrecken: vnd das do
ift vberbeliben der heufchrecken daz hat geffen der kefer: 3*>
vnd das do ift vberbeliben dem kefer das hat geffen b. das miltaw. 0 truncken derwacht: vnd weint vnd
18 richt in] will in (chicken Z— Oa. dein — 19 mir] aufi mir ift erf tmden (funden A) worden (fehlt ZcSa) deyn frucht Z— Oa. 20 vnd — fy?] verftanden vnd wirfc w iff en dife ding Z— Oa* 22 Aber Z— Oa. 25 gethan Z-Oa. 26 Ir alten Z— Oa. 27 all]
ir all ZAZcSaKSc, alle ir SSbOOa. woner P, inwoner Z— Oa,
entphacht] vernemendt Z— Oa. 31 dife ding] das Z— Oa. ver- kunt P, fagent Z— Oa. 32 euwer — : vnd] fehlt S. 33 dem]
dz G, den OOa. 34 das (crstes)] dae da MEP, fehlt 00a.
geeffen Sa— Oa. der heufchrack Z— Oa. das (letztes)}
fehlt Sb. 35 der (erstes)} den P— Oa. das] fehlt OOa. 35f
36 geeffen Sa-Oa. 37 das] der Z— ZcK— Oa. truncken — 38
fclagte] ir truncken erfarent weynendt vnnd hewlend ir all die ir irinckendt den weyn in der fuffigkeit Z — Oa.
18 in (zweites)] mich W. 20 vnd — fy] der ift vernemende
vnd wirt wiffen dife W. 26 dife ding] dicz W. 84, 35, 36
gegezzen W.
-* Joel 1, ft— 12.
a\\ \t do trinckt den wein in der fuffe klagte: wann
er \eidaTb in ewenn niund. Wann ein volck ift auf ▼. &
*< gettigen vber mein land: ein ftarcks vnd ein vnzel- lichs. Sein zend feind als die zend der lewen: vnd fein ftockzend als des welfs des lewen. Er fatzt meinen 7.
weingarten in die wtift: vnd befchant mein feyg- baum. Es enploft in nackent vnd verwarff in: vnd
40 fein efte feind gemacht weyfe. Klagt als ein iunck- 8-
frauw geuafft rait facke: vher den man irr keufch. Das opffer vnd die opflFerung verdarb von dem haus 9.
des herren: die pfaffen die ambechter des herren die klagten. Die gegent ift verwfift: die erde klagt: 10.
m wann der weytz ift verwtift. Der wein ift gefchem
licbt: vnd das 61 ift gekrenckt. Die ackerlefit feind n.
gefcheralicht: die weinzurln weinten vber das ge-
treyd vnd vber den wein vnd vber die gerften: wann
der fcbnitt des ackers verdarb: der weingart ift ver 12,
o^ wuftet: vnd der feygbaum ift gekrenckt. Der mar grani apffelbaum vnd der balmpanm vnd der rot apffel baum vnd alle die holtzer der gegent die dorreten: wann die freud ift verwtift von den Mnen der menfch
39 er ift verdorben von euwerm Z — Oa. volck wirt auffteygen
Z— Oa. 40 vber] wider Sa. 42 welfs] + oder iungen Z— Sa.
der led wen S. 43 berchant] befchaurt MEP, fchande ab Z— Sa,
fchabet ab K-— Oa. feygenbaum PAZcSaGSbOa, feygebaum 0.
44 Es] Er Zc— Oa. hat (het S) in enbloffent (entblofiet SK— Oa, -f vnd K— Oa) beraubet vnd verwarf Z— Oa. 45 efte] -j- dye
ZcSa. feind weyfi worden. Klag Z— Oa. 46 begiirtet mit dem
facke Z— Oa. irr keufch] deyner iugent Z— Oa. 48 priefter
P—Oa. die (zweitea)] vnd Z— ZcK— 0, vnd die SaOa. diener
P— Oa. die {Utiles)] fehlt K-Oa. 50 gefchemlicht] gefchandt
Pt gefchendet Z—Oa. 51 ift kranck Z— Oa. 52 gefchendet
Z — Oa. die] vnd die Sc. winzurn A, weingarter 0, wein-
srartner Oa, + die ZcSa. getreydj korn A. 54 verdarb:]
— wann A. 55 feygenbaum EZ-Oa. 57 die (2)] fehlt K— Oa.
42 des] der W, gestrichen, -f- dez nachtr. 43 in die] fehlt W.
45 mein] meinen W ; ~|- weingarten, gestrichen. 52 weinczttrl di
weinten fiber daz treid W. 57 der gegent] dez ackers W.
Jo«l 1, 13—19.
80
▼. 13. en. Pfaffen begfirt euch vnd weint: ambechter des
allters klagt. Ambechter meins gotz get ein: rflet go
in dem facie: warm daz opffer der opfferung ift verdorben u. von dem haus vnfers gotz. Alle entweler der erde [290.
geheiligt die vafften: rftfft den famnungen: fament die alten vnd rftfft zfi dem herrn in dem haus ewers
15. gots. A4 a' a* dem tag: wann der tag des herren ift nachent: vnd kumpt als ein verwfiftnung von dem 5
16. gewaltigen. Yerdurben denn nit fpeyfi vor etiwern augen: vnd die freude vnd die erhSchung von dem
17. haus etiers gotz? Die viche faulten in irem mift. Die ftedel werden verwfift: vnd die fchetz feint zer-
is. rutt: wann der weitz ift gefchemlicht Das daz vich 10
fetiftzet: die herd der fchweyg lefit? Wann in was nit die weyd. Wann auch die herd der vich wurden
19. zerftreuwet 0 herre ich rfiff zfl dir: wann das fetier hat geffen die fcb&n ding der wuft: vnd die flamm
59 Priefter P, Ir priefter Z— Oa. vnd klagendt. Ir diener
Z— Oa. diener P. 60 altars fchreyend. Ir diener Z — Oa.
Diener P. ein] + vnd Z— Oa. 61 der opffer nog] vnd das
feticht opffer euwers gotz Z— Oa. ift] -[- vergangen oder Z— 8a.
1 Alle — 3 haus] Heyligent die vaften. Beruffent die gefellfchaft. Samendt alle die alten die inwonerder erde in das haufi Z— Oa. ein- woner P. 4 dem tag] dem herren ZcSa. 6 nit] -+- dy K— Oa.
7 vnd die freude] fehlt Sb. erh&chong] frolockunge Z— Oa, 8 Die] Dife K— Oa. 9 werden] fetnd Z— Oa. zerrttrt G. 10
der] die S. gefchent P— Oa. Das] Was Z— Oa. daz rich
fetiftzet] feufftzet daz tyer K— Oa. 11 funfftzet A. fchweyg
leut] fchweygleiit ME, fchwey | lent P, fchweyg habend (+ auch S) geluet Z— Oa. in was] was jn 00a. 12 warden zerftreuwet] verdurben Z— Oa. 13 rilfft P. 14 geeffen SaScOOa. fchone P.
61 der] vnd di W. 1 haus] + if W, gestrichen. 2 famnung W# 3 rufft — 4 gots] alle alle entweler der erde in daz haus
eurs gotz vnd fchreyet zu dem herren W. 5 vnd] + vnd W,
gestrichen. 6 nit] + di W. 7 erhSchung] frolockung W.
9 fchetz] apotecken W. 10 weite] + der W. Das — 11
leut] waz feufczent daz vich Di herte der fweigen di lQeten W\ 14 gegezzen di fchonen W. die (letetes)] -f- wuft W, gestrichen
31
Joel 1, l»— S, 6.
u hat angezfint alle die holtzer der gegent Wann audi r. 20.
die tier des ackers fchauten auff zfl dir: als die durf tig erde zfl dem regen. Wann die brunnen der waffer feind aufgedorret: vnd das fetter hat verwtiftet die fchSnen ding der ain6d. ij
20 ^^ingt mit dem horn in fyon: weint an meim i.
^^heiligen berg. Alle die entweler der erd die rSs-^werden betrfibt wann der tag des herren ift knmen: wann der tag der vinfternifi vnd der tunckel 2.
ill nachent: der tag des wolckens vnd der turme-
s lung- Vil volcks vnd ein ftarcks ift gebreyt vber die berg als an dem m or gen. Im was nit ein gleich fint dem angeng: vnd wirt nit in im vntz in die iar des gefchlechts vnd des gefchlechte. Ein verw&ften- 8
des fefier wirt vor feim antltitze: vnd die flamme
m wirt nit brinnend nach im. Die erd ift vor im als ein gart der wolluft: vnd nach im die ein6d der wuft: er ift nit der in entpfiiech Ir angeficht feind als die 4.
angeficbt der roffe: vnd alfuft lauffent fy als die rey- ten Sy fpringent aus als der don der wegen vber die 5.
*» hanbt der berg: als der done der flamm des fefirs ift zAaerw&ften die ftopffel' alfo ift das ftarck volck
15 diej fehU K— Oa. Wann] Sunder Z— Oa. 16 dir] jr
OOa. 17 des waffera 8. 20 weint] hedlent oder weynent
Z-Sa, hewlet K— Oa. mein E. 21 die (2)] fehlt PK— Oa.
einwoner P— Oa, 24 der wolcken vnd windfpretil Z— Oa. 25
gebreyt] bereyt Pf auggebreytet Z— Oa. 26 an dem] der Z-Oa.
2? von anfaitg Z— Oa. in im] nach im Z— KSb— Oa, nach in